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Montag, 6. Juli 2015

Einfaches Geotagging von Fotos per Smartphone App


Am Ende einer Reise kommt man mit vielen Erinnerungen heim und noch mehr Fotos. Gut wer schon während der Reise seine Aufnahmen sortiert, tagged und vor allem auch AUSsortiert. Aber immer klappt das natürlich nicht. Dann steht man vor dem riesigen Berg digitaler Fotodateien, die es zu organisieren gilt.

Wenn man dann wenigstens noch wüsste wo die einzelnen Bilder aufgenommen wurden. Manchmal kann man das über das Bild selbst rausfinden (Angkor Wat gibt's nun mal nur einmal) oder über das Aufnahmedatum. Aber selbst dann ist das meist nur eine grobe Lokalisierung (um beim Beispiel Angkor zu bleiben: welcher Tempel??).

Wie gut dass man Digitale Bilder auch mit einem GeoTag versehen kann, also den GPS Koordinaten der Aufnahme. Manche Kameras haben bereits einen GPS Empfänger eingebaut, der die Aufnahmen automatisch mit den Koordinaten versieht. Smartphones machen das zum Beispiel auch immer (es sei denn man hat die Option abgestellt). Die meisten Kameras verfügen aber über keinen GPS Chip und die Zubehör GPS Empfänger sind in der Regel sehr teuer.

Aber nachdem heute jeder im Besitz eines GPS-fähigen Smartphones ist, lässt sich das Problem auch ohne große Investition in Zubehör lösen: Mit der entsprechenden App. Die App zeichnet dabei in regelmäßigen Abständen die Position des Fotografen auf (d.h. das Handy sollte beim Fotografen sein und nicht im Hotelzimmer). Später können die so aufgezeichneten GPS Daten dann mit den Bildern synchronisiert werden. Dabei dient Aufnahmedatum & -zeit als Referenz - die App schaut sich also die Aufnahmezeit an und schreibt die GPS Daten für diesen Zeitpunkt aus der Aufzeichnung in die Datei.

Und so geht's:
1.) Passende App aufs Smartphone laden
2.) Evtl. zugehörige Desktop App laden
3.) Kamerazeit mit Smartphone synchronisieren
4.) Beim Fotografieren App laufen lassen
5.) Mit Desktop App Bilder & GPS Daten synchronisieren und GPS Tags in EFIX Daten schreiben.

Ich bin am Ende bei GeoTagPhotos gelandet (iPhone, gibt es aber auch für Android). Für diese App sprechen nach meiner Erfahrung folgende Dinge:
  • Es gibt eine kostenlose LIGHT Version zum Ausprobieren
  • Die Pro Version enthält viele Einstellmöglichkeiten, wann aufgezeichnet werden soll, z.B. alle 2, 5 oder 10 Minuten, bei Positionsänderung, bei Positionsänderung von mind. XX Metern -das optimiert den Stromverbrauch
  • Die aufgezeichneten Daten stehen als GPX Datei zum Download oder in der Dropbox zur Verfügung und können so auch für andere Zwecke verwendet werden
  • Die zugehörige Desktop App ist sehr einfach und funktioniert immer


Besonders wenn man mit mehreren Kameras unterwegs ist, macht das Geotagging über Smartphone und App Sinn, weil man mit einer Aufzeichnung Bilder sämtlicher Kameras taggen kann, z.B. auch die einer ActionCam, etc.

Wichtiger Tipp zum Schluss:
Immer erst geotaggen und erst dann Bilder in das Fotoverwaltungsprogramm importieren. Manche Programme erkennen nachträglich hinzugefügte Tags nicht.
 
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Montag, 5. Januar 2015

Abschied von Cuenca - Baños ist völlig überbewertet


Nach fast 3 Wochen in Cuenca heißt es endlich Abschied nehmen. Noch nicht ganz von Silvester erholt machen wir uns am Freitag früh auf nach Baños, auch wenn wir nicht vorhaben, in die dortigen Baños, d.h. Thermalbäder, zu gehen. Dazu hätten wir auch nach Baños bei Cuenca gehen können, was wir auch nicht gemacht haben...wir haben ja noch nicht mal Badehose und Bikini dabei.

