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Montag, 13. Juli 2015

Mobile Küche - Der Trangia Sturmkocher


Outdoor Amateure wie wir sind (oder inzwischen auch 'waren') hatten wir natürlich nichts an Camping Ausrüstung bevor wir im Mai Richtung Türkei aufgebrochen sind. Neben einem mobilen Wohnraum (= Zelt) ist natürlich auch die kulinarische (Selbst-)Versorgung wichtig. Ein Kocher und Kochgeräte standen deshalb auch auf unserer Einkaufsliste.


Intensive Internet Recherche ergab hierzu drei Möglichkeiten:
  • Gaskocher
  • Spirituskocher
  • Benzinkocher
Die Motorradgemeinde schwört meist auf Benzinkocher, denn Benzin hat man immer dabei! Mich hatten aber die Berichte zu Verschmutzung durch Ruß und komplizierte Reinigung abgeschreckt. Und nicht zuletzt auch der Preis.

Gaskocher sind billig und überall zu haben. Wir haben uns aber auch dagegen entschieden, weil passende Gaskartuschen eben nicht überall zu haben sind und weil die Leistung des Gaskochers auch stark Temperatur und Höhenabhängig ist (beides wäre aber für uns kein Problem gewesen).

Unsere Entscheidung viel auf das Trangia Sturmkocher Set. Da ist alles mit dabei: Kocher, 2 Töpfe, Pfanne/Deckel und Windschutz. Der Betrieb mit Spiritus versprach auch Vorteile, weil Sauber, gleichbleibende, gute Brennleistung und Wartungsfrei. Zugegeben auch der erfahrene Verkäufer von Lauche & Maas hatte seinen Anteil an unserer Entscheidung - er hat uns sofort als Anfänger erkannt und den Trangia als einfachstes Gerät empfohlen.

Und wir haben die Entscheidung auch nicht bereut. Der Sturmkocher hat uns auf unserer gesamten Reise warme Speisen zubereitet, hat immer funktioniert und war tatsächlich einfach zu handhaben. Nur eine Kleinigkeit hatten wir nicht bedacht: Den Brennstoff.

Es war tatsächlich nicht einfach in der Türkei und im Iran Brennstoff, sprich Spiritus oder Alkohol aufzutreiben. Anders als bei uns, führen normale Läden, Supermärkte oder Drogerien keinen Brennspiritus. Wir haben mit freundlichen Türken so manche Stadt nach Ethanol abgeklappert - ohne Erfolg. Erst in Van hatten wir dann Glück und haben Spiritus in einer Art Tee, Kräuter und Duftöl Geschäft gefunden (unter dem Ladentisch allerdings).

Zum Glück waren wir ab Kappadokien mit Ralf unterwegs, der einen Benzinkocher dabei hatte. Das Teil hat dann auch wirklich ordentlich Leistung gegeben (deutlich mehr als unser Trangia) war aber auch schwieriger zu regulieren ("Der Reis ist fertig ... Ähh verkocht .. Ähh angebrannt") und tatsächlich auch eine rußige Angelegenheit.

Klein und Handlich Verpackt - Unser Trangia Kocher

Kocher, Windschutz und Töpfe/Deckel

Die komplette mobile Küche verpackt in der Faltschüssel

Spagetti für 3 - kein Problem!


Wir werden trotzdem erstmal bei Trangia bleiben und in Zukunft einfach genügend Sprit mitnehmen, bzw. uns vorher Schlau machen wo man im Ausland Spiritus bekommt und wie das Zeug da heisst (selbst im Iran gab es Spiritus, man musste nur wissen nach was man fragt).

Tipp: Wir haben das Trangia Set mit Non-Sticky Beschichtung gekauft. Funktioniert auch super. Allerdings ist die Beschichtung sehr dünn und anfällig und mag das Gerüttel im Motorradkoffer nicht. Nächstes mal würde ich die Standard Ausführung nehmen.

Tipp 2: Im Internet gibt es jede Menge Foren zum Thema Brennstoff für den Trangia. Hier findet man auch die Bezeichnungen und Marken in den verschiedenen Ländern (und wie schwierig es ist Brennstoff zu bekommen). Zum Beispiel:


Update: Auf unserer Trekking Tour in Patagonien (W- und O-Trek im Torres del Paine National Park) hatten wir einen Gaskocher. War auch das einzige was man dort benutzen durfte. Hat prima funktioniert und ich muss gestehen Gas hat einige Vorteile:
  • Der Brenner selbst ist extrem klein und leicht
  • Eine große Kartusche hat uns für 9 Tage bzw. 16x warm kochen locker gereicht (ist noch was drin)
  • Die Handhabung ist super einfach
  • Die Leistung ist besser als beim Trangia
  • Die Regulierung ist besser als beim Trangia & Benzinkocher
  • Allerdings nehmen die Kartuschen viel Platz weg.
  • Man braucht einen Windgeschütze Stelle oder einen transportablen Windschutz, sonst bläst einem das kleinste Lüftchen die Hitze weg.
Ich denke wir werden den Gasbrenner in Zukunft einfach auch mit dabei haben - wiegt ja nix und nimmt kaum Platz weg, als Alternative zum Trangia.
 
