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Dienstag, 17. September 2019

Balkan 2019 VII: Durch Kroatien Richtung Heimat

Notebook

Games of Thrones, Inselglück & Winnetou

Die Richtung ist klar "Heimwärts" aber noch ist unsere Tour nicht zu Ende und wir genießen noch schöne Tage in Kroatien, Slovenien und Österreich


Freitag, 13. September
Wir checken aus unserem tollen Apartment aus und zum Abschied gibt es von Jovanna noch ein Andenken in Form eines Küchenmagneten und eine Flasche Wein für uns. Die wird fachgerecht im Flaschenhalter an der BMW gepackt, dann geht es los. Letztes mal sind wir ja eher im Landesinneren gefahren, dieses Mal wollen wir die Küstenstrasse entlang fahren. Unser nächstes Ziel soll der National Park Veliká Paklenica sein, dort wurden einige der Winnetou Filme gedreht. Aber an einem Tag fahren wir da nicht hin, wir sind ja nicht auf der Flucht. Erstmal genießen wir die Küstenstrasse. Nach kurzer Fahrt steht ja gleich die nächste prächtige Küstenstadt auf dem Plan: Dubrovnik. Für einen Abstecher ist es uns aber zu heiß. Außerdem haben wir noch die Horrormeldungen im Ohr, das es seit dem Games of Thrones Filmen noch mehr Besucher an die befestigte Stadt am Meer zieht als sonst. Uns steht der Sinn mehr nach Einsamkeit. Und so biegen wir gegen Abend von der Hauptstrasse ab und fahren auf die Insel Ston, wo wir einen idyllischen Campingplatz direkt am Meer finden. Da unser (weiß)Wein aus Kotor nicht mehr ganz Trinktemperatur hat, bitten wir unsere Platznachbarn den Wein für uns in ihrem Campern zu kühlen. Wir bauen solange in Ruhe unser Zelt auf und kaufen im kleinen Laden auf dem Platz ein paar Sachen zum Essen ein. Es gibt auch ein Restaurant, aber nach dem üppigen Essen in den letzten Tagen ist uns eine selbstgekochte Campingmahlzeit ganz recht. Ich lümmel vor unserem Zelt herum solange Kerstin bei Duschen ist und verpasse dabei das unsere Nachbarn weggehen … MIT KERSTINS WEIN IN IHREM KÜHLSCHRANK. Das löst bei ihrer Rückkehr echte Panik aus und ich suche den ganzen Platz nach ihnen ab. Als das erfolglos bleibt renne ich wieder in den Laden und suche einen gekühlten Weißwein - Fehlanzeige. Eis zum kühlen gibt es auch nicht. Oh mann, da hängt der Zeltsegen erstmal schief. Zum Glück tauchen just in diesem Moment unsere Nachbarn wieder auf - waren nur mal kurz die Beine vertreten - und Kerstin kommt zu ihrem Wein, sogar mit Weinglas. Der Abend ist gerettet und ich muss nicht vor dem Zelt schlafen.

Samstag, 14. September 
Weiter geht es immer an der kroatischen Küste entlang. Überrascht sind wir etwas als wir an die Grenze zu Bosnien Herzegowina kommen - war uns mal wieder nicht bewusst das es deinen mini Küstenabschnitt gibt, der zu Bosnien gehört. Unglaublich wieviele Hotels man auf so wenigen km bauen kann. Ohne große Pausen erreichen wir am Nachmittag unser Ziel Starigrad, das am Eingang zum National Park liegt. Es gibt hier genügend Campingplätze und Pensionen, leider ist nur auch ziemlich viel los und einige Plätze sind uns einfach zu voll (oder nicht schön genug). Wir sind schon etwas verzweifelt, als wir die Panson Michael entdecken. Ein Pension mit angeschlossenem Campingplatz, Meerzugang und Restaurant - genau das was wir suchen. Es gibt sogar einen großen Kühlschrank, in dem wir den kroatischen Pro-Secco kühlen können, den wir direkt vom Erzeuger unterwegs gekauft haben. Nach einem Bad im türkis blauen Meer, genießen wir das lokale Blubberwasser im Sonnenuntergang vor unserem Zelt - so muss Urlaub sein.