Nein, wir wollen auch nicht an einer der vielen dort angebotenen Outdoor Aktivitäten wie Rafting, Ziplining, Canyoning, usw. teilnehmen. Das haben wir doch schon alles gemacht und grad keinen Bock drauf. Wir fahren da einfach aus dem Grund hin, weil es auf der klassischen Backpackerroute durch Ecuador liegt und es dort von der Natur so toll sein soll.

Wir kommen Freitag Abends an, stellen fest, dass hier Neujahr wohl noch lange nicht vorbei ist, so viel wie hier los ist und suchen uns leicht entnervt eine Unterkunft. Tatsächlich haben wahnsinnig viele der noch wahnsinnig mehr Hostels nix mehr frei, aber wir finden noch 2 Betten im netten 'Great Hostel Backpackers Los Pinos'. Ja, erstmalig schlafen wir im Schlafsaal; der hat allerdings nur 5 Betten mit eigenem Bad, ist also nicht so schlimm. Weil es so spät ist, gehen wir ins Zentrum zum Essen, nur um zu realisieren, dass natürlich alle anderen auch was essen wollen. Sowas habe ich noch nie erlebt: Dass in einem Ort mit völligem Überangebot an Unterkünften und Restaurants, weder das eine, noch das andere zu finden, weil alles völlig überfüllt ist. Verhungern müssen wir natürlich trotzdem nicht, aber ein gemütliches Abendessen sieht sicherlich anders aus. Auf die lange Kneipen- und Diskonacht verzichten wir lieber.

Samstag machen wir die nette Wanderung zu den Aussichtspunkten Bellavista und Mirador de la Virgen; von oben sollten wir eigentlich auch einen der Vulkane sehen, aber es ist sehr wolkig und nieselig...darum wird das nix. Was solls. So toll ist weder die Wanderung noch die Aussicht um Baños; wir chillen den Nachmittag einfach im Hostel und planen die Weiterreise am Folgetag nach Quito. Das ist auch gut, denn morgens liegt ein dicker Regen- und Wolkenschleier über Baños. Es sieht so aus, als hätten wir das Beste aus unserem kurzen Abstecher dorthin gemacht. Allerdings können wir uns kaum vorstellen, hier 1 Woche zu bleiben, aber mei, die Geschmäcker sind halt unterschiedlich. Und für alle, die noch nicht mit dem Quad oder Raft gefahren sind oder über eine Schlucht geflogen sind, ist dies sicherlich ein guter Startpunkt.





Route 2,878,232 - powered by www.wandermap.net

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Dienstag, 30. Dezember 2014

Parque Nacional Cajas - 2 Wanderausflüge ins Hochmoor


Nachdem wir den 1. Weihnachtsfeiertag zur Erholung vom für uns anstrengenden hl. Abend nutzen (immerhin sehen wir bei unserem Spaziergang nachmittags einen zweiten Weihnachtsumzug am Fluss), fahren wir erst am 2. Weihnachtsfeiertag endlich in den Cajas Nationalpark. Dieser Park ist quasi DIE Attraktion in der Gegend um Cuenca herum, mit einer fantastischen Seenlandschaft auf ca. 4000m inmitten von grünen Hügeln...nun ja, abgesehen von den Inka Ruinen Ingapirca, die wir erst gar nicht besuchen wollen, und einigen netten Dörflein mit hübschen Märkten, z. B. Chordeleg und Paute.

