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Sonntag, 15. März 2015

Salta oder 'Das letzte Steak in Argentinien'


Gerade mal 20 Stunden dauert die Fahrt von Mendoza nach Salta. In der Zwischenzeit ist das für uns ein Katzensprung. Und obwohl wir diesmal auf die "Cama" Klasse verzichtet haben (die Semi-Cama gab's zum unwiderstehlichen Sonderpreis), kommen wir morgens entspannt in Salta an. Die Filme waren zwar alle nur in spanisch, aber dafür gab es mit CHEF und CAPTAIN AMERICA einen sehr guten und einen Film, den man auch ohne Worte versteht.

Salta stellt sich als schnuckelige, kleine Stadt voller Kolonial-Architektur heraus. Auch hier ist es über die Mittagszeit brütend heiß und so halten wir es wie die Einheimischen und machen ausgiebig Siesta in unserem einfachen, aber netten Hostal FERIENHAUS.

Einiges zur Geschichte von Salta erfahren wir bei einer FREE WALKING TOUR bei der wir zu viert mit unserem Guide durch Salta spazieren und lernen, dass im ältesten Kloster der Stadt (St. Bernhard) auch heute noch Nonnen in völliger Abgeschiedenheit leben; der einzige Kontakt zur Aussenwelt erfolgt durch ein Fenster.

Oder die Geschichte vom Stadthelden General Güemes, der hier eine Gaucho Armee aufbaute, die die Spanier mit Guerilla-Taktiken bekämpfte bis er in Salta von einem Attentäter erschossen wurde (oder vom Mann seiner Geliebten). Noch heute versammeln sich zu seinem Todestag tausende von Gauchos in Salta in ziehen in einem Gedenkzug durch die Stadt.

Das Nachtleben in Salta beschränkt sich auf zwei Blocks, dem sogenannten "Paseo Balcarce", wo sich ein Restaurant an das nächste reiht, ab und zu lediglich von einem Club bzw. sowas wie einer Bar unterbrochen. Fast alle Restaurants bieten Peñas an, Folklore Tanzshows, von denen uns aber das bisschen ausreicht, was wir aus der (einzigen) Rock-Kneipe Oveja Negra nebenan mitkriegen. Wenn man am Paseo Balcarce draussen sitzt kriegt man auf alle Fälle von 4 Seiten einen bunten Musik-Cocktail in die Ohren.

Wir lassen (wie so oft) die touristischen Touren in die schönen Schluchten und Täler der Umgebung beiseite, geniessen einfach unsere Zeit in Salta und gönnen uns hier noch zwei schöne Abende in einer traditionellen Parrilla mit saftigen, großen Steaks und tollem Malbec. Bald heißt es wahrscheinlich wieder "Arooz con Pollo", wenn wir in Bolivien sind. Ins Kino schaffen wir es auch mal: Birdman, sehr empfehlenswert.

Schliesslich reisen wir von hier weiter nach Chile, in die Atacama Wüste. Die Fahrt über die Anden führt uns mal wieder durch tollste Landschaft, von den bunten Sandsteinformationen bis hin zu kleineren Salzseen.




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Donnerstag, 12. März 2015

Vom chilenisch-argentinischen Grenzwahn - was zum Teufel wird denn hierher geschmuggelt?


Wir haben uns ja schon in Patagonien leicht gewundert und gefragt, warum es nicht irgendeine Transitlösung oder ein Freundschaftsabkommen gibt, das die Grenzübergänge hier erleichtern und beschleunigen würden. Wenn man in Patagonien unterwegs ist, ist man ständig am überqueren der Argentinisch-Chilenischen Grenze. Selbst um von Rio Gallegos (Argentinien) nach Ushuaia (Argentinien) zu kommen, muss man zwei Grenzen überschreiten. Wir Deutschen hatten doch damals auch eine 'Transitstrecke'.

Nun ja, auf unserer Busfahrt von Valparaiso nach Mendoza lernen wir: das in Patagonien war schon unkompliziert und schnell. Hier am Paso de la Cumbre herrscht ein strenges Regiment und es scheint uns, dass erst mal alle Grenzgänger unter Generalverdacht stehen Schmuggler zu sein.

Bei Ankunft werden alle aus unserem Bus erstmal nach Sitznummern aufgestellt, und wir stehen ewig an Schalter 1 um aus Chile auszureisen; an Schalter 2 (Einreise nach Argentinien) gibt es wieder einen Rückstau. Immerhin haben wir so genug Zeit, anhand der 2 Busse, die vor uns ankamen und hier durchgeschleust werden, zu beobachten, was uns noch bevorsteht. Nach der Passstempelei dackeln wir nämlich alle wieder zum Bus zurück (hinter dem sich inzwischen viiiieeeele andere befinden), fahren 20m weiter, um zur Gepäckkontrolle wieder auszusteigen. In der nächsten Stunde passiert folgendes: Alle Passagiere reihen sich mit ihrem Handgepäck an Zollkontrolltischchen; irgendwann danach wird das gesamte Gepäck aus dem Bus ausgeladen. Irgendwann danach erbarmt sich einer und startet das Röntgenband, worauf das gesamte Gepäck einzeln fahren darf; ein paar Stücke werden aussortiert und die Besitzer müssen zur Detailkontrolle vortreten. Irgendwann später steigt ein Zöllner in den Bus und scheint diesen fast auseinander zunehmen. Ja, Argentinien wendet die 100% Stichprobe an. Das Beste ist dann noch, das unser Busfahrer mit dem 'Klingelbeutel' rumgeht und Trinkgeld für den armen Gepäckaus- und einlader einsammelt.

Irgendwann später wird tatsächlich das Gepäck wieder eingeladen und irgendwann später kommt tatsächlich ein Zöllner zu uns und wirft einen kurzen Blick in unser Handgepäck. Dann geht alles auf einmal sehr schnell, wir steigen ein und fahren weiter. Toll. 

Wir freuen uns jetzt schon auf die Grenzübergänge Argentinien-Chile zum X. mal und Chile-Bolivien (mal was ganz neues).