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Sonntag, 15. Februar 2015

Bariloche - practical information about buses, fares and hiking


Bariloche. a must see on your trip through the argentinian lake district.

Here is some practical information on how to get in and around:

Getting in by bus:

You'll get to the bus terminal, which is a little off the city centre. There are plenty of urban busses going to the city centre, best options being #10, 20, 21 and CATEDRAL. However you need to have a bus pass (tarjeta) of the bus company to pay for the bus. These are not sold at the bus terminal, only at a kiosco in the city center, which is at the central bus stop close to Moreno 320 (next to Super UNO supermarket). So, in order to get onto a bus you have several options:

  • talk the bus driver in letting you board and pay him cash (worked for us at 11pm, we payed $10 each (normal fare is $6)
  • ask other people at the bus stop if they have a bus pass with enough money on it to pay for you and pay them cash; make sure you get the bus ticket as proof of payment!
  • talk the bus driver in letting you board the bus without paying but then asking other people that board the bus if they are willing to pay for you with their card and pay them cash; make sure to get the bus ticket as proof of payment!

Getting around:

The public transport system with busses is very good; make sure you buy your rechargable bus pass (tarjeta) asap at the kiosco at Moreno 320 (next to Super UNO supermarket) and charge it! You can check bus lines and schedules online at www.3demayobariloche.com.ar.

Tipp: the CATEDRAL bus can be payed in cash! Fare from city centre to CATEDRAL: $10.

Trekking and hiking:

Secom veral good 1/2 day, 1 day or multi day hikes can be started out of Bariloche. Check out www.trekbariloche.com for detailed information on options.


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Donnerstag, 12. Februar 2015

Wanderungen in Ushuaia


Auch am Ende der Welt, in Feuerland kann man tolle Wanderungen machen. Von Ushuaia an bieten sich einige schöne Tageswanderungen an, von denen wir euch zwei vorstellen wollen, die wir selbst unternommen haben.

Wanderung zur Laguna Esmeralda

Die Wanderung zur Laguna Esmeralda kann auch gut an einem Vor- oder Nachmittag gemacht werden. Sie dauert nur ca. 3h - Hin und Zurück. Man muss allerdings zum Ausgangspunkt, dem Valle de Lobos kommen. Das geht am einfachsten per Bus (Bus Regulares am Hafen, 200 AR$ Zurückticket) oder - wie wir das gemacht haben - per Autostopp. Dann stellt man sich am besten an die Av. Magellan. Bei uns hat es jeweils ca. 15min gedauert, bis wir eine Mitfahrgelegenheit hatten. Die Fahrt selbst dauert ca. 20-30min.

Beim Valle de Lobos, dann nicht Richtung Husky Schule (großes Schild) gehen, sonderm vom Parkplatz direkt an der Strasse aus loslaufen. Am linken Ende gibt es ein Schild das den Weg weist. Ab da ist alles vorzüglich ausgeschildert und blau markiert. Zur Not gibt's ja unsere GPS Route zum download bei Wandermap.net.
Route 2,898,471 - powered by www.wandermap.net

Bergpanorama und Biberschäden

Noch 500m bis zur Laguna


Wanderung zum Martial Gletscher

Zum Martial Gletscher gelangt man indem man vom Zentrum in Ushuaia Richtung Skigebiet geht bzw. zum Hotel 'Ushuaia Altos' das mit seinen Ausmaßen und grünem Dach von überall her gut gesehen werden kann. Dort geht dann der leicht zu erkennende und gut markierte Pfad los. Zuerst parallel zum Skilift, dann weiter immer nach oben. Dauer ca. 5h Hin und Zurück.

Den Lehrpfad, der einiges über die Natur und Geschichte von Feuerland erklären soll (so steht's in unserem Wanderführer) haben wir allerdings nicht gefunden - trotz Schild das darauf hinweist. Auch andere Wanderer die wir gefragt haben, haben vergeblich gesucht. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.

