Freitag, 9. Mai 2014


Pünktlich um 4.30 Uhr (2h vor Abfahrt) stehen wir am Mittwoch am Check-In zur Fähre und sind überrascht, dass so gar nix los ist. Vor der Fähre nach Norwegen ging's ganz anders zu. Jetzt können wir aber bequem direkt an Bord fahren, die Motorräder abstellen, unseren Krempel in den noch kaum gefüllten Sitzraum für die Leute mit Deckpassage schleppen, uns je eine 3-er Sitzreihe belegen und ab 5 einfach mal weiterschlafen.

Mittags gibt es den ersten Stopp in Ancona wo ein Großteil der Autos, LKWs und Passagiere an Bord kommt. Gut dass wir unseren (Schlaf-) Platz schon reserviert haben, bequemer geht's nimmer. Trotzdem ist ingesamt wenig los. In der riesigen Lounge packen wir gemütlich unser mitgebrachtes Essen aus und vespern erstmal schön. Sogar heisses Wasser für den Tee gibt es gratis, was will man mehr. Nach einer Runder Canasta (1:0 für Kerstin), gehen wir bei Zeiten ins Bett.

Wir schlafen uns gut aus bis die Lichter angehen und fahren ausgeschlafen gegen 10.30 Uhr in Igoumenitsa von Bord.

Griechenland steht nicht auf unserer Reiseroute, weshalb wir es einfach entlang der fast leeren Autobahn durchfahren werden. Wir haben uns in Constantin's Navi willkürlich einen Campingplatz südöstlich von Thessaloniki ausgesucht und sind nachmittags dort. Der Platz ist wirklich toll mit Pool und Lage direkt am Meer - aber leider noch geschlossen.

Wir fahren die hübsche Küstenstrasse entlang wieder nach Norden und entschliessen uns im nächsten noch ausgestorbenen Touristenörtchen in der Nähe von 2 geöffneten Strandtavernen unser Zelt am Strand aufzustellen, wo auch schon ein Campermobil steht. Jetzt bereue ich, dass ich nicht auf der Fähre geduscht habe, wo wir eh überrascht waren dass es eine Dusche für die Deckpassagiere gibt. Aber mei, hier sieht mich quasi niemand, und kennen tut mich eh keiner.

Constantin fährt noch schnell einkaufen während ich schonmal das Zelt aufbaue.

Von unserer Taverne haben wir die Bikes und das Zelt fest im Blick. Darüberhinaus einen tollen Blick auf die Bucht und Küstenlinie mit Fischerbooten, Dörflein und die andere Buchtseite mit noch schneebedeckten Berge. Beim griechischen Dinner mit griechischem Wein geniessen wir den teils wolkigen Sonnenuntergang zu dem dann auch noch die Delfine ihren Abendtanz vorführen. Mann, wie kitschig schön, und das alles für uns beide, ganz allein. Wir beide campen hier also zum ersten Mal in unserem Leben wild...wie aufregend.

Am Freitag geht's nach dem kargen Frühstück am Strand weiter Richtung Osten Richtung Türkei. Die Landschaft ändert sich radikal, die Autobahn ist immer noch leer.

Zur Mittagsrast bei Xanthi sitzen wir in einer einsamen Raststätte und nutzen die Pause und das Wi-Fi um endlich mal ein paar Blogs zu schreiben und gleich zu laden. Wer weiss wann wir nächstes Mal diese Möglichkeit haben werden. Und weil uns der Wein so gut geschmeckt hat geht's später noch nach Alexandroupolis kurz vor der türkischen Grenze zu einem geöffneten Campingplatz am Strand, das haben wir diesmal schon telefonisch gecheckt. Dort werden wir dann endlich mal wieder duschen. Wie schön.
Unser Zelplatz mit Meeresblick - ganz für uns

Gegrillte Sardellen zum Griechischen Wein

Frühstück (der Müll wird natürlich ordenlich entsorgt)

___________________ blogged by Zenzi39


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