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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Von Peru nach Ecuador per Bus, Collectivo und Combi - so geht's!

Während die meisten entlang der Küste nach Ecuador einreisen, wählen wir von Chachapoyas den weniger genutzten direkten Weg nach Ecuador über den Grenzübergang La Balza. Laut Lonely Planet ist dies ohne weiteres möglich, dauert allerdings 2 Tage. Aber wir haben ja Zeit. Da wir im Netz lediglich wenige Beschreibungen in umgekehrter Richtung finden, unten die genaue Beschreibung unseres Weges:

Etwas später als ursprünglich geplant stehen um 9.30 Uhr an der Collectivo Station für die Fahrt nach Bagua Grande und müssen bis ca. 10.15 Uhr warten, bis das Collectivo voll und somit abfahrbereit ist.

Die Fahrt dauert ca. 3h und kostet 10 Soles. In Bagua Grande wollen wir in ein Collectivo nach Jaén umsteigen, erfahren aber, dass unsere Collectivo bis dahin weiterfährt. Also bleiben wir sitzen. Dauer nach Jaén ca. 1,5h, 8 Soles. Unterwegs überholen wir einige Busse und schliessen daraus, dass es wohl auch große Busse gibt, die von Chachapoyas nach Jaén fahren; z.B. GH Bus.

In Jaén geht's mit dem Moto-Taxi zur Paradera de San Ignacio, wo wir bald mit dem nächsten Collectivo für 20 Soles nach San Ignacio fahren. Anders als erwartet, ist die Strasse durchgehend asphaltiert; lediglich an Stellen, wo kürzlich ein Erdrutsch war, ist es holprig. Dauer: 2,5h. Auch diese Strecke wird von einem großen Bus bedient. Wir sehen einen von 'Carlitos'.

Wir kommen erschöpft von der ewigen beengten Fahrt, teils im heißen Collectivo, in San Ignacio an und wollen nur noch duschen, essen und schlafen. Wir fahren mit dem Moto-Taxi ins 'noble' Gran Hotel San Ignacio (DZ 65 Soles inkl. Frühstück); das Zimmer ist riesig, mit super Bad, Bett und TV. Später erfahren wir von einer allein Reisenden vom Hotel/Hospedaje Posada (EZ 25 Soles).

Um 7.30 Uhr noch das Eier Frühstück im Hotel, dann wieder mit Moto-Taxi zum andern Terminal, um zur Grenze La Balza zu gelangen. Die rasante Fahrt dahin dauert ca. 1h und kostet 17 Soles. Auch diese Strasse bis zur Grenze muss kürzlich geteert worden sein, alles vom Feinsten. An der Grenze muss zunächst ein Stempel in der Polizeibarracke geholt werden (gegenüber den Tiendas, etwas unterhalb der Strasse gelegen); dann noch ins Oficina de Migracion. Wir tauschen unsere letzten Soles in USD um und gehen zu Fuss über die Freundschaftsbrücke, wo nach dem Schlagbaum etwas weiter rechts das Büro der Ecuadorianischen Einwanderungsbehörde ist. Als Deutsche erhält man problemlos ein 90 Tage Visum.

Hier sind wir um ca. 10 Uhr und erfahren, dass das Ranchero nach Zumba erst um 12 Uhr fährt. Andererseits treffen wir Petra, die davon überzeugt ist, dass um 12 Uhr ein Bus von Zumba nach Loja (via Vilcabamba) fährt und sich entsprechend schon ein Taxi für 20 UVSD bestellt hat. Wir entschliessen uns, das Taxi zu teilen, um früher in Vilcabamba anzukommen, obwohl uns der Ranchero Fahrer erzählt, es fährt gar kein Bus um 12 Uhr, sondern erst um 13.30 Uhr und das würden wir auch mit ihm erreichen.

Der Ranchero Fahrer hat nicht gelogen, wir sitzen immer noch am Terminal in Zumba als er auch mit seinem Ranchero ankommt....Na ja, einen Versuch war's wert. Die Fahrt über die anfangs unbefestigte Bergstrasse von Zumba nach Vilcabamba kostet USD 6,50 und dauert ca. 5,5h. Bis 2015 soll die Strasse allerdings komplett ausgebaut sein.

In Vilcabamba hält der Bus mitten im Ort und es gibt einige Unterkünfte, leider fast alle relativ teuer (12-17 USD pP inkl. Frühstück). Man merkt, wir sind in einem esoterisch angehauchten Aussteigerparadies, viele der recht schicken Unterkünfte werden von Ex-Pats geführt; wir steigen zunächst im sehr einfachen Hotel Villa Sagrada (DZ 6 USD pP, Gemeinschaftsbad) direkt am Busterminal ab, bevor wir am Tag darauf in die nette Rumi Wilco Ecolodge umziehen, weil es nett am Flüsschen gelegen ist und wir uns dort selbst verpflegen können (DZ 17 USD, Gemeinschaftsbad und -küche).

