Auf nach Saigon - 2 Tage Touri Tour im Mekong Delta

Den Weg nach Saigon buchen wir als 2 Tage / 1 Nacht Tour, die uns alles liefert, was wir machen wollen, ohne dass wir jedesmal mühsam suchen und verhandeln müssen: kleine Bootsfahrt in Chau Doc mit Besuch einer Fischfarm und dem anderen Cham Dorf mit seiner Moschee, Fahrt zum Sam Mountain dann nach Can Tho, dort Bootsfahrt zum Floating Market, dem größten in der Gegend, Besuch einer Reisnudel- und Reisfabrik (naja, das war nicht wirklich ein Muß für uns, aber jetzt haben wir das auch mal gesehen) und die Fahrt nach Saigon, wie alle immer noch zu Ho Chi Minh Stadt sagen. Als Gag entscheiden wir uns für eine Homestay Übernachtung, anstatt in Can Tho im Stadt Hotel zu übernachten.

Abgeholt werden wir mit einer Rikscha, die ohne Probleme uns beide samt Gepäck zum Bootsanleger fährt. Dort treffen wir die anderen aus unserem Hotel wieder, die zeitgleich mit uns mit einem großen Bus abgeholt wurden. Koordination ist alles!

Nebst uns warten noch gefühlt 100 andere Touris auf die Abfahrt ihres Bootes. Ein Teil ist auf dem Weg nach Kambodscha, andere auf dem direkten Weg nach Saigon. Um den Besuch der lokalen Fischfarm und des Cham Dorfes scheint wohl niemand rum zu kommen. Irgendwann löst sich das Riesen Chaos mit Beladung der unterschiedlichen Boote auf, wir lassen uns durch die Gegend tuckern (auf dem letzten und kleinsten Boot, zu meiner 'Freude') und lauschen brav den Ausführungen unseres Guides.

Nach Boot kommt Bus dann Aufstieg zur Bergpagode am Sam Mountain und irgenwann sind wir tatsächlich im fast leeren Bus auf dem Weg nach Can Tho. Wir sind die einzigen, die dort aussteigen und werden mit Moto Taxis (!!!) zu unserer Homestay Unterkunft gebracht.

Ich weiss nicht, was für mich schlimmer ist: eine Bootsfahrt in einer Nussschale oder die Fahrt auf dem Moto. Alles natürlich mit Gepäck. Meine kleine Fahrerin kann kaum über den meinen Rucksack, der vor ihr ist, hinausblicken und kommt auch nicht wirklich auf den Boden mit ihren kurzen Beinchen. Aber sie folgt dem Meister, der mit Constantin vorfährt, und wir kommen an.

Homestay entpuppt sich als Resort - ähnliche Unterkunft (familiengeführt) in einem kleinen Dorf entlang eines Kanales mit (mal wieder) netten Bambushütten und gemütlichen Hängematten. Sehr schön, definitiv besser als Stadthotel. Wir radeln noch ein bisschen durchs Dorf, zur Freude aller Kinder, die alle ihr englisch probieren wollen, wagen uns an die Milchfrucht ran (sehr lecker) und Constantin geht abends zur netten Friseurin und ersetzt dadurch das abendliche TV Programm. Ich hätte eigentlich Geld fürs Zuschauen kassieren sollen!






Wir sind rechtzeitig zurück im Resort um unsere Frühlingsrollen gemeinsam mit einer weiteren Gruppe von 5 Leuten zu rollen und zu frittieren. Der Rest des Essens steht dann allerdings schon bereit und wir können köstlich futtern und ratschen.

Morgens hoffe ich auf Weiterfahrt mit dem Boot (weil die andere Gruppe auch mit dem Boot weiterfährt und auch zum Floating Market geschippert wird), aber für uns ist wieder Moto geplant. Diesmal fährt Constantin mit der kleinen Frau und wir fahren mitten in einen geschäftigen Markt hinein wo Stop&Go angesagt ist. Kein Wunder dass mein Meister irgendwann anhält, scheinbar auf die kleine Lady wartend, und auf einmal Constantin samt Gepäck neben mit steht. Die Lady hat sich geweigert weiterzufahren und ihn kurzerhand runtergeschmissen. Also weiter zu Fuß durch da Gewühl, was auch nicht langsamer ist als fahrend, und es ist ja nicht mehr weit zum kleinen Bootsanleger wo wir tatsächlich bald auf ein Boot voller anderer Touris steigen können, die wohl im Hotel übernachtet haben.


Diesmal haben wir einen Scherzkeks als Guide; wir lauschen und gucken fleißig den schwimmenden Markt und auch die anderen Touri Boote an. Wir winken der 5er Gruppe, die auf einem anderen Boot vorbeituckert, lassen die Fabrik-Besuche über uns ergehen (nun ja, es war nicht wirklich schlimm) und irgenwann sitzen wir im vollen Bus (komischerweise derselbe wie am Vortag) nach Saigon.

Unser vorreserviertes Guesthouse Diep Anh ist mitten im Backpackerviertel, supernett und für uns luxuriös, hier können wir gut 3 Nächte aushalten.

Ein Video zur Tour gibt es hier: Mekong Tour Video
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blogged by Zenzi39
































Kommentare

Anonym hat gesagt…
Liebe Kerstin, lieber Constantin,
das ist ja eine fantastische Reise, die Ihr erlebt!! Finde ich super!!!
Oft hab ich mich schon gefragt, wie es Dir wohl, liebe Kerstin, geht!!! Wie ich sehe: GUT!!!
Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute, viele interessante und schöne Erfahrungen und ab jetzt lese ich fleißig mit!
Ganz viele liebe Grüße aus Stuttgart wünscht Karin, Marc, Leonie, Marcel und Katze Kira
Anonym hat gesagt…
Liebe Kerstin, lieber Constantin
habe mir gerade eure Bilder der bisherigen Reise angeschaut, einfach super und wunderschön!!
Es ist beneidenswert, wenn man sieht wie schön einfach das Leben sein kann! Das beste Bild ist natürlich für mich das Bild vom 23.04. 2014, hoffe weitere Bilder folgen dieser Art :-) Viel schöne und aufregende Tage wünscht euch weiterhin euer Friseur aus München!!
zenzi39 hat gesagt…
Wow Karin, dass du so mirnichtsdirnichts auftauchst is ja toll. Lies schön weiter es wird bald spannend. Bis bald...

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