Da lernt man mal wieder die offenen Grenzen in Europa zu schätzen.
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Mittwoch, 11. März 2015

[Updated] Argentinien und der blaue Dollar (dolar blue)



UPDATE:
Am 17. Dezember 2015 hat Argentinien die Dollar Beschränkungen, um die es in diesem Artikel geht, aufgehoben. Nach Presseberichten ist es jetzt für jedermann wieder möglich unbeschränkt Dollar zu tauschen. Der Kurs hat sich nach der Freigabe wohl auf den letzten Schwarzmarktkurs von 15 Peso für 1 USD eingependelt. Wir haben noch keine Informationen aus Argentinien, gehen aber davon aus, das man jetzt auch zu diesem Kurs wieder Pesos an den Geldautomaten als Tourist abheben kann. Damit hätte sich dieser Tipp erledigt.

Argentinien kämpft mit einer grossen Finanzkrise. Deshalb können Argentinier ihre Pesos (AR$) nicht in Dollar oder Euro tauschen. Das geht nur auf dem Schwarzmarkt. Für Touristen bedeutet das das durch cleveres tauschen von Euro oder Dollar 40%-50% beim Argentinien Urlaub gespart werden kann. Es geht aber auch ganz legal.


[Aktuelle Updates findet ihr am Ende des Artikels]


Bevor wir nach Argentinien gereist sind, haben wir schon von anderen Travellern gehört, dass es in Argentinien einen Schwarzmarkt für Dollar und Euro gibt, der deutlich bessere Kurse liefert als ein offizieller Umtausch bei einer Bank bzw. das Abheben von argentinischen Pesos am Geldautomaten mit unserer DKB Visa Karte (alles zur optimalen Bargeldversorgung findet Ihr hier). Das wäre zwar gebührenfrei, aber eben mit einem schlechten (dem offiziellen) Kurs verbunden.

DKB-Cash 250x250 In Ecuador haben wir dann genauer recherchiert und sind auf die Seite www.dolarblue.net gestossen. Dort kann man tagesaktuell den Schwarzmarktkurs des USD zum AR$ vergleichen und es wird schnell klar, dass bei einem 40%-50% besseren Kurs auch der Aufenthalt 40-50% günstiger wird.

Wer von Deutschland also direkt nach Argentinien reist, sollte ordentlich Euros und Dollars ins Gepäck packen, weil damit erhält man die besten Kurse. Große Scheine mitnehmen, damit bekommt man noch bessere Kurse. Aber auch ein paar 20er sind nicht verkehrt: Viele Lokale akzeptieren Dollar/Euro und geben teilweise noch bessere Kurse als auf der Strasse, wollen aber dass man möglichst passend zahlt.

Hier mal ein Rechenbeispiel was möglich ist (Kurse vom 16.01.2015):

Wer 100 USD zum offiziellen Kurs wechselt erhält 805,10 AR$
Wer 100 USD auf dem Schwarzmarkt wechselt erhält 1.252 AR$, also fast $400 mehr oder über 55% mehr.

oder

Wer 1.000 AR$ am Geldautomat mit deutscher Karte abhebt bekommt 98,30 Euro auf dem Konto belastet.
Für 100 Euro bekommt man auf dem Schwarzmarkt aber 1.465 AR$. Gewinn 46,5%
In Restaurants haben wir teilweise Kurse von 14 für USD (14 ARS$ für 1 Dollar) bzw. 18 für den Euro bekommen.

Und wo bzw. wie finde ich den Schwarzmarkt?

Das ist zum Glück einfach, der Schwarzmarkt findet Dich. Zum Beispiel auf der Calle Florida. Dort stehen alle paar Meter Menschen auf der Strasse die "Cambio, Cambio – Euro, Dollar, Real" rufen bzw. dich auch direkt ansprechen. Diese 'Arbolitos' (heisst soviel wie Bäumchen, weil sie wie angewurzelt da stehen) führen Interessenten dann in eine sogenannte 'Cueva' (Höhle) was meist ein Laden oder kleines Büro ist, wo dann in aller Ruhe das Geld gewechselt wird. Es wird empfohlen nicht gleich beim Erstbesten mitzugehen, sondern einige Angebote zu vergleichen. Dabei hilft auch die dolarblue.net Seite, über die man sich vorher informieren kann, wie gerade gehandelt wird. Ein kleiner Abschlag von den dort veröffentlichten Kursen ist aber normal.



Und was, wenn ich nicht genügend Euro bzw. Dollar dabei habe?

Vor dem Problem standen wir auch. Bei unserer Abreise aus Deutschland Richtung Peru haben wir noch nicht an Argentinien gedacht und entsprechend nicht übermäßig viel Bargeld mitgenommen. Wir wollen ja nicht das ganze Geld durch Südamerika schleppen, nur um es irgendwann Argentinien auszugeben. Und dann geht es doch schneller als gedacht: von Ecuador geht's nach Argentinien weiter.

Woher große USD Scheine bekommen in Ecuador?

In Ecuador ist der USD zwar offizielles Zahlungsmittel, aber man bekommt nur kleine Scheine (20er und darunter) und mit denen bekommt man wiederum schlechtere Kurse in Buenos Aires (wenn man sie auf der Strasse überhaupt loskriegt, wir haben das nicht ausprobiert). Letztendlich kriegt man in Quito unseres Wissens an 2 Stellen USD in großen Scheinen: In mind. 1 Wechselstube nahe der Plaza (die übrigens auch Reiseschecks einlöst), und in der Banco Central de Ecuador (da aber nur 200 USD im Monat). Da wir beim Warten in der Schlange einfach andere Kunden angesprochen haben, die ihrerseits 100 USD-Noten in kleinere Scheine umtauschen wollten, konnten wir hier zwar letztendlich mehr 100er ergattern, aber es hat sich schon irgendwie komisch angefühlt, in einer Schalterhalle Fremde zum 'illegalen' Geldtausch zu animieren. Für den kompletten Argentinien Trip ist das aber immer noch zu wenig.