Wir sitzen pünktlich wie die Deutschen 8.30 Uhr im Bus der Cooperativa Occidental am Terminal Terrestre (oder auch Terminal Norte), fahren aber nicht so pünktlich ab. Am Terminal Sur hält der Bus nochmal an, um voll geladen zu werden (mit Menschen und mit allem möglichen, das im Gepäckraum verstaut wird), so dass wir dort erst gegen 9.20 Uhr abfahren. Immerhin dauert die Fahrt zur Laguna Torreador nur knapp 1h. Dort wundern wir uns zunächst über die vorgeschlagenen Wege inkl. km und Zeitangaben: Wer braucht schon 4 Stunden für 4km? Wir werden sehen.

Wir entscheiden uns, zunächst den grünen Weg #2 zu gehen, da er auf einen kleinen Hügel am See raufführt. Am Gipfel wollen wir umdrehen, um unten am See wieder auf den rot markierten Weg #1 zu stossen, der uns relativ eben in einem großen Bogen zurück zur Strasse führen wird.

Es ist die ganze Zeit eine schöne moorig neblige Stimmung und wir sind froh, dass wir Wanderstiefel anhaben, so moorig matschig wie das hier ist. Nach dem Abzweig unseres Weges vom Weg #1 geht es teils recht steil und rutschig nach oben. Einige Kletterstellen müssen überwunden werden, immer alles gut rutschig. Nach knapp 1,5h oben angekommen entscheiden wir, dass wir diesen Weg auf gar keinen Fall runter gehen wollen, erst recht nicht im jetzt einsetzenden Nieselregen, der uns eh schon das Mittagspicknick verwässert. In der Hoffnung auf einen nicht ganz so steilen Abstieg folgen wir also dem Weg #2, der auf der anderen Hangseite tatsächlich nicht ganz so steil, aber immer noch matschig und rutschig runterführt. Teils müssen wir den Weg ganz schön suchen, aber im Grund genommen ist es klar, wo es lang geht, die Strasse ist immer in Sicht.

An einem kleinen See unten angekommen verlassen wir den grünen Weg und folgen einem kleinen abfliessenden Flüsschen Richtung Laguna Torreador; hier stossen wir auf den Rundweg um den See und kommen tatsächlich nach 4 sehr gemütlichen Stunden wieder am Ausgangspunkt an.

Und weil wir doch auch noch Weg#1 gehen wollen fahren wir 2 Tage später gleich wieder in den Park und rutschen Weg#1 entlang. Ja, auch dieser Weg ist sehr rutschig, aber landschaftlich fast noch schöner als Weg#2. Es geht immer wieder etwas rauf und runter, so dass wir schnell die Strasse gar nicht mehr sehen, nur noch hügelige Seenlandschaft vor, unter und um uns herum. Heute regnet es von Anfang an immer wieder, aber dieser Niesel passt hervorragend in diese Landschaft und stört uns nicht wirklich.

Irgendwann kommen wir an einen Abzweig, von dem aus wir die Strasse sehen und an dem ein Schild uns zum Checkpoint Quinoa führt. Da wollten wir eigentlich nicht hin, aber mei, die Richtung passt.

Nach insgesamt knapp 2.5h sitzen wir an einem Bushäusschen am Checkpoint und denken, dass der nächste der vielen Busse, die hier vorbeifahren uns mitnehmen wird....Pustekuchen, der hält noch nicht mal an. Beim nächsten Bus sind wir immerhin schon zu viert, aber auch dieser will nicht halten. Und nochmal einer fährt einfach durch.....jetzt werde ich aber langsam sauer. Wir erfahren, dass die Langstreckenbusse von Guayaquil hier nicht anhalten (dürfen/sollen), lediglich die von Occidental, aber so einer kam ja noch nicht.

Die inzwischen 4 anderen Wartenden teilen sich ein Taxi zurück nach Cuenca aber kurz später fährt der nächste Bus immerhin langsamer, öffnet die Tür und erklärt, er sei voll. Zum Glück haben der Cobrador und der Fahrer dann doch Mitleid mit uns nassen Hascherln, nachdem ich ihnen unsere Misere erkläre, und auch wir kommen wieder zurück nach Cuenca.