Route 2,898,475 - powered by www.wandermap.net

Blick auf Ushuaia

Eiskalte Gletscherbäche

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Jetzt wird's kalt - Nach El Chalten in den Parque Nacional los Glaciares


Oh ja, die Fahrt hierher ist nicht sonderlich toll...wir haben inzwischen gemerkt, dass Patagonien, ausser den Nationalparks, wenig abwechslungsreich ist. Darum ist die 12stündige Fahrt nach Rio Gallegos auch genauso öde wie andere Busfahrten hier unten. Für Abwechslung sorgt natürlich immer wieder der Grenzübergang (Argentinien-Chile, mit Obst- und Drogenhund im Bus und 5 Stunden später wieder Chile-Argentinien; das gibt viele Stempel im Pass)....und diese Abwechslung heißen wir nicht willkommen, sondern fragen uns, warum es hier kein Sonderabkommen gibt, oder so 'ne Art Transitstrecke oder so....aber mei, dafür müssten sich die Nationen wohl verstehen, und wir wir von unserem Tramperpapa in Ushuaia gelernt haben, mag man sich hier nicht....Immerhin sehen wir bei der Fährfahrt über die Magallan-Strasse ein paar der berühmten Skunk Delfine (weil die so lustig schwarz-weiss sind), die eine Weile am Boot entlangschwimmen. Im unspektakulären Rio Gallegos legen wir einen Übernachtungsstopp ein; von hier geht es morgens weiter nach Calafate, wo wir nach schlappen 3 Stunden Aufenthalt schon weiter nach El Chalten fahren können; um 19 Uhr am Samstag Abend sind wir also nach 2 Tagen Busfahrt endlich am Ziel in El Chalten.
 
El Chalten ist ein kleines Bergdorf, das gar nicht so aussieht....die Gegend bis kurz vorher ist nämlich eine Ebene, lediglich links und rechts von El Chalten geht es bergig in die Höhe und der berühmteste der Berge, der Fitz Roy, ist schon bald zu sehen. Hier wollen wir wieder ein paar Tage Trekken; zu den Basislagern des Fitz Roy soll es gehen, so steht's im Rother Wanderführer geschrieben. Also lassen wir uns erst mal von den Verleihpreisen schocken (wir dachten ja mal, dass Chile teurer sei, als Argentinien....ganz falsch) und leihen ein Zelt zum mehr als doppelten Preis als beim letzten Trek. Zum Glück haben wir uns noch in Calafate im Supermarkt mit Nahrungsmitteln eingedeckt, hier ist die Auswahl recht mau und selbstredend viel teurer. So ausgerüstet können wir schon am Sonntag Nachmittag starten; unser erstes Ziel ist die Laguna Torre. Hier sind wir nach knapp 3 Stunden, bauen unser Zeltlein auf und geniessen die Sonne. Den Ausblick zum Gletscher und zu den Torres trüben später dichte Wolken. Das macht nix, Constantin kann ja zum Sonnenaufgang wieder am See stehen, um das Traumpanorama ohne Wölklein am Himmel zu fotografieren. Im Schatten merken wir aber schon abends, wie empfindlich kalt es hier nachts sein wird, definitiv kälter als im Torres del Paine NP....also früh ins Zelt und schön einmummeln.
 
Constantin steht tatsächlich brav auf, die Sonne scheint und wir sind bald gewappnet für die 2. Etappe, die wieder nur knapp 3 Stunden dauern wird. Bei Ankunft am nächsten Campingplatz (Poincenot) ist die Sonne allerdings schon wieder verschwunden und ein kaltes Lüftlein weht. Nix für uns; nach einem warmen Süpplein wollen wir uns schon zur Siesta ins Zelt verkriechen, als die Sonne doch noch ein Erbarmen hat und nochmal rauskommt....aah so ist's fein.
 
Wir steigen in der Nachmittags-Sonne zur Laguna de los Tres auf, die direkt unterhalb des Fitz Roy liegt. Der ist heute meistens auch nur teilweise von Wolken bedeckt und darum sehr beschaulich. Diese Nacht wird's schon arg stürmisch und entsprechend kälter. Morgens frieren uns beim Blick auf den wolkenfreien Fitz Roy (wir haben uns den nochmaligen Aufstieg erspart, der Blick vom Campingplatz ist auch super) wie schon am Vortag fast die Finger ab. Die weitere Strecke zur Hosteria El Pilar ist nochmal recht schön, mit tollen Blicken zum Gletscher Piedras Blancas, aber bei Ankunft an der Hosteria ist nix mehr von Sonne zu sehen, nur noch starker kalter Wind zu spüren und die Entscheidung fällt: Wir trampen von hier aus zurück nach El Chalten anstatt in 3 Stunden zum letzten Campingplatz zu einer weiteren kalten Nacht zu wandern. Das schönste haben wir eh schon gesehen, bestätigt uns auch unser späterer Fahrer.