Azimo_logo_470x230_0001250086Auf der Suche nach einer Lösung sind wir auf AZIMO gestossen. Azimo ist quasi die junge Schwester von WesternUnion oder MoneyGram. Man kann mit AZIMO in die ganze Welt Geld versenden, das dann bei Partner vor Ort mit Ausweis abgeholt werden kann. Das tolle an AZIMO – es geht alles online: Anmeldung, Überweisung vom eigenen Konto, Empfänger (sich selbst) eingeben und los geht's. AZIMO ist dabei mit einer Gebühr von nur 5 Euro wesentlich billiger als die üblichen Verdächtigen. Und das beste – man bekommt nicht den offiziellen Wechselkurs, sondern einen besseren (nicht so gut wie Bargeld, aber immer noch 40% besser als der offizielle). Netter Nebeneffekt: AZIMO ist völlig legal. Der Schwarzmarkt ist zwar geduldet, aber eben doch etwas Illegales.

Als letzte Möglichkeit bleibt dann natürlich noch die Ausreise in ein Nachbarland, z.B. Chile oder Uruguay, wo man sich wieder Dollar am Automaten oder Banken beschaffen kann.

Tipp 1: Wer AZIMO nutzen will sollte für die Überweisung 2 Werktage einplanen. Zwar geht das ganze am gleichen Tag über die Bühne, aber manche Banken (z. B. die DKB) werden bei Bargeld Anweisungen ins Ausland misstrauisch (ist ja auch gut so) und Fragen nochmal nach, bevor sie die Überweisung ausführen.

Tipp 2: Vorsicht bei zu großen Beträgen. Wir hatten in Buenos Aires das Problem, dass die erste Abholstelle nicht genügend Bargeld da hatte und mussten dann zu einer anderen Filiale (der Zentrale) gehen. Also entweder kleine Beträge anweisen (~500 Euro) oder gleich zur Zentrale (Av. Corrientes 2451) gehen.

Update (Januar 2015): Wer von Chile nach Argentinien reist, kann oft in Chilienischen Wechselstubern CLPs in AR$ tauschen, auch zu recht guten Kursen.

Update 2 (Januar 2015): In Ushuaia kann man zum guten Kurs (13:1) USD im Casino tauschen.

Update 3 (Februar 2015): In Mendoza findet man den Schwarzmarkt in der Av. San Martin und Lavalle finden. Dort ist auch das AZIMO Büro.

Update 4 (März 2015): Durch den starken Euro Verfall hat der Euro deutlich an Beliebtheit verloren. Teilweise wurden uns schlechtere Kurse für Euro angeboten als für Dollar. Empfehlung: Besser Dollar mitnehmen.

Update 5 (März 2015): In Salta kann man am Plaza 9 de Julio die Geldwechsler finden. Kurse sind hier ähnlich gut wie in Buenos Aires.
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Montag, 9. März 2015

Mendoza in Feierlaune


Bevor es nach Mendoza geht recherchieren wir natürlich ein wenig im Internet, und wissen daher schon, dass die erste Märzwoche die Woche der Vendimia ist, das große Weinfest. Was das genau bedeutet und wie all die Feierlichkeiten von statten gehen finden wir nicht wirklich raus. Das bleibt auch nach Ankunft so; wir erfahren aber dass die ganze Zeit ab ca. Mitte Februar überall im Weingebiet Festivitäten stattfinden und sich all diese zur offiziellen Vendimia vom 7.-10. März in Mendoza mit einer Show (an 4 Abenden) im eigens dafür vorgesehenen Amphitheater, zwei Umzügen und noch mehr die Krönung finden. Um die Umzüge nicht zu verpassen entscheiden wir uns dafür, hier eine ganze Woche zu bleiben.

Leider verpassen wir am Sonntag der Ankunft ein abendliches Strassenfestchen, das wohl als Degustation für verschiedene Weine stattfand (wie 'ne Weinmesse). Erst am Montag sehen wir die Fest-Reste und rennen gleich zur Touristeninformation, um zu erfahren, was diese Woche sonst so stattfinden wird. Hier erfahren wir von der allabendlich dort stattfindenen Wein-Degustation, von dem Geburtstagsfest der Stadt, das an 2 Abenden auf der Plaza Pedro de Castillo stattfindet, sowie von der Festa in Piazza, die an 3 Abenden am Plaza Italia stattfindet. Am Freitag ist dann endlich der Abendumzug Via Blanca mit anschliessendem Popkonzert am Plaza Independencia, und am Samstag Mittag der Umzug Carrusel.

Und so bringen selbst wir, die wir keine der hier angebotenen Abenteurtouren wie Rafting oder Canopying machen, mit unseren Bodegabesuchen tagsüber, und Fiesta Besuchen am Abend gut die Woche rum. Es wird übrigens jeden Tag heißer, obwohl wir uns doch eigentlich schon Richtung Herbst bewegen. Kein Wunder, dass hier ab 13 Uhr bis ca. 17 Uhr Siesta Zeit ist und alle Läden geschlossen sind. Wir wohnen einer 2 stündigen Präsentation auf chilenisch/argentinisch über die Weinproduktion bei, bevor wir endlich degustieren dürfen; wir sehen und hören schönen hiesigen Tango (und musica argentina contemporeana) und staunen wie immer über die argentinische Grillkultur mit deren Parrillas; auch beim Stadt-Geburtstagsfest sind die riesigen Grills mit Rinder-Rippen und Lammhälften aufgebaut und sogar auf einigen Umzugswägen kokelt der Grill neben Heuballen vor sich hin; wir finden das Italia Fest mit italienischer und argentinischer Musik witzig (besonders den Start, wo schon massig Leute hungrig an den Ständen stehen, aber noch keiner der Stände so richtig aufgebaut ist) und beobachten die hiesige Festumzugskultur. Ja, Mendoza ist schon ein nettes Städtchen, zumindest zur Vendimia Zeit. Und nächtens sitzen wir brav an der Ausgehmeile Av. Aristides Villanueva unweit unseres Jaque Mate Hostels, und warten bei kaltem Andes Bier (!) darauf, dass die Hitze endlich nachlässt und wir schlafen können.

Was bis 10. März ausser der abendlichen Show noch so passiert haben wir nicht rausgefunden; das ist auch nicht so wichtig, da wir am Sonntag mittag wieder mal eine 20 stündige Busfahrt antreten - nach Salta, unsere letzte Station in Argentinien.


Die nächste Weinkönigin


Die Parrilla darf auch beim Umzug nicht fehlen (die ist echt!)

Das Königinnen-Winken klappt schon ganz gut


Und natürlich Tango ....


Das Schlusslicht ist die Stadtreinigung - wie bei uns.