Montag, 8. Dezember 2014

Chachapoyas - Stadt und Reich der Wolkenmenschen


Mit dem Nachtbus von Moviltours kommen wir morgens gegen 6 Uhr ausgeruht in Chachapoyas an, die nicht übermäßig touristische Hauptstadt von Amazonas. Der Blick nach draussen ernüchtert: es regnet und es ist wolkig. Erst später lese ich, dass die Inka die Stämme, uralte präkolumbische Andenvölker, Chachapoya getauft hat, welches auf Quechua 'Wokenmenschen' oder 'Nebelkrieger' heißt. Wie passend.

Zum Glück finden wir schnell ein offenes Café, in dem ich (nach einer Tasse Kaffee) Constantin und unser Gepäck parken kann, um unsere Bleibe zu suchen.

Am reizenden Plaza de Armas checken wir kurz später im süssen Hostal Plaza ein, das wie so viele andere Bauten hier, mit einem schönen Innenhof mit umlaufender Holz-Galerie im 1. Stock aufwartet. Von dieser aus können wir die Besucher des im Hof liegenden Restaurants beobachten.

Wir machen am nächsten Tag eine Tour nach Kuelap, eine riesige Festung der Chachapoya mit deren typischen runden Häusern. Wann genau diese Festung gebaut wurde ist wie sehr viel diese Kultur betreffend sehr umstritten; spätestens nach Eintreffen der Spanier ist dieses Volk komplett ausgerottet worden.

Abends sieht die Stadt ganz anders aus: offensichtlich ist das Aufsichtsamt einmal durchgegangen und hat gefühlt ein Drittel aller Geschäfte bzw. Restaurants dicht gemacht und versiegelt wegen Nicht Bezahlens von irgendwas. Sehr bizarr dieses neue Stadtbild. Auch das Restaurant in unserem Innenhof ist dicht, die Angestellten nutzen die 2 Tage Zwangsschliessung offensichtlich zu überfälligen Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Weil die Tour nach Kuelap so lange und entsprechend anstrengend war, bleiben wir gleich noch einen Tag zum Ausruhen und Bloggen. Aber wir fahren auch ins Nahe gelegene Huancas um den dortigen Canón del Sonche zu bewundern. Wie in den vergangenen Tagen auch ist der Himmel teils sonnig, aber jenseits der Schlucht bedrohlich schwarz und es rumpelt schon ordentlich. Aber so richtig runterkommen tut's dann doch nicht.

Abends treffen wir die 2 Berliner Adriane und Florian wieder in der Kneipe des Ortes. Sehr lustig, wir haben uns zuletzt in Huaraz getroffen von wo aus beide den Santa Cruz Trek gestartet haben.
Sie erzählen begeistert von der Tour und dass sie trotz nächtlichen Dauerregens nicht nass geworden sind...toll, aber wir bereuen es dennoch nicht, die Tour nicht gemacht zu haben. Auf uns warten ja noch genügend Wanderungen in PATAGONIEN, wovon uns beide auch schon ordentlich vorschwärmen.

Von hier aus starten wir am nächsten Morgen (Sonntag) Richtung Vilacabamba in Ecuador. Das wird 2 Tage dauern, weil wir viel umsteigen müssen und die Strassenverhältnisse extrem schlecht sind.

Kuelap ist von einer riesigen Festungsmauer umgeben

Geometrische Verzierungen an den Fundamenten der Häuser

Manche Steine sind verziert

Blick in den Canón del Sonche

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Sonntag, 7. Dezember 2014

Trujillo - Kolonialstadt inmitten alter Kulturen, Prä-Inka versteht sich


Punkt 21 Uhr stehen wir vor unserem Guesthouse Casa de Clara in Trujillo. Wir haben extra noch aus dem Bus angerufen, um die verspätete Ankunftszeit zu bestätigen - und es macht doch niemand auf. Was ein Sch.....das gibt die erste richtig schlechte Bewertung, die wir bei Tripadvisor hinterlassen. Aber das passt ja zum heutigen Tag, nachdem wir schon 3 Stunden aufgrund eines Streiks in irgendeinem Kaff feststeckten. 

Leicht verärgert wandern wir Richtung Plaza de Armas in dessen Nähe es noch ein Hospedaje El Conde de Arce gibt; diese sind in Trujillo nämlich rar wenn man Wikitravel, Lonely Planet & Co. glauben schenkt, und tatsächlich fällt uns auf dem Weg kein anderes Hostel/Hospedaje auf. Zwar ist dieses Hospedaje nicht so gut bewertet, aber immerhin macht uns ein sehr netter Herr die Tür auf, zeigt uns die nicht so tollen Zimmer und nennt uns den etwas überteuerten Preis. Aber mei, offenbar hat dieses Hospedaje hier sowas wie eine Monopol-Stellung, und wir nicht wirklich die Wahl...wir bleiben, wollen aber auf alle Fälle am nächsten Tag was anderes Suchen, schon aus Prinzip!