Und weil es von hier am Mittwoch keinen Bus nach Bariloche, unsere nächste Station, gibt, fahren wir am gleichen Tag (Dienstag) spätabends um 23 Uhr gleich weiter. Den Nachmittag hängen wir im Hostel ab, wo wir netterweise auch noch duschen dürfen. Erst sitzen wir noch in der Sonne, dann in der Sonne mit dem vom Wind aus den Bergen herwehenden Regen, spüäter regnet es auch hier - ja, wir bereuen unsere Entscheidung nicht, jetzt hier und nicht mehr in der Wildnis zu sein. Diese Nacht wird bestimmt noch viel Kälter....Eine weitere, diesmal 24stündige Busfahrt liegt vor uns, das letzte Stück (bei Tag) soll landschaftlich sehr reizvoll sein, entlang der berühmten Route 40. Wir sind gespannt. 

Sonnenaufgang an der Laguna de Torres

Fitz Roy in Wolken

Am ersten Tag schien noch die Sonne

Wasser gibts direkt aus dem Gletscherbach

Immer wieder Gletscher

Dieser hier hat richtig gehend posiert 

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Montag, 9. Februar 2015

Bariloche - Alpenoptik, norwegische Fjordlandschaft und Bambuswälder


Bariloche: alle schwärmen davon, die Schweiz Argentiniens, inmitten traumhafter Seenlandschaft, da muss man einfach hin. Unsere 24stündige Busfahrt von El Chalten entlang der Ruta 40 ist leider nicht so bombastisch wie erwartet. Lediglich zum Ende hin wird es richtig bergig und schön seeig, aber halt auch dunkel.

In Bariloche selbst finden wir die vielen Alpenoptik-Restaurants und andere Gebäude lustig, es gibt Gulasch mit Spätzli, Fondue in allen Varianten, Knackwurst, Sauerkraut, Schweinshax'n, und und und...Strudel.

Ausserdem quillt Bariloche regelrecht über in Cerveca Artesanal (Hausbrauereien) und Schokolade. Auch wir erfreuen uns an den leckeren Bieren (obwohl wir natürlich vom Bier 'Estilo Kölsch' die Finger lassen!), aber auch an der traumhaften Landschaft mit tollen Wandermöglichkeiten.

Eine kleine Wanderung führt uns zum Cerro Llao Llao, ein kleiner Hügel mit fantastischem Panorama über die norwegisch-fjordig anmutende Seenlandschaft drumherum, ein andermal steigen wir zum Refugio Frey auf, einem Kletterparadies und auch für uns eine tolle Wanderung. Siehe www.trekbariloche.com für mehr Informationen zu Wandermöglichkeiten.

Bariloche ist übrigens nicht nur für Backpacker ein Reiseziel, sondern auch beliebte Ferienregion für Argentinier und Chilenen, die hier ihre Sommerferien verbringen, entweder in einer der vielen Ferienwohnungen/Cabanas oder im eigenen Ferienhaus.


Blick in die Fjord Landschaft vom Llao Llao
Selfi auf dem Llao Llao
Blick auf die Laguna des Refugio Frey

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Samstag, 31. Januar 2015

Der O-Trek und W-Trek im Torres del Paine Nationalpark


Im Torres del Paine National Park gibt es drei grosse Wanderwege: Der W-Trek geht einige der schönsten Aussichtspunkte in Form eines 'W's ab. Der O-Trek umrundet das Paine Massiv und kann mit dem W-Trek zu einem kompletten Kreis vollendet werden, auch Sendero Circuito Grande genannt. Entschliesst man sich den Park über das Besucherzentrum im Süden zu verlassen (oder dort zu starten) dann geht man schliesslich auf dem Q-Trek.

Es gibt viele Empfehlungen welches die besten Routen sind, ob von Ost nach West oder von West nach Ost, wo starten, wo aufhören. Wir haben uns für den klassischen O-Trek von Ost nach West (gegen den Uhrzeigersinn) mit anschließendem W zurück zum Ausgangspunkt beim Hotel Torres entschieden.