Sonntag, 15. September 
Nach zwei Fahrtagen steht heute mal wieder fortkommen zu Fuß an: Wir machen uns auf und erkundigen den nahe gelegenen National Park Veliká Paklenica in dem einige Winnetou Filme gedreht wurden. Von unserer Pension schlendern wir erstmal durch den Ort und dann weiter zum Eingang. Der Hauptweg zieht sich vom Eingang durch eine Schlucht. Links und rechts ragen die markanten, spitzen, weißen Felsnadeln auf. Wir stellen schnell fest, das der Park auch ein Eldorado für Kletterer ist: Überall sehen wir kleine Gruppen die die senkrechten Wände hochklettern. Nach einigen km kommen wir an ein Museum, das früher mal ein Bunker war. Jetzt kann man sich dort über die Flora & Fauna des Parks informieren, übers Klettern und natürlich auch ein Souvenir kaufen - z.B. eine Winnetou Postkarte.

Wir folgen dem Weg weiter. Ab und zu gibt es einen Abstecher auf einen der Gipfel, die einen tollen Ausblick bieten. Immer weiter geht es in die Schlucht, die Felsen rücken immer näher heran und am Ende gibt es eine Hütte an der wir eine schöne Rast einlegen und eine Kleinigkeit essen.

Zurück geht es auf dem Weg den wir gekommen sind (ist bei Schluchten halt so). Am Eingang zur Ortschaft gibt es noch ein Restaurant, da machen wir halt auf ein Getränk, genießen die Sonne, die schon tief am Horizont steht, bevor wir die letzten km zu Michael zurück legen. Wir speisen lecker im Pension eigenen Restaurant. Nach dem Essen brüten wir über den Karten und überlegen wie wir morgen fahren könnten. Wir beschliessen auf jeden Fall morgen in Slovenien zu übernachten, das wir ja letztes Jahr ausführlich bereist haben. Dort gibt es einen unseren Lieblings Campingplätze den wir wieder ansteuern wollen.

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Montag, 16. September
 
Über Lubjana fahren zum Gold Martuljek zum Camp Spik (http://www.camp-spik.com/). Dort ist das Zelt schnell aufgeschlagen und wir lassen die Seele baumeln, sitzen vorm Zelt lesen und hören Musik, bevor wir gegen Abend zu unserer Stammpizzeria schlendern und lassen uns die wahrscheinlich beste Pizza in Slovenien schmecken. 

Dienstag, 17. September 
Weil wir erst am Donnerstag wieder in München sein müssen, gibt es noch keinen Grund direkt den Heimweg anzutreten. In Sankt Johann in Österreich mieten wir uns spontan im Hotel Alpendorf ein. Jetzt im Herbst ist in diesem Skiort wenig los. Nach einer kleinen Wanderung über die Almen, kehren wir zurück und nutzen ausgiebig den Wellnessbereich des Hotels, bevor das 5 Gänge Gourmet Dinner serviert wird. Aber auch der schönste Urlaub geht mal zu Ende. Bei einem Gin-Tonic lassen wir die Eindrücke nochmal Revue passieren - Sarajevo, Tata, Uvac, Ostrog, Kotor. Städte, Schluchten, Berge, das Meer. Motorradfahren, Wandern, Zelten, Schlemmen. Über 3.400km haben wir durch Slovenien, Bosnien-Herzegovina, Serbien, Montenegro und Österreich zurückgelegt und der Tacho meiner treuen BMW hat mit 111.111km mal wieder eine Schnapszahl produziert. 

Samstag, 31. August 2019

Balkan 2019 I: Über Graz nach Bosnien

Konjic

Balkan 2019 I: Über Graz nach Bosnien

Graz darf alles, in Banja Luka beginnt das Balkan Feeling, aber nur in Konjic singt der Mueezin

Samstag, 31. August 
Der Balkan hat uns es ja irgendwie angetan seitdem wir 2013 durch Bulgarien und Rumänien auf unserer großen Tour gefahren sind. 2016 hieß dann das große Ziel Albanien, letztes Jahr haben wir uns ganz Slovenien gewidmet. Dieses Jahr ist uns spontan Serbien in den Sinn gekommen. Wie immer stand unser Ziel fest bevor wir uns wirklich damit beschäftigt haben was es dort so gibt. Fest stand nur - wir waren noch nicht da. Mit etwas Internet Recherche und einem ausgeliehen Reiseführer hatten wir schnell ein paar Ziele in Serbien definiert: Das Tara National Park, Museums Dörfer, Klöster und was uns sonst noch so begegnet. 