Die GPS Routen gibt es wie immer bein Wandermap.net
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Sonntag, 14. Dezember 2014

Wanderung zum Wasserfall von Vilcabamba - Wegbeschreibung


Ausgangspunkt für diese Wanderung ist eine kleine Kapelle am Ende des Camino de Servidumbre. Von hier aus folgt man für ca. 20-30 Minuten der Strasse, bis man zur Betonbrücke kommt die über den rechter Hand fliessenden Fluss führt (Achtung, nicht die Holzbrücke nehmen die ein paar Meter weiter vorne kommt). Nach der Brücke geht es einige Meter Flussabwärts bis der Weg zum Wasserfall links weggeht.

Der Pfad geht stetig bergauf. Nach ein paar Minuten kommen linkerhand einige Cabanas, hier rechts halten. An manchen Stellen erkennt man rote Markierungen, die den weiteren Wegverlauf kennzeichnen.

Weiter oben beginnt Weideland und es folgen vier eiserne Gatter durch die der Weg führt. Durch das erste Gatter geht man nach links durch. Mit dem dritten Tor hat man den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Ab hier geht es sanft bergab bis zum letzten Gatter, wo der Fluss überquert wird.

Jetzt folgt ein steiler Abstieg zum Wasserfall.

Zurück folgt man demselben Weg. Die Wanderung dauert ca. 4h (2h hin, 1,5h zurück und Pause beim Wasserfall). Je nachdem wo man in Vilcabamba wohnt muss man noch mit 30 - 45 Minuten zum Ausgangspunkt rechnen (ganz faule nehmen sich ein Taxi dahin).

Die Route ist auch eine beliebte Reitstrecke (Stichwort "Werde eins mit der Natur auf dem Rücken eines Pferdes - $49, conditions apply).

Bei der Kapelle geht's los 
Am ersten Tor rechts dem breiten Pfad folgen

Am Ziel: Cascada de Vilcabamba



Route 2,866,705 - powered by www.wandermap.net
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Samstag, 6. Dezember 2014

Wanderung zur Laguna 69 - ohne Tour, auf eigene Faust


Neben dem Santa Cruz Trek ist die Wanderung zur Laguna 69 wohl die bekannteste Tour in der Cordillera Blanca. Jeder Touranbieter hat den Ausflug im Programm und in unserem Hostal in Huraz klingelt jeden Morgen punkt 5:30 der Laguna 69 Bus, um die Teilnehmer abzuholen.

Wir wollen die Tour aber von Caraz aus machen und dort findet sich - obwohl es viel näher ist als von Huraz - kein Touranbieter. Egal, ohne Tour ist das ganze eh viel schöner, weil man selbst bestimmt wie viel Zeit man wo verbringen will.

Vor Caraz nehmen wir drei (Florence ist wieder mit dabei) ein frühes (6:20 Uhr) Collectivo nach Yungay. Dort warten auch schon wahlweise Taxis und Collectivos, die zum National Park in dem die Lagune liegt fahren. Eine Fahrt im Collectivo kostet pro Person einfach S./15, das Taxi, inkl. ausreichend Wartezeit und Rückfahrt S./120. Wir entscheiden uns für das Taxi, weil es am Ende nur 10 Soles pP mehr kostet als mit dem Collectivo. Dafür fahren wir sofort ab und sind komfortabler und schneller unterwegs. Ein weiterer Nachteil der Collectivos ist, dass sie nur bis ca. 15 Uhr zurück fahren. Wenn man Pech hat steht man nach getaner Wanderung an der Strasse und kein Collectivo ist da um einen zurück nach Yungay zu bringen.

Die Fahrt bis zum Ausgangspunkt des Treks dauert knapp 1,5h, immer stetig in Serpentinen die ungepflasterte Strasse hoch. Beim Büro der Parkranger kaufen wir unsere Nationalpark-Tickets (S./10).