Trotz allem ist die Nacht recht angenehm, unsere Gemüter kühlen sich etwas ab und wir geniessen unser selbstgemachtes Frühstück in unserem recht netten Patio. Wir sind zu faul, um was anderes zu suchen und entscheiden uns tatsächlich, eine zweite Nacht zu bleiben. Nach erster kurzer Tour in der Stadt suchen wir nachmittags die Abfahrt der Busse nach Chan Chan. Irgendwie hat die iPeru Dame uns da wohl 'nen Schmarr'n erzählt (aber freundlich) und wir müssen nochmal um die halbe Altstadt laufen, um zur richtigen Haltestelle zu kommen (manchmal hat LP halt doch recht).

Erst um 15 Uhr kommen wir endlich dort an und können die größte damalige Stadt (13.-14. Jh.), Hauptstadt der Chimú, besichtigen, bzw. größtenteils erahnen. Die Stadt war komplett aus Lehmziegeln inmitten der Wüste gebaut und heute sind große Teile verfallen. Aber der Palacio Tschudi ist dennoch sehr sehenswert.

Am nächsten Morgen sitzen wir schon um 8.30 Uhr im Collectivo (diesmal stimmt die Information von iPeru) nach Huaca, um das dortige Museo Huaca de Moche und die Stätte Huaca de Luna zu besichtigen. Hier lernen wir viel über die alte Hochkultur der Moche, die noch vor den Chimú und weit vor den Inca hier ansässig war. Im Eintritt inbegriffen ist ein sehr gutes Museum, das durch die Moche Kultur führt, die Rituale erklärt und die Funde in der Pyramide toll erklärt (auch auf Englisch). Durch die Pyramide selbst werden wir per Führung geführt und lernen noch einiges dazu. Zum Beispiel auch das die Huaca de Luna komplett privat finanziert ausgegraben und restauriert wurde, während gegenüber die Huaca de Sol vom Peruanischen Staat verwaltet wird und weiter zerfällt.

Tipp: Für alle die nur kurz in Trujillo sind - die Huaca de Luna lohnt sich definitv mehr als Chan Chan, wenn man sich für eines von beidem Entscheiden muss. Eine Tour braucht man für beides nicht, es gibt überall genügend Informationen auf Englisch.

Mit dem Nachtbus fahren wir weiter nach Chachapoya, unsere letzte Station in Peru.

Lehmreliefs in Chan Chan 


Verzierte Wände in der Huaca del Luna Pyramide ...

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Die Pyramide wurde komplett aus Lehmziegel erbaut, Millionen davon!


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Samstag, 6. Dezember 2014

Nur für Schwindelfreie: Mit dem Bus durch den Canon del Pato nach Trujillo


Von Caraz kann man entweder die 'normale' Route nach Trujillo wählen, die zurück über Huaraz zur Küste und dann nach Norden verläuft.

Oder aber man entscheidet sich für die tolle Fahrt mit dem Yungay Express Bus durch die Entenschlucht (Canon del Pato) nach Chimbote, wo man direkt nach Trujillo umsteigen kann. Dieser Weg ist zwar direkter, aber aufgrund teils schlechterer Fahrbahn nicht unbedingt zeitlich kürzer, aber wir haben es ja nicht eilig. Dennoch sind wir erfreut, als uns mitgeteilt wird, dass wir innerhalb von 6h in Chimbote sein werden.

Die Strasse entlang der Schlucht ist relativ wenig befahren, was sie eine interessante Strecke für Mountainbiker macht. Es werden x unbeleuchtete, einspurige Tunnel durchfahren, die in den Fels gesprengt wurden. Der Bus hupt jedesmal bei Einfahrt und das hallt unheimlich laut zurück. Einmal haben wir dann tatsächlich ein tête-à-tête mit einem Auto im Tunnel, das natürlich rückwärts wieder rausfahren muss um uns Platz zu machen...hehehehe.

Recht flott sind wir in der Ortschaft Canon del Pato und fahren fröhlich zum nächsten Dorf, wo schon bald irgendwas anders scheint; viele Leute stehen rum, und es wird bald ganz heftig mit dem Busfahrer diskutiert, bevor der Bus überhaupt zum Stehen kommt. Wir stehen und stehen und stehen und haben so gar keine Ahnung was passiert. Die Kassiererin telefoniert wild hin und her, im Bus wird auch schon heftig diskutiert...nach knapp 1h kriegen wir endlich gesagt, was wir schon ahnen: hier ist diese Fahrt vorbei. Die Strasse vor uns ist blockiert, wohl aufgrund irgendeines Streiks. Wer hier wofür streikt bleibt uns bis heute ein Rätsel, aber weiterfahren lässt uns keiner. Zunächst gehen Gerüchte rum, dass der Bus zurück nach Caraz fahren wird, dann heisst es, wir warten auf den entgegenkommenden Bus.