Für die Anfahrt haben wir uns für eine östliche Route entschieden, über Graz, an Zagreb vorbei auf dem schnellsten Weg nach Sarajevo und dann weiter nach Serbien. Für den Rückweg dachten an einen Abstecher über Montenegro und an der kroatischen Küste entlang und über Slovenien zurück.

Unseren ersten Stop machen wir in Graz, ein Städtchen das wir auch noch nie besucht haben. Wie immer haben wir nichts reserviert und so bleibt uns nur noch das erste Haus am Platze um zu übernachten - dafür sind wir schön zentral und können einen schönen Nachmittag in der Stadt verbringen. Besonders gefällt uns die Kraft Bier Kneipe The Thristy Heart, wo wir unsere Absacker nehmen, bevor wir in unser Luxus Bettchen steigen.

Sonntag, 1. September
Banja Luka in Bosnien ist unser Ziel für heute. Vorher machen wir noch Halt in in Ptuj - einen schönen mittelalterlichen Städtchen in Slovenien. War auf unserer Karte als Sehenswert vermerkt und ist es auch. Immerhin ist Ptuj die älteste Stadtgemeinde in Slovenien und hat mal zur Steiermark gehört. Mit einem Cappuccino und einem Kuchen schliessen wir unseren Stadtrundgang ab und machen uns wieder auf den Weg Richtung Grenze.

Weiter geht es Richtung Bosnien-Herzegovina. Der Himmel verdunkelt sich und kurz vor unserem Tagesziel Banja Luka fallen dicke Tropfen aus den dunklen Wolken. Also kurz vor dem Ziel anhalten, Regenklamotten an und weiter gehts. Aber wir brauchen nicht mehr lange bis wir an unserem AirBnB angekommen sind, das wir gestern gebucht haben. Es liegt etwas außerhalb, aber in 15 Minuten erreicht man zu Fuß die Innenstadt. Dafür hat es einen privaten Parkplatz. Als wir ankommen werden wir freundlich von Zlatka unserer Gastgeberin empfangen und sie macht uns sogar die Garage auf, so können wir unsere Bikes trocken und sicher über Nacht abstellen.  Zum Glück lässt der Regen nach kaum das wir eingecheckt haben. So steht unserem Bummel durch die Stadt nichts im Wege. Im Zentrum von Banja Luka dominiert die orthodoxe Kirche. Drum herum gibt es eine schöne Fußgängerzone und jede Menge Kneipen und Restaurants. So stimmen wir uns langsam ins Balkan Feeling ein.

Montag, 2. September
Bevor gestern Abend schlafen gegangen sind, habe wir noch die Karte studiert und geschaut wo es morgen hingehen könnte. Wir haben uns für Konjic entschieden. Dort haben wir per Booking.com ein Hostel (Pansion Neretva) gefunden, das auch Raftingstation ist. Auf der Neretva lässt sich auch prima raften. Konjic ist die erste Stadt in Bosinen die so richtig muslimisch anmutetet. Es gibt Brücken über den Fluss, die an Mostar erinnern,  Moscheen und Minarette von denen der Muezzin zum Gebet ruft. Nach einem Stadtbummel entscheiden wir uns für ein Restaurant am Fluss. Der Service ist etwas langsam, aber das Essen ist super. Danach gehen wir noch in die Altstadt auf der Suche nach einer Kneipe. Die finden wir in einem schmalen Gässchen: eine echt urige Kneipe, gute Musik und Bier vom Fass - was will man mehr. Wir setzen uns nach draussen und beobachten das kommen und gehen. Und irgendwann kommt der Besitzer und bringt uns noch zwei Bier und zwei Raki - ungefragt - ein anderer Gast hat uns einen ausgeben. Welocme to Balkan. Wir trinken gerne noch das Bier, aber beim Schnaps müssen wir echt passen, der ist uns zu stark und wir lassen das meiste stehen. Mit einem wohligen Gefühl der Gastfreundschaft schlendern wir am Fluss zurück in unsere Unterkunft.