Der Trek startet mit einem kurzen Abstieg in ein ausgedehntes Tal in dem das Wasser aus der Lagune für reichlich Weidegrund für jede Menge Kühe sorgt, die einem dann auch bis kurz vor der Lagune überall begegnen. Die Kühe scheinen auch lieber auf dem guten Wanderweg zu gehen, als durch die Pampa.

Nach ca. 3km kommt dann der erste Anstieg Richtung Lagune, die auf knapp 4.600m liegt. Insgesamt gilt es rund 730 Höhenmeter zu bewältigen. Die Aufstiege sind aber einfach und gemächlich. Ohne die dünne Luft hier oben wäre es ein Voralpen Spaziergang.

Das wir nicht in den Alpen sind merkt man außer am schweren Atem (vor allem Florence, die noch nicht akklimatisiert ist und auch noch nicht auf dieser Höhe wandern war) auch an den 6tausender Gipfeln die immer mal wieder durch die Wolken blitzen: Schneebedeckt und eingerahmt von Gletschern steigen sie fast senkrecht hinter der Lagune auf, die wir nach gemütlichen drei Stunden Gehzeit erreichen (ist aber auch in 2.5 h gut machbar, wenn man gut akklimatisiert ist).

Wir genießen für einige Zeit den Blick auf die Gipfel, das kaltblaue Wasser der Lagune und die sich ständig ändernde Aussicht, verursacht durch die vorbeiziehenden Wolken. Hier oben ist es recht frisch und beim Vesper haben wir alle Lagen an, die wir dabei haben.

Wir machen uns auf den Rückweg, als die ersten Tour-Touristen (wahrscheinlich aus Huaraz) ankommen. Der Rückweg geht schnell, schon nach knapp 2 Stunden sind wir wieder an der Strasse auf der unser Taxifahrer auf uns wartet. Es ist jetzt 14.30 Uhr, und das wahrscheinlich letzte Collectivo des Tages fährt just dann an uns vorbei.

Wir denken, die Tour mit dem Collectivo zu machen ist eine unsichere Art, besonders wenn man nicht alleine unterwegs ist; für uns wäre es sehr knapp geworden und wir hätten sicher nicht so viel Zeit an der Lagune verbracht. Nachdem das Collectivo auch randvoll war, ist fraglich, ob wir mit dem überhaupt zurückgekommen wären. 



Y







Route 2,860,914 - powered by www.wandermap.net
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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Wanderung von Caraz nach Yungay


Neben Huaraz bietet sich Caraz als Ausgangspunkt für tolle Wanderungen an. Trotzdem ist in Caraz weit weniger los, als in Huaraz. Das Städtchen selbst hat aber auch was zu bieten (ausser Wanderungen), nämlich die einzige nicht von Erdbeben zerstörte historische Altstadt in der Gegend.

In Caraz treffen wir Florence mit der wir uns spontan für die Wanderung nach Yungay verabreden. Das verspricht laut Touristeninfo eine schöne Wanderung zu sein, bei der man in 5h von Caraz nach Yungay geht, immer am Höhenzug entlang und durch die kleinen Pueblos (Dörfer).

Wir sind schon etwas überrascht, als uns Florence verkündet, das laut ihrer Information die Wanderung 8-10h dauert und auf über 3.800m geht. So hoch sehen die Hügel doch gar nicht aus. Wir können es dann auch kaum glauben, als wir mitten in Maisfelder stehen, die Sonne die Temperaturen auf über 25 Grad schraubt und der Höhenmesser trotzdem über 3.000m anzeigt. Das ist höher als die Zugspitze und da wächst nix mehr.

Tatsächlich sind wir am Ende gute 7h gewandert, als wir in Yungay in das Collectivo einsteigen, das uns zurück nach Caraz bringt. Die letzten zwei Stunden sind nicht mehr so interessant, es geht auf einer Fahrstrasse (unbefestigt) kontinuierlich bergab. Leider sind die Collectivos, die die Dörfer mit Yungay verbinden und uns immer wieder überholen alle voll, so dass wir auch die letzten Meter zu Fuß zurücklegen.