So ist es auch, nach 3h (von 11-14 Uhr in der Mittagssonne....toll) Warten im Bus oder um den Bus herum heißt es endlich: unweit von uns am anderen Ende der Blockade steht der Bus aus der Gegenrichtung, und wir tauschen einfach die Busse. Wir müssen nur mit unserem Gepäck zum anderen Bus laufen. Dabei merken wir, dass die Strassensperre nicht nur aus den Moto-Taxis, die wir bisher gesehen haben besteht, sondern tatsächlich große Felsen und Bäume die Strasse versperren, da wäre so schnell keiner mehr durchgekommen.....und endlich geht die Fahrt weiter, immer noch spektakulär entlang des Flusslaufes bis zur Küste nach Santa und dann ein Stück Richtung Süden nach Chimbote. Am dortigen Terminal fährt alle 20 Minuten ein Bus von America Express nach Trujillo, wo wir mit 3stündiger Verspätung ankommen, aber alles ohne große Probleme.

Tipp für Nachahmer: Schon in Caraz fragen, ob die Strasse nach Chimbote frei ist und schon in Santa umsteigen, wo die Busse nach Trujillo auch an einem Mini-Terminal entlang der Pan Americana halten, das spart gut und gerne 1h.

Nur für Schwindelfreie: Nur eine handbreit Schotter zwischen Bus & Schlucht

Das Pärchen hat genauso lange zu Mittaggessen, wie wir warten mussten

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Wanderung zur Laguna 69 - ohne Tour, auf eigene Faust


Neben dem Santa Cruz Trek ist die Wanderung zur Laguna 69 wohl die bekannteste Tour in der Cordillera Blanca. Jeder Touranbieter hat den Ausflug im Programm und in unserem Hostal in Huraz klingelt jeden Morgen punkt 5:30 der Laguna 69 Bus, um die Teilnehmer abzuholen.

Wir wollen die Tour aber von Caraz aus machen und dort findet sich - obwohl es viel näher ist als von Huraz - kein Touranbieter. Egal, ohne Tour ist das ganze eh viel schöner, weil man selbst bestimmt wie viel Zeit man wo verbringen will.

Vor Caraz nehmen wir drei (Florence ist wieder mit dabei) ein frühes (6:20 Uhr) Collectivo nach Yungay. Dort warten auch schon wahlweise Taxis und Collectivos, die zum National Park in dem die Lagune liegt fahren. Eine Fahrt im Collectivo kostet pro Person einfach S./15, das Taxi, inkl. ausreichend Wartezeit und Rückfahrt S./120. Wir entscheiden uns für das Taxi, weil es am Ende nur 10 Soles pP mehr kostet als mit dem Collectivo. Dafür fahren wir sofort ab und sind komfortabler und schneller unterwegs. Ein weiterer Nachteil der Collectivos ist, dass sie nur bis ca. 15 Uhr zurück fahren. Wenn man Pech hat steht man nach getaner Wanderung an der Strasse und kein Collectivo ist da um einen zurück nach Yungay zu bringen.

Die Fahrt bis zum Ausgangspunkt des Treks dauert knapp 1,5h, immer stetig in Serpentinen die ungepflasterte Strasse hoch. Beim Büro der Parkranger kaufen wir unsere Nationalpark-Tickets (S./10).

Der Trek startet mit einem kurzen Abstieg in ein ausgedehntes Tal in dem das Wasser aus der Lagune für reichlich Weidegrund für jede Menge Kühe sorgt, die einem dann auch bis kurz vor der Lagune überall begegnen. Die Kühe scheinen auch lieber auf dem guten Wanderweg zu gehen, als durch die Pampa.

Nach ca. 3km kommt dann der erste Anstieg Richtung Lagune, die auf knapp 4.600m liegt. Insgesamt gilt es rund 730 Höhenmeter zu bewältigen. Die Aufstiege sind aber einfach und gemächlich. Ohne die dünne Luft hier oben wäre es ein Voralpen Spaziergang.

Das wir nicht in den Alpen sind merkt man außer am schweren Atem (vor allem Florence, die noch nicht akklimatisiert ist und auch noch nicht auf dieser Höhe wandern war) auch an den 6tausender Gipfeln die immer mal wieder durch die Wolken blitzen: Schneebedeckt und eingerahmt von Gletschern steigen sie fast senkrecht hinter der Lagune auf, die wir nach gemütlichen drei Stunden Gehzeit erreichen (ist aber auch in 2.5 h gut machbar, wenn man gut akklimatisiert ist).

Wir genießen für einige Zeit den Blick auf die Gipfel, das kaltblaue Wasser der Lagune und die sich ständig ändernde Aussicht, verursacht durch die vorbeiziehenden Wolken. Hier oben ist es recht frisch und beim Vesper haben wir alle Lagen an, die wir dabei haben.