Donnerstag, 20. April 2017

Quer durch den Balkan - Teil 10: Nochmal Slowenien und fast daheim


Als wir am nächsten Morgen aufbrechen und Richtung Ausgang Campingplatz fahren, fällt uns aus den Augenwinkeln ein anderes Motorradpärchen auf, das gerade am Packen ist, auch eine 800er und 1200er GS. Im Stillen frage ich mich noch, ob sie wohl auf dem Weg nach Süden sind, wo wir herkommen oder auch schon auf dem Heimweg - wir werden es noch erfahren.

Für uns geht es erstmal durch Kroatien. Wir nehmen einen Weg durchs Hinterland, weil es uns an der Küste zu warm und wahrscheinlich auch zu voll ist. Auch hier sehen wir stellenweise noch die Spuren des Balkankrieges in Form von Ruinen und Fassaden voller Einschusslöchern. Schlimm genug dass wir in einer Zeit leben, wo man sowas sofort erkennt.

Unser Weg führt uns zum Grenzübergang bei Brod na Kupi und dann weiter Richtung Tolmin in Slowenien. Kurz vor der Grenze machen wir an einem kleinen Café halt und geniessen einen Espresso in der Sonne, als zwei deutsche Motorräder an uns vorbei knattern: eine graue 800er und eine schwarze 1200er GS - genau die gleichen von heute morgen. Wäre das also schonmal geklärt: Auch für diese beiden geht es nach Norden - nach Hause.

Weil wir noch ein paar Tage haben bis wir Montag wieder anfangen müssen zu arbeiten, machen wir grob den Plan heute bis nach Tolmin in Slowenien zu fahren, dort nochmal zu Zelten und dann beim Mangart nach Italien und weiter nach Österreich, um dort noch einen Wanderstopp einzulegen.

Bei Tolmin finden wir einen netten kleinen Campingplatz - das Sieber Kamp. Schön angelegt mit Terrassen und einer kleinen Kneipe. Der Besitzer ist super nett, günstig ist es auch noch und genügend KM haben wir heute auch gemacht. Also schlagen wir unser Zelt auf. Ich wunder mich noch über ein paar Motorradkoffer die neben unserem Zeltplatz liegen. "Die gehören auch zu einer BMW", sag ich gerade zu Kerstin, als die Besitzer auch schon  einbiegen. Siehe da - es ist das 800er/1200er Pärchen von heute morgen - Frank & Regina aus Hamburg. Auch sie waren auf dem Balkan unterwegs. Aber im Gegensatz zu unseren, sehen ihre Bikes wie aus dem Vorführraum des Freundlichen aus: Blitzeblank und keinen Kratzer. Nach diversen Umfallern und Dreckfahrten kann man das von unseren Böcken nicht mehr behaupten - egal.

Anderntags geht's über den Predil Pass und dann durch die Sella Nevea weiter über den Nassfeldpass nach Kärnten.  Hinter dem Pass wird das Wetter leider (zum erstenmal in drei Wochen) schlechter und es sieht nach Regen aus. Der Großglockner ist schon komplett in dunklen Wolken verschwunden. Also nehmen wir die weniger attraktive Strecke durch den Felbtauerntunnel, um zu unserem Ziel Leogang zu kommen. Dort haben wir von unterwegs schon ein Zimmer in einem kleinen Hotel reserviert - inkl. Sauna.
Am Predil Pass mit altem Fort

Kaum sind wir aber durch den Tunnel durch, erwartet uns auch schon wieder schönes Wetter und die Vorhersage für unsere geplante Wanderung morgen sind auch ausgezeichnet. Also lassen wir unsere Balkan Tour gute drei Stunden von Zuhause aus mit einer Wanderung auf die Passhauerhütte ausklingen.

Für 2017 haben wir uns mal wieder die Seealpen vorgenommen - mal sehen wo es uns dann hin verschlägt - nochmal in den Balkan, nach Albanien oder eine ganze Woche in Montenegro - könnten wir uns jederzeit wieder vorstellen.
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Sonntag, 15. Januar 2017

Quer durch den Balkan - Teil 2: Ab in den Süden


Die Sonne scheint, es ist heiß und die Mopeds sind bepackt: Werkzeug, Ersatzschläuche für Kerstin's 800er und das Kochgeschirr finden bequem in meinem großen Koffer Platz, Klamotten im kleinen und im Packsack sind Zelt und Isomatten gut verstaut. Kerstin hat die Wandersachen gepackt und in der Packtasche noch die Regenkleidung - aber nach Regen sieht es erstmal nicht aus.