Unser Tipp für Nachahmer lautet deshalb: Früh morgens mit dem Bus von Caraz nach Yungay fahren und dort mit dem Collectivo hochfahren. Oben angekommen kann man dann schön eine Höhenwanderung zurück nach Caraz machen. Dann dauert das ganze auch nur 5h.




Route 2,859,125 - powered by www.wandermap.net

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Freitag, 28. November 2014

Und noch 'ne Wanderung - Laguna Wilcacocha


Weil es uns in Huaraz so gut gefällt und von Regenzeit weit und breit nix zu sehen ist, bleiben wir noch einen Tag länger und machen gleich die nächste Wanderung, oder besser einen Spaziergang. Maya die wir im Hostel treffen schliesst sich uns an.

Mit dem Collectivo E (Nr. 10 geht auch) geht es vom Markt zur Puenta Santa Cruz, wo unser Wanderweg beginnt. Wir folgen mehr oder weniger immer der Fahrstrasse, obwohl der unbefestige Weg eher weniger zum Fahren einlädt, aber eine Forststrasse ist es auch nicht, da fehlt ja der Wald. Zum Gehen ist das ganze aber angenehm. Ab und an kürzen wir durch einen Steig zwischen den Serpentinen ab und sind schon knapp eineinhalb Stunden später an der Laguna. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die Berge ringsum - die schneebedeckten der Cordillera Blanca und die kahlen der Cordillera Negra. Und wir sehen auch das Unwetter das sich über den Bergen zusammenbraut.

Der Abstieg geht dann auch Ruck-Zuck und kaum sind wir unten nimmt uns auch schon ein Collectivo zurück in die Stadt. Dort fallen dann sogar ein paar Tropfen. Aber nach dem Essen im Markt ist schon wieder alles vorbei.





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Route 2,858,137 - powered by www.wandermap.net

Zurück in der Höhe - Wandern in der Cordillera Blanca


Ahh - die Luft hier fühlt sich doch gleich ganz anders an als in Lima: Frischer, sauberer und vor allem dünner. Nach fast genau 8h Busfahrt kommen wir in Huarez (3091m) an, dem Wander- und Trekkingzentrum in der Cordillera Blanca, welches seinerseits der höchste Anden Gebirgszug (und dem zweithöchsten der Welt) ist. Warum das 'Blanca' heißt wird einem schnell klar, wenn man die Reihe der schneebedenkten 6tausender sieht, die sich am Horizont aufreihen.

Obwohl die Busfahrt sehr angenehm war, nutzen wir unseren ersten Tag hier erstmal zum Nichtstun.

Tags darauf heißt es aber dann um 5:30 Uhr aufstehen, die Wanderschuhe ziehen, Frühstück und ab zur Laguna Churup, einem auf 4.450m gelegenen Bergsee am Fuße des Churups.

Von Huaraz nehmen wir ein Collectivo Taxi (5 S./) bis Llupa (die Collectivos fahren von ca. 7:00 Uhr bis 16.00 Uhr und starten an der Av. Americanas). Über extrem holprige Strassen, die an Nepal erinnern, geht es in gut 30 Minuten zum Bergdörfchen Llupa.

Von hier aus folgen wir den HirtenInnen, die Schafe, Kühe und auch das eine oder andere Schwein auf die Weiden führen. Kerstin ist gleich in ein Schwätzchen vertieft und berichtet was in Deutschland so für Wetter herrscht und was man bei uns so anbaut.

Bei Pitec - was nicht mehr als 2-3 Bauernhöfe sind - beginnt dann der Nationalpark und der eigentliche Trek zur Laguna. Ein Parkwächter erwartet uns auch schon und wir kaufen unsere Parktickets (10 S./).