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Samstag, 7. März 2015

Mendoza: Bodegas (Weingüter) besichtigen auf eigene Faust - so geht's


Mendoza ist die Weinhauptstadt Argentiniens. Sie trägt sogar den Titel "Capital International de Vino" - ich denke aber damit werden ein paar Dörfer im Bordeaux nicht einverstanden sein.

Am besten besucht man Mendoza natürlich zur Weinlese-Zeit - die geht hier Ende Februar/Anfang März los - dann findet hier das große Weinfest Vendimia statt.

Aber auch wenn es nicht zur Vendimia klappt, einige der unzähligen Weingüter (Bodegas) kann man immer besuchen und das sollte man auch unbedingt machen. Wein gehört zu Argentinien wie Steaks, Pampa und Tango.

Natürlich gibt es in Mendoza unzählige Anbieter für geführte Weintouren. In der Regel gehen die Touren einen halben Tag und man besichtigt drei Bodegas. Es gibt auch ganztägige Touren mit Mittagessen und einem Besuch bei einer Olivenöl Produktion (die gibt's hier auch). Solche Touren kann man in jedem Hotel und Hostel buchen. Kostenpunkt ca. 250 AR$ (Stand März 2015).

Wer es exklusiver mag, kann auch hochwertige Touren buchen, die dann zu Boutique Bodegas gehen und wo man nicht nur die 'normalen' Weine verköstigen darf. Dann ist man aber schnell bei US$ 130-150 für eine solche Tour.

Oder man macht es wie wir und besucht die Bodegas auf eigene Faust. Mendoza hat nämlich ein vorzügliches öffentliches Verkehrssystem, das einen zu den Weingütern bringt, die etwas ausserhalb der Stadt liegen.

Unsere Empfehlungen für eigene Touren:

Zuerst sollte man sich bei der Touristeninformation eine Karte mit all den Weingüter besorgen. Auf der Karte sind auch die Busnummern eingezeichnet, die in die jeweiligen Gegenden fahren. Wir haben insgesamt drei Ausflüge gemacht, jeweils ca. einen halben Tag. Wenn man zeitig dran ist, kann man sicher auch zwei Ausflüge kombinieren. Die Bodegas machen in der Regel zwischen 9:00 und 10:00 Uhr auf und gegen 17:00 Uhr wieder zu. Die letzten Führungen finden dann meist 30 Minuten vor Schluss statt. Und die Mittagspause (zwischen 12 und 14:00 Uhr) wird auch strikt eingehalten. Das sollte man bei der Planung beachten. Auf den Webseiten der einzelnen Bodegas gibt es meist die aktuellen Informationen.

Ausflug 1 - Dominiciano, Vinoteca La Botella und Bodega La Rural

Mit den Bussen 171, 172 oder 173 kommt man in ca. 30min nach Maipu zu den Bodegas.

Bodega Dominiciano

Das ist eine kleine Boutique Bodega unweit der Bodega Rural (zu der fast alle Touren gehen). Es gibt eine englischsprachige Führung und natürlich eine Verkostung der eigenen Weine. Es gibt Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Syrah und natürlich Malbec. Die Führungen starten immer dann wenn jemand kommt (wir waren z.B. zu viert). Man kann die Weinreben und Weinberge (sind eher flach in Mendoza) sehen und auch die Trauben probieren (Stichwort Erntezeit). Man erhält einen tollen Einblick in die Weinproduktion bei einer kleinen Bodega mit allem was dazu gehört.

Was kostet es? AR$ 60 pro Person
Was bekommt man? Englischsprachige Führung und drei Weine zur Degustation

Bodega La Rural

Ein kleiner Spaziergang vom Dominiciano entfernt ist die Bodega La Rural. Die Bodega hat neben der Weinproduktion auch ein Museum das man (kostenlos) besichtigen kann. Das haben wir dann auch gemacht. Auf die Führung mit Verköstigung haben wir verzichtet. Das Personal war nach ihrer Mittagspause ohne Siesta unmotiviert und unfreundlich; die Degustation ohne Führung, bei der man den Wein pro (Degustations-)Glas zahlt, kam uns sehr teuer vor (billigster Wein zum Probieren: ARG$ 34; soviel kostet normalerweise eine Flasche des günstigeren Weines der großen Bodegas).

Was kostet es? AR$ 70 pro Person
Was bekommt man? Spanischsprachige Führung (englische finden nicht immer statt) und eine Weinverkostung

Vinoteca La Botella 

Gegenüber der Bushaltestelle in Coquimbito, von der es zurückgeht, gibt es eine Vinoteca, also ein Weingeschäft. Hier kann man auch eine Weinprobe machen außerdem gibt es leckere Empanadas zum Essen. Für AR$ 30 kann man 4 Weine Probieren (jeden Tag andere). Wir haben dann auch gleich noch 50% Rabatt  - AR$ 25 statt 50 pro Flasche - auf die Weine bekommen und deshalb zwei Flaschen mitgenommen (später haben wir aber gesehen, das die Weine im normalen Supermarkt auch nur AR$ 29 kosten).

Was kostet es? AR$ 40 pro Person
Was bekommt man? Vier einfache Weine zum Verkosten, netter Eigentümer

Das sind Eichenholzwürfel, die machen das Barrique (Roble) auch im Stahltank


Alte Weinabfüllanlage im Rural Museum


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Ausflug 2 - Bodega Cecchin

Unser zweiter Ausflug geht mit dem 182er Bus zur Bodega Cecchin, einer kleinen Bio-Weinproduktion etwas südlich von Maipu gelegen. Auch hier bekommen wir eine persönliche Führung in englisch, sehen die Produktion und die Weinberge. Es ist interessant zu sehen, wie zum Beispiel in den Weinbergen Kräuter und Obstbäume neben den Reben wachsen, um Schädlinge von den Trauben fern zu halten. Die Führung ist kostenlos. Die Verkostung sollte AR$ 60 pro Person kosten, wobei anders als bei Dominiciano wirklich nur 'tröpfchenweise' verkostet wurde. Da wir aber einen Wein gekauft haben mussten wir nichts extra bezahlen.