Wir machen uns auf den Rückweg, als die ersten Tour-Touristen (wahrscheinlich aus Huaraz) ankommen. Der Rückweg geht schnell, schon nach knapp 2 Stunden sind wir wieder an der Strasse auf der unser Taxifahrer auf uns wartet. Es ist jetzt 14.30 Uhr, und das wahrscheinlich letzte Collectivo des Tages fährt just dann an uns vorbei.

Wir denken, die Tour mit dem Collectivo zu machen ist eine unsichere Art, besonders wenn man nicht alleine unterwegs ist; für uns wäre es sehr knapp geworden und wir hätten sicher nicht so viel Zeit an der Lagune verbracht. Nachdem das Collectivo auch randvoll war, ist fraglich, ob wir mit dem überhaupt zurückgekommen wären. 



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Route 2,860,914 - powered by www.wandermap.net
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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Wanderung von Caraz nach Yungay


Neben Huaraz bietet sich Caraz als Ausgangspunkt für tolle Wanderungen an. Trotzdem ist in Caraz weit weniger los, als in Huaraz. Das Städtchen selbst hat aber auch was zu bieten (ausser Wanderungen), nämlich die einzige nicht von Erdbeben zerstörte historische Altstadt in der Gegend.

In Caraz treffen wir Florence mit der wir uns spontan für die Wanderung nach Yungay verabreden. Das verspricht laut Touristeninfo eine schöne Wanderung zu sein, bei der man in 5h von Caraz nach Yungay geht, immer am Höhenzug entlang und durch die kleinen Pueblos (Dörfer).

Wir sind schon etwas überrascht, als uns Florence verkündet, das laut ihrer Information die Wanderung 8-10h dauert und auf über 3.800m geht. So hoch sehen die Hügel doch gar nicht aus. Wir können es dann auch kaum glauben, als wir mitten in Maisfelder stehen, die Sonne die Temperaturen auf über 25 Grad schraubt und der Höhenmesser trotzdem über 3.000m anzeigt. Das ist höher als die Zugspitze und da wächst nix mehr.

Tatsächlich sind wir am Ende gute 7h gewandert, als wir in Yungay in das Collectivo einsteigen, das uns zurück nach Caraz bringt. Die letzten zwei Stunden sind nicht mehr so interessant, es geht auf einer Fahrstrasse (unbefestigt) kontinuierlich bergab. Leider sind die Collectivos, die die Dörfer mit Yungay verbinden und uns immer wieder überholen alle voll, so dass wir auch die letzten Meter zu Fuß zurücklegen.

Unser Tipp für Nachahmer lautet deshalb: Früh morgens mit dem Bus von Caraz nach Yungay fahren und dort mit dem Collectivo hochfahren. Oben angekommen kann man dann schön eine Höhenwanderung zurück nach Caraz machen. Dann dauert das ganze auch nur 5h.




Route 2,859,125 - powered by www.wandermap.net

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Trekking in der Cordillera Blanca - oder doch nur Wandern?


Trekking in der Cordillera Blanca, und damit meine ich eine Mehrtagestour, ist der Traum vieler Wanderbegeisterter.

Inzwischen hat sich in der Backpackerwelt das Wort 'trekking' ja als Überbegriff für alles etabliert, was mit Wandern zu tun hat. Auch ein 2 stündiger Spaziergang, den so mancher evtl. schon als Wanderung bezeichnen würde, kann schon mit dem Begriff 'Trekking' aufgepeppt werden. Darum gilt um so mehr: genau aufpassen, was hinter einem Trek steckt! Das altmodische Wort 'hiking', das ich noch als 'wandern' kenne, scheint aus irgendeinem Grund ausgestorben zu sein; wahrscheinlich ist das einfach nicht cool genug.

Aber zurück zum Trekking in der Cordillera Blanca. Es gibt hier den Santa Cruz Trek, der nach dem Machu Picchu Inca Trail der meistbegangene Trek in Peru ist. Es ist immer wieder erstaunlich, zu welchen Schandtaten der gemeine Urlauber und besonders der unbesonnene Backpacker bereit ist, um eine aufregende Reise zu haben; Leute, die sicherlich daheim nie auch nur an Wandern denken, geschweige denn an Mehrtageswanderungen, quälen sich hier auf einmal in Höhen von 4000 - 5000m.

Wir als die Wandervögel schlechthin haben uns natürlich auch vorgenommen, in der Cordillera Blanca eine Mehrtageswanderung zu machen; es gibt viel mehr zu begehen als den Santa Cruz Trek. Allerdings sind die Aussichten dann doch nicht vielversprechend genug, als dass wir uns dazu durchringen können. Zum einen wird hier immer wieder betont, dass wir uns in der Regenzeit befinden und der Regen jederzeit einsetzen kann (bisher hat es allerdings viel zu wenig geregnet). Zum anderen stimmt uns der nachmittägliche Blick zu den wolkenverhangen grauen Gipfeln um uns herum nachdenklich. Zu guter Letzt müssen wir natürlich zugeben, dass wir im tiefsten Inneren Memmen sind ... aber harte.

