Laos ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das liegt zum einen an den Folgen des Vietnamkrieges und der darauf folgenden Abkapselung des Landes. Zum anderen aber auch an der bergigen Landschaft, voller Höhlen und Dschungel sowie massig UXOs, die Anbau und Transport von Lebensmittel schwierig machen. Die Landschaft und die großteils unberührte Natur, machen Laos aber für den Reisenden interessant. Seit den 90igern öffnet sich Laos Besuchern und Touristen und heute lässt sich Laos völlig problemlos bereisen, auch individuell und ohne lange Planung. Hier einige Tipps für eure Reise durch Laos:
1. Unterkunft
Ähnlich wie in Thailand gibt es überall Guesthouses, die Zimmer, seltener auch Betten in Dorms, zu günstigen Preisen vermieten. Wir hatten nie ein Problem ein Zimmer zu finden. Selbst an den touristischen 'Hotspots' wie Luang Prabang, gab es genügend Zimmer in unserer Preisklasse (bis 10 USD). Insgesamt sind die Zimmer etwas teurer als in Thailand, haben dafür aber meistens auch ein eigens Bad, Handtücher, etc. Es lohnt sich einige Guesthouses anzuschauen und auch etwas zu verhandeln. Gerade wenn man länger bleibt (3 Nächte und mehr) bekommt man oft Rabatt.
2. Von A nach B kommen, Bus fahren
In Laos gibt es (noch) kein Schienennetz. Größere Städte verfügen meist über einen Flughafen. Das Reisemittel der Laoten (und der Backpacker) sind aber Busse. Da die Strassen meist in keinem guten Zustand sind, teilweise immer noch nicht asphaltiert und sich dazu noch kurvig durch die Berge kämpfen müssen, dauern die Busfahrten aber deutlich länger, als man das aufgrund der Entfernung erwarten würde. Also genügend Zeit einplanen.
Die Busbahnhöfe sind leider immer etwas ausserhalb, was entweder einen Fussmarsch oder extra Kosten für ein Tuk-Tuk bedeutet.
Tipp für Phonsavan: Der Sleeper Bus nach Vientiane fährt um 19.30 Uhr an einer Bus Station im Zentrum los, um dann am Busbahnhof ausserhalb nochmal anzuhalten. Die Bus Station ist Nahe Khon Keo Guesthouse, im "ShoppingCenter" am Ende der Strasse in der auch die Falang Lao und Nirvana Bar sind.
Für verschiedene Routen kann man mit dem Boot über die Flüsse Laos fahren. Meist teurer und auch länger als die Busfahrten, aber man sieht natürlich das Land aus einer anderen Perspektive. Vorsicht: In der Trockenzeit (Nov. bis April) haben einige Flüsse nicht genug Wasser und nicht alle Routen können durchgängig befahren werden. So war eine Bootsfahrt von Nong Kiao nach Luang Prabang im Januar 2014 nicht möglich ( nicht, dass wir das gemacht hätten...)
3. Vor Ort unterwegs
Ist man in einer Stadt gibt es immer eine große Auswahl an Vermietern für Fahrräder, Roller oder Mopeds. Die sind auch eine gute Idee, um die Umgebung zu erkunden. Bei Fahrrädern nach Möglichkeit Moutainbikes nehmen. Die sind zwar etwas teurer, passen dafür aber von der Größe besser und kommen mit den Strassen und Wegen besser zurecht. Die meisten Städte sind aber so klein, das man auch zu Fuß alles machen kann.
4. Roller faahn
Für ein Motorrad wie die GS wären Laos Strassen und Pisten wie geschaffen. Leider hat das aber nicht ins Handgepäck gepasst. Aber die kleinen Roller aus China oder Korea kommen auch überall hin. Achtung: Die Bremsen würden den deutschen TÜV nicht passieren, also mit buddhistischer Gelassenheit unterwegs sein. Die Roller werden teilweise mit leerem Tank vermietet und der Vermieter macht dann ein paar KIP zusätzlich, wenn man volltankt und nicht alles verfährt. In den Tank passen 2-3 Liter und damit kommt man locker 150-200km weit.
5. Geld
Inzwischen gibt es fast überall Geldautomaten. Egal was für eine Karte man hat, die Banken in Laos erheben immer eine Gebühr, in der Regel um die 2%, mind. 20.000 KIP. Meist kann man nicht mehr als 1M KIP pro Tag abheben. Oft kann man aber auch mit Baht bezahlen. Euro und USD werden auch überall gewechselt, oft aber zu schlechten Kursen. Abheben am Automat, auch mit Gebühr, ist die beste und billigste Methode an Geld zu kommen.