Was kostet es? Theoretisch AR$ 60 pro Person, wer was kauft (z.B. leckere Bio Birnen-Marmelade) zahlt nix
Was bekommt man? Kostenlose, englische Führung und drei bis vier Weine zum Probieren

Auf dem Gelände der Bodega gibt es ein (teures) Restaurant mit wechselndem Menü, falls man auch mal was essen will.

Trauben vor der Weinproduktion gerettet

Kräuter verjagen Schädlinge im Bio-Weinberg


Ausflug 3 - Mit der Tram zur Bodegas Lopez & Museo de Vino

Museo del Vino

Nicht weit weg von der Bodega Lopez und mitten im Ort Maipu ist das Weinmuseum von Maipu. Es befindet sich in einem herrschaftlichen Haus, das sich Bautista Gargantini hat bauen lassen, ein Weinbaron schweizer Abstammung. Das ganze Haus ist noch original eingerichtet, inkl. Lüster, Möbel, Bäder, etc. und vermittelt einen guten Einblick wie wohlhabend die Besitzer der Weingüter damals waren (heute bestimmt immer noch). Führungen in spanisch finden alle halbe Stunde statt.

Was kostet es? AR$ 8 pro Person
Was bekommt man? Spanische Führung durch das Herrenhaus eines Weinbarons im 19. Jahrhundert.

Bodega Giol

Natürlich kann man auch dazugehörige Bodega besichtigen, die Herr Gargantini zusammen mit seinem Kompagnon gegründet hat, die Bodega La Colina de Oro, die jetzt allerdings Giol heisst. Das tollste ist wohl das größte Weinfass Argentiniens das man besichtigen kann. Wir waren leider zu spät dran - die Bodega war schon geschlossen.

Bodegas Lopez

In Mendoza gibt es auch eine Tramlinie die nach Gutierrez etwas nördlich von Maipu fährt. Mit ihr kommt man bequem und schnell (ca. 30min) zur Bodega Lopez. Nach einer kleinen Boutique Bodega, einer Bio Kellerei kann man bei Lopez mal sehen wie Wein im großen Maßstab produziert wird: 15 Millionen Liter werden jedes Jahr produziert und bleiben zu 99% in Argentinien. Hier ist alles sehr groß und professionell aufgezogen und die meisten organisierten Touren machen auch hier Halt. Es gibt um 11:30 und 15:30 Uhr englische Führungen, spanische stündlich.

Was kostet es? Nix - ist kostenlos
Was bekommt man? Schnelle Führung und Degustation eines Schaumweines und eines Rotweines; weitere Degustationen gegen Bezahlung möglich; siehe Internet


Auch heute noch lagert der Wein in riesigen Holzfässern

Lopez Bestseller - war auch unser erster Wein in Argentinien

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Sonntag, 1. März 2015

[Updated] The 'dolar blue' - How to save 40% and more on your next trip to Argentina



Argentina is fighting with a big financial crises. It is forbidden for Argentine citizens to exchange their Pesos (AR$) in Dollars (USD) or other convertible currencies. This is only possible on the black market. This black market is also accessible for foreigners and tourists and with the right strategy you can get there 40-50% more for your Dollar than the official rate that you'll get if withdrawing money from the next ATM in Buenos Aires.

[Up to date information can be found at the end of the article]


The rigid system of Argentinas National Bank fixes the AR$:USD rate at around 8.5:1. Whenever a foreigner changes money, withdraws cash at an ATM, pays with his credit card or cashes a traveller cheque, this rate will be applied. However on the black market, the rate you get for your bucks is much better. You find a comparison of the daily official and black market rates on this web page www.dolarblue.net. It makes sense to check the rate before going out on the street and change money.

Here is an example of what difference it makes (conversion rates from 16.01.2015):

If you change 100 USD at the official rate in a bank, you get 805.10 AR$.
If you change the same amount on the black market, you get 1.252 AR$, >400 AR$ or 55% more.

So when travelling to Argentina, be sure to bring enough cash with you. Euro are equally accepted as USD. Best is to bring large bills - 100s for USD and 50s for Euro. Larger bills get you a better rate, than smaller bills. However, some smaller bills are good as well. Many restaurants and hotels will accept payment in USD and often they even offer better rates. As they are no money changers (cambios) they prefer if the foreign currency matches the amount of the bill as closely as possible.

And where do I find the black market?

That is easy - the black market will find you! For example in Calle Florida, the major shopping street in Buenos Aires. You will meet a lot of people there calling "Cambio, Cambio - Euro, Dolar, Real". These are the so called 'arbolitos' (which means little tree, because these people are standing in the street like trees). They will give you a rate when you asked them. The higher the amount you change and the larger the USD/EUR notes are, the better will be your rate. It is normally always a bit lower than the rate you find on bluedolar.net. But don't accept the first offer. Check out some of them and see what rates they offer and bargain a bit.

If you agreed on the rate, the arbolito will bring you to the 'office', in spanish also called 'cueva' (cave), where you and the money changer can do the business in private. Needless to mention, that you should count the money twice and check for false bills. Also make sure you count your money in front of the money changer, before you hand it to him.


When the transaction is completed, put your big bunch of AR$ (the biggest bill is 100 AR$) in your money belt and consider taking a taxi back to your hotel.

How save is it to change on the black market?

It is quite save and usually people will be honest and don't try to cheat on you. However, there are reports of trying to hand out false AR$ or try to cheat with the money you give them (you hand them three US$100 bills and the money changer will claim that one of them was only a US$10 or so). Also there is a risk of getting mugged after the transaction - not in Calle Florida, but bad guys may try to follow you.

It is officially illegal to change money on the black market; we have, however, never heard or read that the police is interfering in any way.

What if I haven't got enough Dollars/Euros/GPD/CAN$?

We had the same problem. Travelling through Peru and Ecuador before we crossed into Argentina, we didn't want to carry around big amounts of cash. Especially as in all other South American countries, it is fine taking cash out of the ATM. In Ecuador the USD is the official currency, but the highest note is a USD20. One way of getting notes of higher denomination is to go to the Central Bank of Ecuador and change your small USD bills into 100s. But officially that is limited to USD200 per person per month.

Remember: On the streets only USD, Euro and Brazilian Real are traded. Other currencies, like Yen, Pound, AUD, CAD, etc. are not welcome and need to be exchanged in USD or Euro before entering the Argentina.

Another option is to travel via Uruguay or go from Buenos Aires to Montevideo and get some USD out of the ATMs there.