Und so sah dann unsere Tour aus:

Von Punta Arenas in den Torres del Paine Nationalpark


Punta Arenas finden wir richtig schnuckelig. Auch ohne großartige touristische Attraktionen dient es uns als Ausgangsbasis für die Vorbereitung unserer Trekkingtour durch den Torres del Paine Nationalpark. Im gemütlichen Hostel Independencia (das uns zunächst wie der Geheimtipp vorkommt, bis wir einen Lonely Planet aufschlagen und feststellen, dass es dort - natürlich - gelistet ist) treffen wir viele andere Reisende, die schon im Park waren. Alle erzählen uns, dass es ganz einfach ist, sowohl den O- als auch den W-Trek alleine zu machen. Darum entscheiden wir schnell, die ganze Runde (O von Ost nach West mit anschließendem W von West nach Ost zu gehen). Wir kaufen uns Isomatten und einen Gaskocher, leihen uns ein Zelt und einen warmen Schlafsack aus und kaufen das Essen ein. Das ist gar nicht so einfach, wenn man sowas noch nie gemacht hat und auch gar nicht genau weiß, wie lange man unterwegs sein wird. Darum hat Phoney hierzu gleich einen separaten Blog verfasst mit Tipps aus unseren Erfahrungen.

Und schon kann es losgehen. In 9 gemütlichen Tagen bewältigen wir das O mit anschließendem W und je leichter der Rucksack wird, um so mehr genießen wir diese Wanderung. Besonders die Strecke entlang des Grey Gletschers ist traumhaft schön. Wir empfehlen allen, sich hier die Zeit für relativ kurze Etappen zu nehmen, damit man abends auch noch die verschiedenen Aussichtspunkte entlang des Gletschers geniessen kann.


Anfangs denken wir noch, dass wir viel zu viel zu Essen dabei haben und tischen entsprechend ordentlich auf, damit die Rucksäcke, unter denen unsere Schultern und der Rücken arg leiden, schnell leichter werden....und so kommt es, dass wir letztendlich genau richtig eingekauft haben und die Vorräte am Ende des Treks tatsächlich fast alle alle sind.

Eine ausführliche Beschreibung des Treks finden die Interessierten später dann in einem extra Blog.

Nach 8 Nächten im Zelt freuen wir uns, endlich wieder in einem Bett zu schlafen, auch wenn das zunächst 'nur' in einem Dorm in einer Absteige von Hostel in Puerto Natales ist. Noch mehr freuen wir uns, dass wir tatsächlich wieder ohne Reservierung im Hostel Independencia in Punta Arenas das gleiche Doppelzimmer kriegen wie vor dem Trek. Hier bleiben wir gerne nochmal 3 Nächte, um endlich auch das Museo Salesiano zu besuchen und unsere Weiterfahrt am Sonntag nach Ushuaia zu buchen.





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The O- and W-trek in Torres del Paine nationalpark Chile


In Parque Nacional de Torres del Paine there are two major treks: The W-trek brings you to some of the nicest viewpoints, the longer O-trek, also called sendero circuito grande, leads you in a circle around the Paine mountains. There are many recommendations how to do either trek in the best way, here's what we did:


Donnerstag, 29. Januar 2015

Trekking Tipps für Torres Del Paine



Wir hatten anfangs großen Respekt vor dem Trekking im Torres Del Paine Nationalpark vor allem, weil wir noch nie mit Zelt und Kocher gewandert sind. Außerdem liest man immer wieder – z.B. in Reiseführern – dass man einen Führer braucht, gute Wanderkarten und viel Erfahrung. Speziell auf dem O-Trek. Alles Quatsch. Sowohl der O, als auch der W (oder die Kombination aus beiden) sind einfach zu gehen, alles ist gut markiert und die Karte die man am Eingang bekommt reicht völlig. Wirklich anstrengend ist nur das Tragen der Ausrüstung, aber die wird ja mit jedem Tag leichter. Also auf zum Trekken in den Torres Del Paine Nationalpark.

Montag, 5. Januar 2015

Abschied von Cuenca - Baños ist völlig überbewertet


Nach fast 3 Wochen in Cuenca heißt es endlich Abschied nehmen. Noch nicht ganz von Silvester erholt machen wir uns am Freitag früh auf nach Baños, auch wenn wir nicht vorhaben, in die dortigen Baños, d.h. Thermalbäder, zu gehen. Dazu hätten wir auch nach Baños bei Cuenca gehen können, was wir auch nicht gemacht haben...wir haben ja noch nicht mal Badehose und Bikini dabei.

Nein, wir wollen auch nicht an einer der vielen dort angebotenen Outdoor Aktivitäten wie Rafting, Ziplining, Canyoning, usw. teilnehmen. Das haben wir doch schon alles gemacht und grad keinen Bock drauf. Wir fahren da einfach aus dem Grund hin, weil es auf der klassischen Backpackerroute durch Ecuador liegt und es dort von der Natur so toll sein soll.