Jetzt wird's einsam. Wir sind wohl die einzigen die heute den Aufstieg wagen. Der Weg ist steil, aber gut zu gehen und die Blicke auf die weissen Berggipfel sind fantastisch. Einige 100 Höhenmeter vor dem Ziel müssen wir dann noch etwas klettern. Leider gibt es die Sicherungsseile nicht mehr (die Stahlanker sind noch da), was den Aufstieg und später auch den Abstieg stellenweise etwas haarig macht (Aus diesem Grund sollte man die Wanderung auch nicht alleine machen!). Aber der kristallklare Bergsee mit Blick auf den Churup-Gipfel entschädigen dann für alles.

Zurück geht es denselben Weg; hat man erst einmal die Kletterstellen hinter sich gebracht geht es auch ganz flott.

Obwohl wir schon um 7:30 in Llupa gestartet sind, ist es fast drei als wir wieder unten im Dorf sind. Collectivos fahren nur noch spärlich und nachdem wir kurz vorm Ziel einen Minibus abfahren sehen,  bleibt uns nichts anderes übrig als noch eine gute Stunde weiter abzusteigen, um zu einer befahrenen Kreuzung zu kommen, wo mehr Minibusse verkehren. Als wir schliesslich im Minibus sitzen und zurück nach Huarez fahren, merken wir, das wir eigentlich schon in einem Vorort waren. Bis zum Zentrum wo wir aussteigen wäre es nicht mehr weit gewesen.

Egal, der Sol ist es wert und das Bier heute haben wir uns echt verdient.
Mit Schafen & Kühen geht es Richtung Pitec

Immer Richtung Churup Gipfel

Kletterei kurz vor dem Ziel

Zielfoto

Die Laguna mit Blick auf dem Gipfel



Route 2,858,101 - powered by www.wandermap.net

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Samstag, 16. August 2014

Unser Trip durch Bulgarien


Wir sind inzwischen in bzw. um Veliko Tarnovo angekommen und chillen am Campingplatz Veliko Tarnovo (leider aufgrund des heftigen Regens vor ein paar Wochen mit defektem Swimming Pool), der 15km ausserhalb liegt. 

Endlich habe ich wieder Muse zu bloggen. Ja, reisen strengt irgendwie auch an: ständig Zelt aufbauen, abbauen, nächste Etappe planen, Unterkunft suchen (Camping oder Hostel), vor Ort orientieren und natürlich mit den anderen Campern quatschen etc. Hier treffen wir erstmalig (teils wohl aufgrund der Annäherung an die Heimatregion, teils wegen Ferienzeit) mal wieder einige Deutsche, Österreicher und Belgier, teils mit Motorrad unterwegs, teils mit Auto und Zelt, Jeep und / oder Caravan. 

Von Bansko im Pirin Gebirge geht es für uns zum größten Kloster Bulgariens, dem Rila Kloster, das sehr schön im Rila Gebirge liegt und durchaus einen Besuch wert ist (Zodiak Camping sehr nett). Bulgarien liegt unter einer regelrechten Hitzewelle mit Temperaturen weit über 30°C. Das nehmen wir bei der Fahrt durch die Gebirge noch gar nicht so richtig wahr, aber auf der Weiterfahrt an Sofia vorbei in den Nordwesten, nach Belogradchik, kriegen wir die Hitze durchaus zu spüren (38°C Höchsttemperatur an der 1200er gemeldet - fast wie im Iran!), aber besser als der Dauerregen der hier vor einigen Wochen herschte und vieler Orts für Überschwemmungen sorgte. Hier bleiben wir 2 Nächte am Camping Madona, treffen ein Camperpaar vom Zodiak Camping wieder und weitere Camper aus Göppingen, Belgien (mit Jeep) und Graz (mit Gespann). 


