Unser Trip durch Bulgarien


Wir sind inzwischen in bzw. um Veliko Tarnovo angekommen und chillen am Campingplatz Veliko Tarnovo (leider aufgrund des heftigen Regens vor ein paar Wochen mit defektem Swimming Pool), der 15km ausserhalb liegt. 

Endlich habe ich wieder Muse zu bloggen. Ja, reisen strengt irgendwie auch an: ständig Zelt aufbauen, abbauen, nächste Etappe planen, Unterkunft suchen (Camping oder Hostel), vor Ort orientieren und natürlich mit den anderen Campern quatschen etc. Hier treffen wir erstmalig (teils wohl aufgrund der Annäherung an die Heimatregion, teils wegen Ferienzeit) mal wieder einige Deutsche, Österreicher und Belgier, teils mit Motorrad unterwegs, teils mit Auto und Zelt, Jeep und / oder Caravan. 

Von Bansko im Pirin Gebirge geht es für uns zum größten Kloster Bulgariens, dem Rila Kloster, das sehr schön im Rila Gebirge liegt und durchaus einen Besuch wert ist (Zodiak Camping sehr nett). Bulgarien liegt unter einer regelrechten Hitzewelle mit Temperaturen weit über 30°C. Das nehmen wir bei der Fahrt durch die Gebirge noch gar nicht so richtig wahr, aber auf der Weiterfahrt an Sofia vorbei in den Nordwesten, nach Belogradchik, kriegen wir die Hitze durchaus zu spüren (38°C Höchsttemperatur an der 1200er gemeldet - fast wie im Iran!), aber besser als der Dauerregen der hier vor einigen Wochen herschte und vieler Orts für Überschwemmungen sorgte. Hier bleiben wir 2 Nächte am Camping Madona, treffen ein Camperpaar vom Zodiak Camping wieder und weitere Camper aus Göppingen, Belgien (mit Jeep) und Graz (mit Gespann). 


Das Rila Kloster




Trotz der Hitze lassen wir es uns nicht nehmen, eine mehrstündige Wanderung durch die hiesigen Wälder und Felsen zu machen, wobei wir natürlich immer wieder tolle Aussichten auf die berühmten Felsformationen von Belogradchik erhaschen. Solche Felsformationen hat glaube ich jedes Land zu bieten: wir erinnern uns an das Elbsandsteingebirge (um mal was aus unserem Deutschland-Wissen beizutragen), an Kappadokien (Türkei), Goris (Armenien), Stob Pyramids (beim hiesigen Rila Kloster), … und immer wieder finden wir es toll.


Eine Schildkröte hat auch unseren Weg gekreuzt

2malwandervögel

Von hier geht es wieder zurück nach Osten Richtung Veliko Tarnovo. Wir fahren zunächst bis Lovech, wobei wir (wie übrigens seit Istanbul so häufig) massig Sonnenblumenfelder (Wozu brauchen die so viel davon? Das werden wir noch recherchieren!) und sonstige Felder passieren und tonnenschweren überbreiten New Holland Mähdrescher, Ernte- oder sonstige Maschinen entgegenkommen. So stellen wir uns North Dakota, Ohio und all die anderen Landwirtschaftsstaaten der USA auch vor. Nur dass dort wohl kaum noch Pferdegespanne zwischen diesen Megamaschinen auf der Strasse zu sehen sind. Ein beeindruckender Gegensatz.

Von Lovech aus wählen wir die lange Route über das Zentralgebirge (Stara Planina) und zurück über den Shipka Pass, nach Veliko Tarnovo, wo wir zunächst 1 Nacht in der Stadt bleiben, um die hübsche Altstadt, die Plovdiv Konkurrenz macht, und die hiesige riesige Festung zu besichtigen.

Kerstin am Shipka Pass

Constantin am Shipka Pass

Veliko Tarnovo - eine Stadt wie aus dem Märklin Katalog



Und jetzt sitzen wir also hier auf unseren Liegestühlen ohne Pool und warten auf den angekündigten Regen am morgigen Sonntag, bevor wir zu unserer letzten Station in Bulgarien aufbrechen: Russe, die Grenzstadt nach Rumänien. 

P.S. Für alle die sich fragen was mit Ralf und seiner KTM passiert ist: Die beiden sind seit gestern wieder in der Heimat, die letzten km in strömenden Regen. Ausser ein paar platte Reifen und neuen Öllecks ging auch alles ganz glatt. Viele Grüße an Ralf schon von hier. Wir sehen uns bestimmt mal wieder.

_______________________
blogged by Zenzi39

Kommentare