6. Trekking
Wenn man schon in der unberührten Natur von Laos ist, sollte man auch eine Trekking Tour machen. Da die Wege aber, bis auf wenige Ausnahmen, nicht markiert sind und es zudem jede Menge Blindgänger (UXOs) in Laos gibt, empfiehlt es sich eine der vielen Trekking Agenturen zu besuchen und sich einen Tripp organisieren zu lassen. Am besten mit einer Übernachtung in Dschungel oder in einem Hilltribe Dorf.
7. Sticky Rice
Sticky Rice ist das National Gericht in Laos. Man bekommt ihn als Beilage, als Nachtisch oder - unser Tipp - als Reiseproviant auf den langen Busfahrten.
8. Temperaturen
Wie schon im Norden von Thailand, wird es im Winter (Dezember, Januar) empfindlich kalt in Laos. In den nördlichen Bergregionen kann das Thermometer auch schon mal auf unter 0 Grad sinken. Gerade dort sind dann aber die Unterkünfte meist nur aus Holz oder Bambus, Fenster bestehen meist nur aus Fliegengitter und alles - Restaurants, Cafes, Bars, etc. - ist im Freien. Wir waren mal wieder echt froh über unsere Wollpullover, Fleece und Softshelljacken. Und die langen Unterhosen.
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Montag, 20. Januar 2014
Mittwoch, 15. Januar 2014
Vientiane - unsere letzten Tage in Laos
Die Ankunft am frühen Morgen hat den Vorteil, dass man der Stadt beim Erwachen zusehen kann. Der Nachteil ist, dass man sich noch gar keine Unterkunft suchen kann, was wiederum den Vorteil hat, dass man zunächst mal gemütlich frühstücken geht, sofern schon was geöffnet ist.
Weil wir als erstes einer der französisch angehauchten Bäckereiketten begegnen, lassen wir uns auch dort nieder und speisen.
Der Gang zum Örtchen offenbart gleich eines der Features in Vientiane: Mozzies; offensichtlich haben sie noch gedöst, bevor ich das Licht einschalte und ich überlege mir, ob ich hier gesund wieder rauskomme. Aber was muss das muss und so richtig angriffslustig scheinen die Viecher hier nicht zu sein, wie wir später noch feststellen. Gut so, denn unser Lovanh Guesthouse hat zwar TV, aber weder Fliegengitter vor den Fenstern (!mit Glasscheiben, das gab's schon ewig nicht mehr!) noch Moskitonetz. Macht nix, wir machen die Schotten dicht und die paar recht trägen Mozzies sind ruckzuck abgeklatscht.
Unser Eindruck von Vientiane ist zwiegespalten: Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt von Laos hat einiges zu bieten, nicht zuletzt eine ganze Reihe von erstklassigen Boutique Hotels, oft untergebracht in schönen alten französichen Villen. Im überschaubaren Zentrum gibt es eine gute Auswahl an Restaurants und Bars für alle Geschmäcker: Französische Küche, Pizza an jeder Ecke, aber auch viel Vietnamesische, Thai und Japanische Küche. Und natürlich Burger.
Aber eine wirklich schöne Stadt ist Vientiane nicht. Zwischen den renovierten Hotels stehen zu viele unpersönliche Sowjetklötze, die immer wieder verfallen sind und/oder leerstehen. Der Charme, den Luang Prabang hat fehlt völlig. Viele Bars, Restaurants oder GH, die im Lonely Planet empfohlen werden, sind geschlossen und einige Attraktionen mussten Neubauten weichen, wie z.B. der Markt einem bizarren Restaurant-Bar-Komplex. Wir hatten den Eindruck das sich die Stadt mehr an Geschäftsreisende und Expats richtet, als an Touristen oder gar Backpacker, obwohl in diese Richtung sichtbar einige (klägliche) Versuche gestartet wurden.
Unbedingt sehenswert ist aber das COPE Zentrum, in dem in einer interessanten Ausstellung das UXO Problem dargestellt wird und auch wie den Opfern mit Prothesen und Reha geholfen wird. Wir mussten etwas suchen, es befindet sich direkt gegenüber des New Garden Boutique Hotels auf dem Gelände der Reha-Klinik.