Es stand noch nie auf unserem Wunschzettel, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf knapp 4000m zu zelten; das ganze womöglich noch bei Niederschlag, der ganz schnell weiss werden kann, und mit fraglicher Ausrüstung. Es gibt ausreichend Berichte im Internet von durchwachten und durchfrorenen Nächten entlang des Treks in nicht wasserdichten Zelten und in nicht ausreichend wärmenden Schlafsäcken, alles Leihware versteht sich. Und dafür auch noch Geld bezahlen? Nein danke.

Dann belassen wir es lieber bei zwei weiteren schönen Tageswanderungen, die wir von unserer nächsten Station in der Cordillera Blanca starten, der niedlichen Stadt Caraz (2290m). Uns schliesst sich noch eine Französin, Florence, an, die auch mal gerne in Gesellschaft wandert.

Und so wandern wir an einem Tag von Caraz nach Yungay, eine schöne Strecke, die uns bis auf  3500m führt. Wir sind allerdings keine 5h unterwegs, wie in der Touristeninformation angekündigt, sondern 8 anstrengende und heiße Stunden (bis auf die Pausen).

Anderntags chartern wir ab Yungay ein Taxi, um uns zum Augangspunkt der Wanderung zur wunderschön gelegenen Laguna 69 (4600m) zu bringen.

Phoney beschreibt die Wanderungen in eigenen Posts für die Interessierten unter euch:



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Freitag, 28. November 2014

Und noch 'ne Wanderung - Laguna Wilcacocha


Weil es uns in Huaraz so gut gefällt und von Regenzeit weit und breit nix zu sehen ist, bleiben wir noch einen Tag länger und machen gleich die nächste Wanderung, oder besser einen Spaziergang. Maya die wir im Hostel treffen schliesst sich uns an.

Mit dem Collectivo E (Nr. 10 geht auch) geht es vom Markt zur Puenta Santa Cruz, wo unser Wanderweg beginnt. Wir folgen mehr oder weniger immer der Fahrstrasse, obwohl der unbefestige Weg eher weniger zum Fahren einlädt, aber eine Forststrasse ist es auch nicht, da fehlt ja der Wald. Zum Gehen ist das ganze aber angenehm. Ab und an kürzen wir durch einen Steig zwischen den Serpentinen ab und sind schon knapp eineinhalb Stunden später an der Laguna. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die Berge ringsum - die schneebedeckten der Cordillera Blanca und die kahlen der Cordillera Negra. Und wir sehen auch das Unwetter das sich über den Bergen zusammenbraut.

Der Abstieg geht dann auch Ruck-Zuck und kaum sind wir unten nimmt uns auch schon ein Collectivo zurück in die Stadt. Dort fallen dann sogar ein paar Tropfen. Aber nach dem Essen im Markt ist schon wieder alles vorbei.





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Route 2,858,137 - powered by www.wandermap.net

Zurück in der Höhe - Wandern in der Cordillera Blanca


Ahh - die Luft hier fühlt sich doch gleich ganz anders an als in Lima: Frischer, sauberer und vor allem dünner. Nach fast genau 8h Busfahrt kommen wir in Huarez (3091m) an, dem Wander- und Trekkingzentrum in der Cordillera Blanca, welches seinerseits der höchste Anden Gebirgszug (und dem zweithöchsten der Welt) ist. Warum das 'Blanca' heißt wird einem schnell klar, wenn man die Reihe der schneebedenkten 6tausender sieht, die sich am Horizont aufreihen.

Obwohl die Busfahrt sehr angenehm war, nutzen wir unseren ersten Tag hier erstmal zum Nichtstun.

Tags darauf heißt es aber dann um 5:30 Uhr aufstehen, die Wanderschuhe ziehen, Frühstück und ab zur Laguna Churup, einem auf 4.450m gelegenen Bergsee am Fuße des Churups.

Von Huaraz nehmen wir ein Collectivo Taxi (5 S./) bis Llupa (die Collectivos fahren von ca. 7:00 Uhr bis 16.00 Uhr und starten an der Av. Americanas). Über extrem holprige Strassen, die an Nepal erinnern, geht es in gut 30 Minuten zum Bergdörfchen Llupa.

Von hier aus folgen wir den HirtenInnen, die Schafe, Kühe und auch das eine oder andere Schwein auf die Weiden führen. Kerstin ist gleich in ein Schwätzchen vertieft und berichtet was in Deutschland so für Wetter herrscht und was man bei uns so anbaut.