Unsere erste Etappe führt uns nur bis Kitzbühel. Da soll es einen schönen Campingplatz mit Sauna geben den wir schon länger mal ausprobieren wollen. Bei der Ankunft sind wir dann aber doch enttäuscht: Die Sauna entpuppt sich als Spassbad (mit Sauna) und der Platz ist mal wieder nur für Dauercamper und Wohnwagen ausgelegt. Außerdem ist es richtig teuer. Aber immerhin, der Besuch des Bades (und der Sauna) ist im Preis mit drin.

Unser Ziel für Sonntag heißt Slovenien. Über den Großglockner geht es erstmal nach Kärnten und dann über den Wurzenpass nach Kranjska Gora. Wir würden eigentlich gerne in einer Pension übernachten, haben aber die Rechnung ohne die Slowenen gemacht: Morgen ist Maria Himmelfahrt - damit Feiertag und es scheint, dass ganz Slovenien beschlossen hat im schönen Kranjska zu übernachten. Alles ausgebucht. Aber ein paar km die Strasse weiter gibt es einen wunderschönen Campingplatz: Kamp Spik. Endlich mal ein Platz auf dem sich auch Zelter wohlfühlen - und die leckere Pizzeria Jocika ist einen gemütlichen 15-minütigen Spaziergang entlang eines Pfades im nahen Dorf Gozd Martuljek. 

Am nächsten Morgen geht es dann weiter Richtung Trieste. Eigentlich wollten wir erst am Dienstag ankommen, jetzt sind wir doch ‘schneller’. Zum Glück hat unser Bed & Breakfast "My Way" auch heute schon für uns Platz. Und so gönnen wir uns den ganzen Dienstag zum Sightseeing in Trieste. Was sich auch tatsächlich lohnt. Im Touri-Office holen wir uns einen Audio-Guide und können so in eigenem Tempo die wechselhafte Geschichte von Trieste, von Römern über Österreicher, Kroaten und schliesslich Italienern erleben.

Das Trieste nicht so ganz Italien ist, merken wir am 15. August abends, als wir feststellen müssen, dass viele Restaurants entlang der Marina bereits um 9.30 die Küche schliessen - und das bei Hochbetrieb an Ferragosto.

Es wird eine kurze Nacht auf Mittwoch, weil unsere Fähre bereits um 4:30 Uhr ablegt. Aber unsere B&B Mama hat uns sogar ein kleines Frühstück zum Mitnehmen hergerichtet. Vorher waren wir natürlich auch im Supermarkt und haben uns mit ordentlich Essen und einer Flasche Wein versorgt, damit die 26 Stunden Überfahrt nicht langweilig werden. Im Vergleich zu unserer Fahrt im Mai 2014 ist die Fähre deutlich voller und wir sind froh das wir uns diesmal den Luxus einer Kabine gönnen.

Großglockner

Sonnenaufgang in Griechenland


Wir kommen Donnerstags pünktlich in Igoumenitsa an (also um acht Uhr morgens) und genießen eine tolle Fahrt durch die Berge in den Norden Griechenland's hinein in die aufgehende Sonne. Kurz nach zehn sind wir bereits am Grenzübergang nach Albanien, der allerdings völlig verlassen daliegt. Kein Mensch weit und breit, alles ist fest verriegelt, die Schranken geschlossen. Wir sind der Meinung dass dieser Grenzübergang wohl geschlossen ist und fahren weiter, müssen aber schnell feststellen, das es keinen anderen Übergang in der Umgebung gibt. Also nochmal zurück und siehe da: Wir sehen ein paar wartende Autos auf beiden Seiten der Schranken. Die Griechen sind recht genau und lassen sich Zeit was die Kontrolle unserer Ausweise und Fahrzeugpapiere angeht. Aber nach knapp 20 Minuten sind wir dann über die Brücke und den Grenzfluss und stehen vorm Albanischen Grenzer. Der trägt freundlich unsere Namen, Kennzeichen und Passnummern in ein Buch ein (ja, so eines aus Papier) und wünscht uns eine gute Fahrt.

Die haben wir. Unsere erste Station in Albanien soll Korçë sein. [Fortsetzung folgt]
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blogged by Phoney



Aktuelles

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