Wir kommen Freitag Abends an, stellen fest, dass hier Neujahr wohl noch lange nicht vorbei ist, so viel wie hier los ist und suchen uns leicht entnervt eine Unterkunft. Tatsächlich haben wahnsinnig viele der noch wahnsinnig mehr Hostels nix mehr frei, aber wir finden noch 2 Betten im netten 'Great Hostel Backpackers Los Pinos'. Ja, erstmalig schlafen wir im Schlafsaal; der hat allerdings nur 5 Betten mit eigenem Bad, ist also nicht so schlimm. Weil es so spät ist, gehen wir ins Zentrum zum Essen, nur um zu realisieren, dass natürlich alle anderen auch was essen wollen. Sowas habe ich noch nie erlebt: Dass in einem Ort mit völligem Überangebot an Unterkünften und Restaurants, weder das eine, noch das andere zu finden, weil alles völlig überfüllt ist. Verhungern müssen wir natürlich trotzdem nicht, aber ein gemütliches Abendessen sieht sicherlich anders aus. Auf die lange Kneipen- und Diskonacht verzichten wir lieber.

Samstag machen wir die nette Wanderung zu den Aussichtspunkten Bellavista und Mirador de la Virgen; von oben sollten wir eigentlich auch einen der Vulkane sehen, aber es ist sehr wolkig und nieselig...darum wird das nix. Was solls. So toll ist weder die Wanderung noch die Aussicht um Baños; wir chillen den Nachmittag einfach im Hostel und planen die Weiterreise am Folgetag nach Quito. Das ist auch gut, denn morgens liegt ein dicker Regen- und Wolkenschleier über Baños. Es sieht so aus, als hätten wir das Beste aus unserem kurzen Abstecher dorthin gemacht. Allerdings können wir uns kaum vorstellen, hier 1 Woche zu bleiben, aber mei, die Geschmäcker sind halt unterschiedlich. Und für alle, die noch nicht mit dem Quad oder Raft gefahren sind oder über eine Schlucht geflogen sind, ist dies sicherlich ein guter Startpunkt.





Route 2,878,232 - powered by www.wandermap.net

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Dienstag, 30. Dezember 2014

Parque Nacional Cajas - 2 Wanderausflüge ins Hochmoor


Nachdem wir den 1. Weihnachtsfeiertag zur Erholung vom für uns anstrengenden hl. Abend nutzen (immerhin sehen wir bei unserem Spaziergang nachmittags einen zweiten Weihnachtsumzug am Fluss), fahren wir erst am 2. Weihnachtsfeiertag endlich in den Cajas Nationalpark. Dieser Park ist quasi DIE Attraktion in der Gegend um Cuenca herum, mit einer fantastischen Seenlandschaft auf ca. 4000m inmitten von grünen Hügeln...nun ja, abgesehen von den Inka Ruinen Ingapirca, die wir erst gar nicht besuchen wollen, und einigen netten Dörflein mit hübschen Märkten, z. B. Chordeleg und Paute.

Wir sitzen pünktlich wie die Deutschen 8.30 Uhr im Bus der Cooperativa Occidental am Terminal Terrestre (oder auch Terminal Norte), fahren aber nicht so pünktlich ab. Am Terminal Sur hält der Bus nochmal an, um voll geladen zu werden (mit Menschen und mit allem möglichen, das im Gepäckraum verstaut wird), so dass wir dort erst gegen 9.20 Uhr abfahren. Immerhin dauert die Fahrt zur Laguna Torreador nur knapp 1h. Dort wundern wir uns zunächst über die vorgeschlagenen Wege inkl. km und Zeitangaben: Wer braucht schon 4 Stunden für 4km? Wir werden sehen.

Wir entscheiden uns, zunächst den grünen Weg #2 zu gehen, da er auf einen kleinen Hügel am See raufführt. Am Gipfel wollen wir umdrehen, um unten am See wieder auf den rot markierten Weg #1 zu stossen, der uns relativ eben in einem großen Bogen zurück zur Strasse führen wird.

Es ist die ganze Zeit eine schöne moorig neblige Stimmung und wir sind froh, dass wir Wanderstiefel anhaben, so moorig matschig wie das hier ist. Nach dem Abzweig unseres Weges vom Weg #1 geht es teils recht steil und rutschig nach oben. Einige Kletterstellen müssen überwunden werden, immer alles gut rutschig. Nach knapp 1,5h oben angekommen entscheiden wir, dass wir diesen Weg auf gar keinen Fall runter gehen wollen, erst recht nicht im jetzt einsetzenden Nieselregen, der uns eh schon das Mittagspicknick verwässert. In der Hoffnung auf einen nicht ganz so steilen Abstieg folgen wir also dem Weg #2, der auf der anderen Hangseite tatsächlich nicht ganz so steil, aber immer noch matschig und rutschig runterführt. Teils müssen wir den Weg ganz schön suchen, aber im Grund genommen ist es klar, wo es lang geht, die Strasse ist immer in Sicht.