Bei Pitec - was nicht mehr als 2-3 Bauernhöfe sind - beginnt dann der Nationalpark und der eigentliche Trek zur Laguna. Ein Parkwächter erwartet uns auch schon und wir kaufen unsere Parktickets (10 S./).

Jetzt wird's einsam. Wir sind wohl die einzigen die heute den Aufstieg wagen. Der Weg ist steil, aber gut zu gehen und die Blicke auf die weissen Berggipfel sind fantastisch. Einige 100 Höhenmeter vor dem Ziel müssen wir dann noch etwas klettern. Leider gibt es die Sicherungsseile nicht mehr (die Stahlanker sind noch da), was den Aufstieg und später auch den Abstieg stellenweise etwas haarig macht (Aus diesem Grund sollte man die Wanderung auch nicht alleine machen!). Aber der kristallklare Bergsee mit Blick auf den Churup-Gipfel entschädigen dann für alles.

Zurück geht es denselben Weg; hat man erst einmal die Kletterstellen hinter sich gebracht geht es auch ganz flott.

Obwohl wir schon um 7:30 in Llupa gestartet sind, ist es fast drei als wir wieder unten im Dorf sind. Collectivos fahren nur noch spärlich und nachdem wir kurz vorm Ziel einen Minibus abfahren sehen,  bleibt uns nichts anderes übrig als noch eine gute Stunde weiter abzusteigen, um zu einer befahrenen Kreuzung zu kommen, wo mehr Minibusse verkehren. Als wir schliesslich im Minibus sitzen und zurück nach Huarez fahren, merken wir, das wir eigentlich schon in einem Vorort waren. Bis zum Zentrum wo wir aussteigen wäre es nicht mehr weit gewesen.

Egal, der Sol ist es wert und das Bier heute haben wir uns echt verdient.
Mit Schafen & Kühen geht es Richtung Pitec

Immer Richtung Churup Gipfel

Kletterei kurz vor dem Ziel

Zielfoto

Die Laguna mit Blick auf dem Gipfel



Route 2,858,101 - powered by www.wandermap.net

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Donnerstag, 27. November 2014

Zurück in Lima


Nach unserer traumhaften Oase heißt es erst mal zurück nach Lima, um Rachela wieder in den Flieger zu setzen. So kann sie den ersten Advent auf dem Weihnachtsmarkt verbringen.
Unterwegs gibt es noch einen nachmittäglich/abendlichen Zwischenstopp in Pucusana, ein uriges Fischerdorf südlich von Lima (welches aber schon zu Lima gehört).

Hier geniessen wir den Sonnenuntergang von der Terrasse unserer tollen Unterkunft Mirador de Pucusana, verfolgen die Pelikane, essen endlich mal Fisch und wohnen der kleinen örtlichen Prozession anlässlich des hiesigen hl. St. Martin bei.

Zurück in Lima stürmen wir gleich wieder zum Punto Azul, damit auch Rachela noch in den Genuss dieser köstlichen Cebiche kommen kann. Abends wollen Constantin und ich mit unserem vor 4 Wochen erworbenen Halbwissen bzgl. Kneipen in Miraflores trumpfen, stehen aber gegen 22 Uhr leider vor verschlossener Tür. Die tolle schwarze Rockkneipe Crypto hat nicht etwa Ruhetag, sondern sieht dauerhaft geschlossen aus - das schliessen wir aus den amtlich aussehenden großen Klebern an der Tür und lesen irgendwas von Konzession entzogen o.ä....spricht für die Kneipe, aber hätten die nicht warten können, bis wir nochmal da waren?

Nun ja, dann gibt's den letzten gemeinsamen Drink halt in 'ner Chi-Chi Kneipe im Larcomar...sowas werden wir in der Cordillera Blanca, wohin wir von hier aus fahren werden, eh nicht mehr kriegen.




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blogged by Zenzi39

Montag, 24. November 2014

Huacachina - eine wahrhafte Oase


Mittags um 14 Uhr kommen wir in Huacachina an und merken: hier scheint es noch heißer zu sein, als in Nazca. Was soll's...wir müssen uns ja nicht bewegen und niemand scheint das zu tun. Die Sandbuggy-Fahrten und auch die Sandboarder sind lediglich frühmorgens oder später am Nachmittag unterwegs. Von beidem nehmen wir Abstand und schlagen die vielen Angebote müde lächelnd mit Hinweis auf unsere grauen Haare aus.

Unsere Angst, dass wir die halbe Nacht mit Diskogestampfe wachliegen werden ist völlig unbegründet. Auch hier ist absolute Nebensaison, und die einschlägigen Diskos haben gar nicht geöffnet. Ein bisschen enttäuscht bin ich ja schon, aber wahrscheinlich hätte es uns eh nicht gefallen zwischen den 20jährigen bei Elektromukke rumzustehen und uns alt zu fühlen. Und damit wir hier nicht völlig sinnlos rumhängen, belassen es Constantin und ich bei einem Tag am Pool (auch unser billiges Hostel hat einen, aber wir würden niemandem empfehlen da reinzuhüpfen) während wir Rachela auf eine Bootstour zu den Ballestas Inseln schicken.