Das Rila Kloster




Trotz der Hitze lassen wir es uns nicht nehmen, eine mehrstündige Wanderung durch die hiesigen Wälder und Felsen zu machen, wobei wir natürlich immer wieder tolle Aussichten auf die berühmten Felsformationen von Belogradchik erhaschen. Solche Felsformationen hat glaube ich jedes Land zu bieten: wir erinnern uns an das Elbsandsteingebirge (um mal was aus unserem Deutschland-Wissen beizutragen), an Kappadokien (Türkei), Goris (Armenien), Stob Pyramids (beim hiesigen Rila Kloster), … und immer wieder finden wir es toll.


Eine Schildkröte hat auch unseren Weg gekreuzt

2malwandervögel

Von hier geht es wieder zurück nach Osten Richtung Veliko Tarnovo. Wir fahren zunächst bis Lovech, wobei wir (wie übrigens seit Istanbul so häufig) massig Sonnenblumenfelder (Wozu brauchen die so viel davon? Das werden wir noch recherchieren!) und sonstige Felder passieren und tonnenschweren überbreiten New Holland Mähdrescher, Ernte- oder sonstige Maschinen entgegenkommen. So stellen wir uns North Dakota, Ohio und all die anderen Landwirtschaftsstaaten der USA auch vor. Nur dass dort wohl kaum noch Pferdegespanne zwischen diesen Megamaschinen auf der Strasse zu sehen sind. Ein beeindruckender Gegensatz.

Von Lovech aus wählen wir die lange Route über das Zentralgebirge (Stara Planina) und zurück über den Shipka Pass, nach Veliko Tarnovo, wo wir zunächst 1 Nacht in der Stadt bleiben, um die hübsche Altstadt, die Plovdiv Konkurrenz macht, und die hiesige riesige Festung zu besichtigen.

Kerstin am Shipka Pass

Constantin am Shipka Pass

Veliko Tarnovo - eine Stadt wie aus dem Märklin Katalog



Und jetzt sitzen wir also hier auf unseren Liegestühlen ohne Pool und warten auf den angekündigten Regen am morgigen Sonntag, bevor wir zu unserer letzten Station in Bulgarien aufbrechen: Russe, die Grenzstadt nach Rumänien. 

P.S. Für alle die sich fragen was mit Ralf und seiner KTM passiert ist: Die beiden sind seit gestern wieder in der Heimat, die letzten km in strömenden Regen. Ausser ein paar platte Reifen und neuen Öllecks ging auch alles ganz glatt. Viele Grüße an Ralf schon von hier. Wir sehen uns bestimmt mal wieder.

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Dienstag, 22. Juli 2014

Klöster, Pässe, Berge - unsere Route durch Armenien als GPS/GPX

Immerhin fast 1.000km sind wir durch Armenien gefahren, über Bergpässe, vorbei an Klöstern und durch wunderbare Landschaften. Und auch die Strassen waren verhältnismäßig gut, wie wir nach unseren Erfahrungen aus Georgien wissen (siehe 'Nie wieder Schotter').

Hier nun unsere genaue Route, auch als Download verfügbar (über Mopedmap).

Armenien Route (GPS/GPX)



Route 2,682,652 - powered by www.mopedmap.net

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Sonntag, 13. Juli 2014

Wanderung zum Gergeti Gletscher


Von Kazbegi aus (bzw. heißt ja offiziell Stepantsminda) sind wir Richtung Mt. Kazbegi, genauer gesagt zur Gletscherzunge der Gergeti Gletscher gewandert, der vom Kazbegi runterfließt.

Die Wanderung führt über die Tsminda Sameba Kirche, dem Wahrzeichen von Stepandsminda. Nachdem ich jetzt ja unter die Geo-Tagger gegangen bin, gibt es auch unsere Wanderrute online zum anschauen und download als GPS Datei.


Route 2,694,645 - powered by www.wandermap.net

Aktuelles

Schwedens Schätze und Stürme: Ein Tag in Mora und Karlstadt

Ein neuer Tag in Schweden begrüßt uns, und nach einem herzhaften Frühstück in unserem gemütlichen Bed and Breakfast in Mora sind wir bereit ...