Coming from Chile or Paraguay, you can change local currency into AR$ in exchange offices at favourable rates.

The legal way to get a good rate and transfer USD into Argentina

But there is also another way, other than to change cash on the street, to get AR$ at a good rate. Transfer money with a transfer service into Argentina. Most services, like WesternUnion or MoneyGram, however will calculate using the official (bad) rate and will also charge high fees (up to US$30 per transaction). A better way therefore is to use  AZIMO. Azimo is a new company in the business, working completely online. It is easy to send money, just register with your Facebook or Googe+ ID (or from scratch), create a recipient (you), select where the money should be sent to (they are working with ARGENPEN in Argentina, which has offices in the bigger, northern cities) and transfer the amount you want to send from your credit card or bank account. Done. One or two days later your money is waiting for you in Argentina and the rate will be around 5%-10% less than you get on the street (you can check the rate you get on their website as well as the fees). And the best - it is totally legal and you don't have to walk around finding the best rate on Calle Florida.

Tipp: When using AZIMO be careful with large amounts (>US$1.000). The smaller Argenpen offices may not have enough cash. Better go directly to the central office in BA (Av. Corrientes 2451)

Update: The more south you travel in Argentina, the worse will be the black market rate. Especially in Patagonia and Ushuaia, you will hardly find anybody that changes your USD at a good rate. In Ushuaia you will most likely only get the official rate. So better change in BA before going south or - when travelling via Chila, change here.

Update (Jan. 2015): If you travelling from Chile into Argentina, you often find money exchange / Cambio offices that will change CLP in AR$ at a good rate in Chile.

Update 2 (Jan. 2015): In Ushuaia it is difficult to change money at a good rate, but the Irish Pub will accept Euro's and Dollars at a good rate and in the Casino you also get a very good rate and they exchange also larger sums of Dollars & Euros.

Update 3 (Feb. 2015): In Mendoza you find the blackmarket in Av. San Martin and Lavalle. There is also the local AZIMO Office (ARGENPEN)

Update 4 (March 2015): Due to the strong USD and weak €, the Euro is not very welcome anymore. Better bring USD. Sometimes you will get a lower rate for Euros than for USD.

Update 5 (March 2015): In Salta you find the blackmarket around Plaza 9 de Julio. Rates are similar to those in Buenos Aires.

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Sonntag, 22. Februar 2015

Per Anhalter & Bus nach Chile


Ja, auch im Februar ist noch Hochsaison in der Region. Das kriegen wir am Montag zu spüren, als wir merken, dass es kein einziges Busticket mehr nach Puerto Montt in Chile (von wo aus wir in knapp 4Stunden nach Castro auf der Halbinsel Chiloé weiterfahren wollen) gibt.
Astrid, die mit uns im Hostel in Bariloche wohnt, bringt uns auf die Idee nach Chiloé und dort nach Castro zu fahren. Sie fährt schonmal vor, bleibt aber nicht lange genug, dass wir uns wiedersehen würden. Astrid reist mit ihrem halbwüchsigen Sohn definitv mit einer anderen Schlagzahl als wir. Das ist uns zu stressig.

Also stehen wir früher als erwartet am Montag um 8 Uhr an der Strasse und wollen Richtung Puerto Montt trampen. Aus Bariloche kommen wir in der ersten Stunde schonmal nicht raus. Irgendwo habe ich mal gehört/gelesen, dass das rauskommen aus dem Ort am Schwierigsten sei. Aber in Ushuaia hat das doch auch geklappt....hmmm....Dann fahren wir halt das erste Stück nach Villa la Angostura mit dem Bus. Villa la Angostura ist das nächste touristische Örtchen und das letzte vor der Grenze. Hier kommen wir sehr schnell weg. Standesgemäß fahren wir bis zur argentinischen Grenze und dann auch noch die 40km (!) bis zur chilenischen Grenzstation hinten auf einem Pick-Up mit (wir kommen zu Fuss schneller über die argentinische Grenze und haben Glück, dass uns derselbe Pick-Up wieder mitnehmen kann). Und die Fahrt ist toll, es geht ja schliesslich eine Bergstrasse entlang über die Anden, die Blicke auf die umliegenen Berggipfel und Vulkane sind einfach fantastisch. Die chilenische Grenze passieren wir dann viel schneller als alle Autos, wir müssen uns schliesslich nicht den ca. 3km langen Rückstau vor der Grenze entlanghangeln, sondern marschieren locker dran vorbei. Allerdings bleibt uns der Stempelmarathon nicht erspart; auch wir erhalten einen Laufzettel den wir am Schluss mit 4 Stempeln wieder abzugeben haben. Das heisst 2mal Schlange stehen und dann noch Gepäckkontrolle...die Chilenen sind da echt korrekt.

Nach dem Grenzmarathon fahren wir in einem uralten VW Gol bei einem Argentinier weiter bis Osorno. Wir schätzen, dass wir bis hierher sogar schneller sind, als die Busse, die wir hätten nehmen können (sofern es noch freie Plätze gegeben hätte). Die letzten 100km nach Puerto Montt legen wir wieder im Bus zurück, da wir uns in Osorno nicht auf die (Stadt-) Autobahn stellen wollen, um weiterzukommen. Aus dem Bus heraus sehen wir einige Tramper an der Autobahn stehen und sind ganz froh, dass wir nicht dabei sind.         
Und weil wir in Puerto Montt nicht übernachten wollen, fahren wir gleich am Abend weiter nach Castro auf Chiloé. Wieder sind viele Tramper an der Strasse, wieder sind wir froh, nicht dabei zu stehen.

Was die nächtliche Ankunft an irgendwelchen unbekannten Orten angeht, ohne dass wir auch nur den Hauch eines Schimmers hätten, wo wir übernachten werden, sind wir inzwischen mega entspannt. Und auch in Castro steht um 23.15 Uhr eine nette Lady am Busbahnhof, bietet uns ein Zimmer zu einem ok Preis in ihrem Haus an und wir sitzen um Mitternacht in eben diesem.  
Unser Tramper Fazit: Können wir machen, müssen wir aber nicht. Auch wenn's heute eine Weile ganz gut lief haben wir nicht die Ausdauer und Geduld, längere Strecken so zurückzulegen.