An einem kleinen See unten angekommen verlassen wir den grünen Weg und folgen einem kleinen abfliessenden Flüsschen Richtung Laguna Torreador; hier stossen wir auf den Rundweg um den See und kommen tatsächlich nach 4 sehr gemütlichen Stunden wieder am Ausgangspunkt an.

Und weil wir doch auch noch Weg#1 gehen wollen fahren wir 2 Tage später gleich wieder in den Park und rutschen Weg#1 entlang. Ja, auch dieser Weg ist sehr rutschig, aber landschaftlich fast noch schöner als Weg#2. Es geht immer wieder etwas rauf und runter, so dass wir schnell die Strasse gar nicht mehr sehen, nur noch hügelige Seenlandschaft vor, unter und um uns herum. Heute regnet es von Anfang an immer wieder, aber dieser Niesel passt hervorragend in diese Landschaft und stört uns nicht wirklich.

Irgendwann kommen wir an einen Abzweig, von dem aus wir die Strasse sehen und an dem ein Schild uns zum Checkpoint Quinoa führt. Da wollten wir eigentlich nicht hin, aber mei, die Richtung passt.

Nach insgesamt knapp 2.5h sitzen wir an einem Bushäusschen am Checkpoint und denken, dass der nächste der vielen Busse, die hier vorbeifahren uns mitnehmen wird....Pustekuchen, der hält noch nicht mal an. Beim nächsten Bus sind wir immerhin schon zu viert, aber auch dieser will nicht halten. Und nochmal einer fährt einfach durch.....jetzt werde ich aber langsam sauer. Wir erfahren, dass die Langstreckenbusse von Guayaquil hier nicht anhalten (dürfen/sollen), lediglich die von Occidental, aber so einer kam ja noch nicht.

Die inzwischen 4 anderen Wartenden teilen sich ein Taxi zurück nach Cuenca aber kurz später fährt der nächste Bus immerhin langsamer, öffnet die Tür und erklärt, er sei voll. Zum Glück haben der Cobrador und der Fahrer dann doch Mitleid mit uns nassen Hascherln, nachdem ich ihnen unsere Misere erkläre, und auch wir kommen wieder zurück nach Cuenca.







Die GPS Routen gibt es wie immer bein Wandermap.net
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Sonntag, 14. Dezember 2014

Wanderung zum Wasserfall von Vilcabamba - Wegbeschreibung


Ausgangspunkt für diese Wanderung ist eine kleine Kapelle am Ende des Camino de Servidumbre. Von hier aus folgt man für ca. 20-30 Minuten der Strasse, bis man zur Betonbrücke kommt die über den rechter Hand fliessenden Fluss führt (Achtung, nicht die Holzbrücke nehmen die ein paar Meter weiter vorne kommt). Nach der Brücke geht es einige Meter Flussabwärts bis der Weg zum Wasserfall links weggeht.

Der Pfad geht stetig bergauf. Nach ein paar Minuten kommen linkerhand einige Cabanas, hier rechts halten. An manchen Stellen erkennt man rote Markierungen, die den weiteren Wegverlauf kennzeichnen.

Weiter oben beginnt Weideland und es folgen vier eiserne Gatter durch die der Weg führt. Durch das erste Gatter geht man nach links durch. Mit dem dritten Tor hat man den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Ab hier geht es sanft bergab bis zum letzten Gatter, wo der Fluss überquert wird.

Jetzt folgt ein steiler Abstieg zum Wasserfall.

Zurück folgt man demselben Weg. Die Wanderung dauert ca. 4h (2h hin, 1,5h zurück und Pause beim Wasserfall). Je nachdem wo man in Vilcabamba wohnt muss man noch mit 30 - 45 Minuten zum Ausgangspunkt rechnen (ganz faule nehmen sich ein Taxi dahin).

Die Route ist auch eine beliebte Reitstrecke (Stichwort "Werde eins mit der Natur auf dem Rücken eines Pferdes - $49, conditions apply).