Erst am zweiten Nachmittag wagen wir den Aufstieg auf eine der Dünen um den fantastischen Sonnenuntergang von hier aus zu sehen. Ganz schön anstrengend, so viel Sand unter den Füßen.

Beim Abstieg schauen wir noch einigen Sandboardern zu, bevor wir den Abend bei Pasta und Bier ausklingen lassen.






Neben Sand und Dünen gabs auch viele Vögelchen in der Oase ...



Sonntag, 23. November 2014

Die Wüste lebt ....ab durch die Wüste


Unser Weg von Cabanaconde nach Nazca ist ein weiter, und wir nehmen erstmalig einen Nachtbus für die 9-stündige Fahrt ab Arequipa (nach 6 stündiger Rückfahrt von Cabanaconde nach Arequipa). Auf der Rückfahrt nach Arequipa sehen wir wieder viele wilde Alpacas oder Vicuna's.

Allen Empfehlungen folgend fahren wir mit Cruz del Sur, die das Thema Sicherheit ganz groß schreiben. Und tatsächlich sieht die Flotte gut in Schuss und recht modern aus. Die Prozedur ähnelt der am Flughafen: Check-In inkl. Gepäckabgabe, Wartelounge, Boarding, Steward, der Essen und Getränke serviert, Kopfkissen und Decke am Platz und On-Board Entertainment, wobei es letzteres quasi auch bei der schrottigsten Busfahrt bisher gab.

Der einzige Grund für den Bus, anzuhalten, ist für den Fahrerwechsel, der jeweils nach 4 Stunden zu erfolgen hat (und auch erfolgt!).

Trotz allem Komfort kommen wir nicht ganz ausgeruht morgens um 6.30 Uhr in Nazca an; vielleicht leisten wir uns für die nächste Nachtfahrt doch den VIP Sitz mit 180° Liegefläche.

Nazca ist natürlich noch ausgestorben, bis auf die Schlepper vorm Cruz del Sur Terminal. Auf dem kurzen Weg zur Plaza de Armas merken wir, dass es definitv noch keinen Kaffee gibt, aber immerhin finden wir ein Hostel in das wir gleich einchecken können.

Rachela organisiert sich gleich den Rundflug, um die Nazca Linien von oben zu bestaunen und zu fotografieren, Constantin und ich belassen es bei einer kurzen Fahrt zum Aussichtsturm, von wo aus die 2 Figuren Baum und Hände zu sehen sind. Zu groß ist unsere Angst vor plötzlicher Übelkeit während des kurzen aber bewegten Rundfluges. Die Temperatur steigt bis mittags auf bisher ungewohnte Höhen an und wir merken, dass wir uns in der Wüste befinden. Dennoch lassen wir es uns nicht nehmen, nachmittags noch zu dem Gräberfeld Chauchilla zu fahren: an diesem präinkaischen Friedhof können einige freigelegte Grabkammern inklusive Mumien und Grabbeigaben besichtigt werden. Sehr bizarr so inmitten der Wüste. Irgendwie scheinen wir seit der 'Church of Bones' ein gewisses Faible für  morbide Sehenswürdigkeiten zu entwickeln - siehe auch 'Lima'.

Den Rest des Abends fragen wir uns warum Nazca, trotz der berühmten Linien, dennoch ein so authentisches Städtchen geblieben ist, das keine allzugroße touristische Infrastruktur (ausser den Agenturen, die Flüge anbieten) hat. Wahrscheinlich dient der Ort vielen lediglich als kurzer Zwischenstopp für einen Rundflug mit anschliessender Weiterreise ins Backpacker-Eldorado Huacachina, eine kleine Oase wie aus dem Bilderbuch, umringt von riesigen Dünen. Immerhin gibt es im Casa de Pisco in Nazca fantastische Drinks: den besten Maracuja Sour in Peru - geschüttelt und nicht im Mixer gemixt!

Vor der Abfahrt aus Cabanaconda warten wir nochmal auf den Condor - ohne Erfolg

wilde Vincunas vor Vulkan

Der 'Baum' vom Aussichtsturm aus (mehr Fotos folgen von Rachela's Flug) 
Die Mumien sind über 1.000 Jahre alt ....

... und wurden 'hockend' bestattet, ausgestopft mit Baumwolle

Leider haben Grabräuber die meisten Gruften geplündert, und so ....

.... liegen überall Knochen und Mumienreste im Sand.


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blogged by Zenzi39

Aktuelles

Schwedens Schätze und Stürme: Ein Tag in Mora und Karlstadt

Ein neuer Tag in Schweden begrüßt uns, und nach einem herzhaften Frühstück in unserem gemütlichen Bed and Breakfast in Mora sind wir bereit ...