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Sonntag, 15. Februar 2015

Bariloche - practical information about buses, fares and hiking


Bariloche. a must see on your trip through the argentinian lake district.

Here is some practical information on how to get in and around:

Getting in by bus:

You'll get to the bus terminal, which is a little off the city centre. There are plenty of urban busses going to the city centre, best options being #10, 20, 21 and CATEDRAL. However you need to have a bus pass (tarjeta) of the bus company to pay for the bus. These are not sold at the bus terminal, only at a kiosco in the city center, which is at the central bus stop close to Moreno 320 (next to Super UNO supermarket). So, in order to get onto a bus you have several options:

  • talk the bus driver in letting you board and pay him cash (worked for us at 11pm, we payed $10 each (normal fare is $6)
  • ask other people at the bus stop if they have a bus pass with enough money on it to pay for you and pay them cash; make sure you get the bus ticket as proof of payment!
  • talk the bus driver in letting you board the bus without paying but then asking other people that board the bus if they are willing to pay for you with their card and pay them cash; make sure to get the bus ticket as proof of payment!

Getting around:

The public transport system with busses is very good; make sure you buy your rechargable bus pass (tarjeta) asap at the kiosco at Moreno 320 (next to Super UNO supermarket) and charge it! You can check bus lines and schedules online at www.3demayobariloche.com.ar.

Tipp: the CATEDRAL bus can be payed in cash! Fare from city centre to CATEDRAL: $10.

Trekking and hiking:

Secom veral good 1/2 day, 1 day or multi day hikes can be started out of Bariloche. Check out www.trekbariloche.com for detailed information on options.


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Donnerstag, 12. Februar 2015

Wanderungen in Ushuaia


Auch am Ende der Welt, in Feuerland kann man tolle Wanderungen machen. Von Ushuaia an bieten sich einige schöne Tageswanderungen an, von denen wir euch zwei vorstellen wollen, die wir selbst unternommen haben.

Wanderung zur Laguna Esmeralda

Die Wanderung zur Laguna Esmeralda kann auch gut an einem Vor- oder Nachmittag gemacht werden. Sie dauert nur ca. 3h - Hin und Zurück. Man muss allerdings zum Ausgangspunkt, dem Valle de Lobos kommen. Das geht am einfachsten per Bus (Bus Regulares am Hafen, 200 AR$ Zurückticket) oder - wie wir das gemacht haben - per Autostopp. Dann stellt man sich am besten an die Av. Magellan. Bei uns hat es jeweils ca. 15min gedauert, bis wir eine Mitfahrgelegenheit hatten. Die Fahrt selbst dauert ca. 20-30min.

Beim Valle de Lobos, dann nicht Richtung Husky Schule (großes Schild) gehen, sonderm vom Parkplatz direkt an der Strasse aus loslaufen. Am linken Ende gibt es ein Schild das den Weg weist. Ab da ist alles vorzüglich ausgeschildert und blau markiert. Zur Not gibt's ja unsere GPS Route zum download bei Wandermap.net.
Route 2,898,471 - powered by www.wandermap.net

Bergpanorama und Biberschäden

Noch 500m bis zur Laguna


Wanderung zum Martial Gletscher

Zum Martial Gletscher gelangt man indem man vom Zentrum in Ushuaia Richtung Skigebiet geht bzw. zum Hotel 'Ushuaia Altos' das mit seinen Ausmaßen und grünem Dach von überall her gut gesehen werden kann. Dort geht dann der leicht zu erkennende und gut markierte Pfad los. Zuerst parallel zum Skilift, dann weiter immer nach oben. Dauer ca. 5h Hin und Zurück.

Den Lehrpfad, der einiges über die Natur und Geschichte von Feuerland erklären soll (so steht's in unserem Wanderführer) haben wir allerdings nicht gefunden - trotz Schild das darauf hinweist. Auch andere Wanderer die wir gefragt haben, haben vergeblich gesucht. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.

Route 2,898,475 - powered by www.wandermap.net

Blick auf Ushuaia

Eiskalte Gletscherbäche

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Jetzt wird's kalt - Nach El Chalten in den Parque Nacional los Glaciares


Oh ja, die Fahrt hierher ist nicht sonderlich toll...wir haben inzwischen gemerkt, dass Patagonien, ausser den Nationalparks, wenig abwechslungsreich ist. Darum ist die 12stündige Fahrt nach Rio Gallegos auch genauso öde wie andere Busfahrten hier unten. Für Abwechslung sorgt natürlich immer wieder der Grenzübergang (Argentinien-Chile, mit Obst- und Drogenhund im Bus und 5 Stunden später wieder Chile-Argentinien; das gibt viele Stempel im Pass)....und diese Abwechslung heißen wir nicht willkommen, sondern fragen uns, warum es hier kein Sonderabkommen gibt, oder so 'ne Art Transitstrecke oder so....aber mei, dafür müssten sich die Nationen wohl verstehen, und wir wir von unserem Tramperpapa in Ushuaia gelernt haben, mag man sich hier nicht....Immerhin sehen wir bei der Fährfahrt über die Magallan-Strasse ein paar der berühmten Skunk Delfine (weil die so lustig schwarz-weiss sind), die eine Weile am Boot entlangschwimmen. Im unspektakulären Rio Gallegos legen wir einen Übernachtungsstopp ein; von hier geht es morgens weiter nach Calafate, wo wir nach schlappen 3 Stunden Aufenthalt schon weiter nach El Chalten fahren können; um 19 Uhr am Samstag Abend sind wir also nach 2 Tagen Busfahrt endlich am Ziel in El Chalten.
 