Bei der Kapelle geht's los 
Am ersten Tor rechts dem breiten Pfad folgen

Am Ziel: Cascada de Vilcabamba



Route 2,866,705 - powered by www.wandermap.net
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Samstag, 6. Dezember 2014

Wanderung zur Laguna 69 - ohne Tour, auf eigene Faust


Neben dem Santa Cruz Trek ist die Wanderung zur Laguna 69 wohl die bekannteste Tour in der Cordillera Blanca. Jeder Touranbieter hat den Ausflug im Programm und in unserem Hostal in Huraz klingelt jeden Morgen punkt 5:30 der Laguna 69 Bus, um die Teilnehmer abzuholen.

Wir wollen die Tour aber von Caraz aus machen und dort findet sich - obwohl es viel näher ist als von Huraz - kein Touranbieter. Egal, ohne Tour ist das ganze eh viel schöner, weil man selbst bestimmt wie viel Zeit man wo verbringen will.

Vor Caraz nehmen wir drei (Florence ist wieder mit dabei) ein frühes (6:20 Uhr) Collectivo nach Yungay. Dort warten auch schon wahlweise Taxis und Collectivos, die zum National Park in dem die Lagune liegt fahren. Eine Fahrt im Collectivo kostet pro Person einfach S./15, das Taxi, inkl. ausreichend Wartezeit und Rückfahrt S./120. Wir entscheiden uns für das Taxi, weil es am Ende nur 10 Soles pP mehr kostet als mit dem Collectivo. Dafür fahren wir sofort ab und sind komfortabler und schneller unterwegs. Ein weiterer Nachteil der Collectivos ist, dass sie nur bis ca. 15 Uhr zurück fahren. Wenn man Pech hat steht man nach getaner Wanderung an der Strasse und kein Collectivo ist da um einen zurück nach Yungay zu bringen.

Die Fahrt bis zum Ausgangspunkt des Treks dauert knapp 1,5h, immer stetig in Serpentinen die ungepflasterte Strasse hoch. Beim Büro der Parkranger kaufen wir unsere Nationalpark-Tickets (S./10).

Der Trek startet mit einem kurzen Abstieg in ein ausgedehntes Tal in dem das Wasser aus der Lagune für reichlich Weidegrund für jede Menge Kühe sorgt, die einem dann auch bis kurz vor der Lagune überall begegnen. Die Kühe scheinen auch lieber auf dem guten Wanderweg zu gehen, als durch die Pampa.

Nach ca. 3km kommt dann der erste Anstieg Richtung Lagune, die auf knapp 4.600m liegt. Insgesamt gilt es rund 730 Höhenmeter zu bewältigen. Die Aufstiege sind aber einfach und gemächlich. Ohne die dünne Luft hier oben wäre es ein Voralpen Spaziergang.

Das wir nicht in den Alpen sind merkt man außer am schweren Atem (vor allem Florence, die noch nicht akklimatisiert ist und auch noch nicht auf dieser Höhe wandern war) auch an den 6tausender Gipfeln die immer mal wieder durch die Wolken blitzen: Schneebedeckt und eingerahmt von Gletschern steigen sie fast senkrecht hinter der Lagune auf, die wir nach gemütlichen drei Stunden Gehzeit erreichen (ist aber auch in 2.5 h gut machbar, wenn man gut akklimatisiert ist).

Wir genießen für einige Zeit den Blick auf die Gipfel, das kaltblaue Wasser der Lagune und die sich ständig ändernde Aussicht, verursacht durch die vorbeiziehenden Wolken. Hier oben ist es recht frisch und beim Vesper haben wir alle Lagen an, die wir dabei haben.

Wir machen uns auf den Rückweg, als die ersten Tour-Touristen (wahrscheinlich aus Huaraz) ankommen. Der Rückweg geht schnell, schon nach knapp 2 Stunden sind wir wieder an der Strasse auf der unser Taxifahrer auf uns wartet. Es ist jetzt 14.30 Uhr, und das wahrscheinlich letzte Collectivo des Tages fährt just dann an uns vorbei.

Wir denken, die Tour mit dem Collectivo zu machen ist eine unsichere Art, besonders wenn man nicht alleine unterwegs ist; für uns wäre es sehr knapp geworden und wir hätten sicher nicht so viel Zeit an der Lagune verbracht. Nachdem das Collectivo auch randvoll war, ist fraglich, ob wir mit dem überhaupt zurückgekommen wären. 



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Route 2,860,914 - powered by www.wandermap.net
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Aktuelles

Schwedens Schätze und Stürme: Ein Tag in Mora und Karlstadt

Ein neuer Tag in Schweden begrüßt uns, und nach einem herzhaften Frühstück in unserem gemütlichen Bed and Breakfast in Mora sind wir bereit ...