El Chalten ist ein kleines Bergdorf, das gar nicht so aussieht....die Gegend bis kurz vorher ist nämlich eine Ebene, lediglich links und rechts von El Chalten geht es bergig in die Höhe und der berühmteste der Berge, der Fitz Roy, ist schon bald zu sehen. Hier wollen wir wieder ein paar Tage Trekken; zu den Basislagern des Fitz Roy soll es gehen, so steht's im Rother Wanderführer geschrieben. Also lassen wir uns erst mal von den Verleihpreisen schocken (wir dachten ja mal, dass Chile teurer sei, als Argentinien....ganz falsch) und leihen ein Zelt zum mehr als doppelten Preis als beim letzten Trek. Zum Glück haben wir uns noch in Calafate im Supermarkt mit Nahrungsmitteln eingedeckt, hier ist die Auswahl recht mau und selbstredend viel teurer. So ausgerüstet können wir schon am Sonntag Nachmittag starten; unser erstes Ziel ist die Laguna Torre. Hier sind wir nach knapp 3 Stunden, bauen unser Zeltlein auf und geniessen die Sonne. Den Ausblick zum Gletscher und zu den Torres trüben später dichte Wolken. Das macht nix, Constantin kann ja zum Sonnenaufgang wieder am See stehen, um das Traumpanorama ohne Wölklein am Himmel zu fotografieren. Im Schatten merken wir aber schon abends, wie empfindlich kalt es hier nachts sein wird, definitiv kälter als im Torres del Paine NP....also früh ins Zelt und schön einmummeln.
 
Constantin steht tatsächlich brav auf, die Sonne scheint und wir sind bald gewappnet für die 2. Etappe, die wieder nur knapp 3 Stunden dauern wird. Bei Ankunft am nächsten Campingplatz (Poincenot) ist die Sonne allerdings schon wieder verschwunden und ein kaltes Lüftlein weht. Nix für uns; nach einem warmen Süpplein wollen wir uns schon zur Siesta ins Zelt verkriechen, als die Sonne doch noch ein Erbarmen hat und nochmal rauskommt....aah so ist's fein.
 
Wir steigen in der Nachmittags-Sonne zur Laguna de los Tres auf, die direkt unterhalb des Fitz Roy liegt. Der ist heute meistens auch nur teilweise von Wolken bedeckt und darum sehr beschaulich. Diese Nacht wird's schon arg stürmisch und entsprechend kälter. Morgens frieren uns beim Blick auf den wolkenfreien Fitz Roy (wir haben uns den nochmaligen Aufstieg erspart, der Blick vom Campingplatz ist auch super) wie schon am Vortag fast die Finger ab. Die weitere Strecke zur Hosteria El Pilar ist nochmal recht schön, mit tollen Blicken zum Gletscher Piedras Blancas, aber bei Ankunft an der Hosteria ist nix mehr von Sonne zu sehen, nur noch starker kalter Wind zu spüren und die Entscheidung fällt: Wir trampen von hier aus zurück nach El Chalten anstatt in 3 Stunden zum letzten Campingplatz zu einer weiteren kalten Nacht zu wandern. Das schönste haben wir eh schon gesehen, bestätigt uns auch unser späterer Fahrer.

Und weil es von hier am Mittwoch keinen Bus nach Bariloche, unsere nächste Station, gibt, fahren wir am gleichen Tag (Dienstag) spätabends um 23 Uhr gleich weiter. Den Nachmittag hängen wir im Hostel ab, wo wir netterweise auch noch duschen dürfen. Erst sitzen wir noch in der Sonne, dann in der Sonne mit dem vom Wind aus den Bergen herwehenden Regen, spüäter regnet es auch hier - ja, wir bereuen unsere Entscheidung nicht, jetzt hier und nicht mehr in der Wildnis zu sein. Diese Nacht wird bestimmt noch viel Kälter....Eine weitere, diesmal 24stündige Busfahrt liegt vor uns, das letzte Stück (bei Tag) soll landschaftlich sehr reizvoll sein, entlang der berühmten Route 40. Wir sind gespannt. 

Sonnenaufgang an der Laguna de Torres

Fitz Roy in Wolken

Am ersten Tag schien noch die Sonne

Wasser gibts direkt aus dem Gletscherbach

Immer wieder Gletscher

Dieser hier hat richtig gehend posiert 

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Dienstag, 10. Februar 2015

Ushuaia - was wollen die Leute nur alle hier?


Nach unseren Ruhetagen in Punta Arenas fahren wir dann Sonntag früh doch weiter nach Ushuaia. Die Buchungssituation der Hostels im Internet hat sich zwar nur marginal geändert, aber wie sage ich immer: irgendwas gibt es immer noch.

Montag, 9. Februar 2015

Bariloche - Alpenoptik, norwegische Fjordlandschaft und Bambuswälder


Bariloche: alle schwärmen davon, die Schweiz Argentiniens, inmitten traumhafter Seenlandschaft, da muss man einfach hin. Unsere 24stündige Busfahrt von El Chalten entlang der Ruta 40 ist leider nicht so bombastisch wie erwartet. Lediglich zum Ende hin wird es richtig bergig und schön seeig, aber halt auch dunkel.

In Bariloche selbst finden wir die vielen Alpenoptik-Restaurants und andere Gebäude lustig, es gibt Gulasch mit Spätzli, Fondue in allen Varianten, Knackwurst, Sauerkraut, Schweinshax'n, und und und...Strudel.

Ausserdem quillt Bariloche regelrecht über in Cerveca Artesanal (Hausbrauereien) und Schokolade. Auch wir erfreuen uns an den leckeren Bieren (obwohl wir natürlich vom Bier 'Estilo Kölsch' die Finger lassen!), aber auch an der traumhaften Landschaft mit tollen Wandermöglichkeiten.

Eine kleine Wanderung führt uns zum Cerro Llao Llao, ein kleiner Hügel mit fantastischem Panorama über die norwegisch-fjordig anmutende Seenlandschaft drumherum, ein andermal steigen wir zum Refugio Frey auf, einem Kletterparadies und auch für uns eine tolle Wanderung. Siehe www.trekbariloche.com für mehr Informationen zu Wandermöglichkeiten.

Bariloche ist übrigens nicht nur für Backpacker ein Reiseziel, sondern auch beliebte Ferienregion für Argentinier und Chilenen, die hier ihre Sommerferien verbringen, entweder in einer der vielen Ferienwohnungen/Cabanas oder im eigenen Ferienhaus.


Blick in die Fjord Landschaft vom Llao Llao
Selfi auf dem Llao Llao
Blick auf die Laguna des Refugio Frey

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Aktuelles

Schwedens Schätze und Stürme: Ein Tag in Mora und Karlstadt

Ein neuer Tag in Schweden begrüßt uns, und nach einem herzhaften Frühstück in unserem gemütlichen Bed and Breakfast in Mora sind wir bereit ...