Von Vientiane geht's über die Freundschaftsbrücke nach Nong Khai, Thailand. (Buslinie 14 bringt einen für 6000 Kip zur Brücke, für 4000 Kip/20 Baht gibt's dann den Shuttle Bus rüber zur Immigration).
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blogged by Zenzi39
Weil wir als erstes einer der französisch angehauchten Bäckereiketten begegnen, lassen wir uns auch dort nieder und speisen.
Der Gang zum Örtchen offenbart gleich eines der Features in Vientiane: Mozzies; offensichtlich haben sie noch gedöst, bevor ich das Licht einschalte und ich überlege mir, ob ich hier gesund wieder rauskomme. Aber was muss das muss und so richtig angriffslustig scheinen die Viecher hier nicht zu sein, wie wir später noch feststellen. Gut so, denn unser Lovanh Guesthouse hat zwar TV, aber weder Fliegengitter vor den Fenstern (!mit Glasscheiben, das gab's schon ewig nicht mehr!) noch Moskitonetz. Macht nix, wir machen die Schotten dicht und die paar recht trägen Mozzies sind ruckzuck abgeklatscht.
Unser Eindruck von Vientiane ist zwiegespalten: Die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt von Laos hat einiges zu bieten, nicht zuletzt eine ganze Reihe von erstklassigen Boutique Hotels, oft untergebracht in schönen alten französichen Villen. Im überschaubaren Zentrum gibt es eine gute Auswahl an Restaurants und Bars für alle Geschmäcker: Französische Küche, Pizza an jeder Ecke, aber auch viel Vietnamesische, Thai und Japanische Küche. Und natürlich Burger.
Aber eine wirklich schöne Stadt ist Vientiane nicht. Zwischen den renovierten Hotels stehen zu viele unpersönliche Sowjetklötze, die immer wieder verfallen sind und/oder leerstehen. Der Charme, den Luang Prabang hat fehlt völlig. Viele Bars, Restaurants oder GH, die im Lonely Planet empfohlen werden, sind geschlossen und einige Attraktionen mussten Neubauten weichen, wie z.B. der Markt einem bizarren Restaurant-Bar-Komplex. Wir hatten den Eindruck das sich die Stadt mehr an Geschäftsreisende und Expats richtet, als an Touristen oder gar Backpacker, obwohl in diese Richtung sichtbar einige (klägliche) Versuche gestartet wurden.
Unbedingt sehenswert ist aber das COPE Zentrum, in dem in einer interessanten Ausstellung das UXO Problem dargestellt wird und auch wie den Opfern mit Prothesen und Reha geholfen wird. Wir mussten etwas suchen, es befindet sich direkt gegenüber des New Garden Boutique Hotels auf dem Gelände der Reha-Klinik.
Von Vientiane geht's über die Freundschaftsbrücke nach Nong Khai, Thailand. (Buslinie 14 bringt einen für 6000 Kip zur Brücke, für 4000 Kip/20 Baht gibt's dann den Shuttle Bus rüber zur Immigration).
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blogged by Zenzi39
Sonntag, 12. Januar 2014
Luang Prabang - Stadt der Mönche in Laos
Das der Buddhismus in südostasien eine bedeutende Rolle spielt ist jedem Reisenden schnell klar, hat doch jedes noch so kleine Dorf sein Kloster und Tempel, jedes Haus seinen Schrein. Aber kaum irgendwo wird einem das so bewußt, wie in Luang Prabang, der Stadt mit wahrscheinlich mehr Klöstern als Hotels (um die 300 sollen es wohl sein). So findet man beim Wandern über die Halbinsel zwischen Mekong und Nam Kah Fluss, wo die Altstadt liegt, in jeder Strasse ein Kloster, oft auch gleich drei nebeneinander und noch eines gegenüber.
Noch auffälliger als die Kloster und Tempel sind jedoch die buddhistischen Mönche, die in ihren leuchtend orangen Gewändern in der ganzen Stadt unterwegs sind. Es kann gut sein, das es in Luang Prabang mehr Mönche als Touristen gibt.
Wie überall Tradition, sammeln die Mönche früh morgens Essensspenden von den Gläubigen ein. Wir haben das bisher nur ein, zweimal gesehen, wenn wir besonders früh zum Bus mussten: Meist sind die Mönche zwischen fünf und sechs Uhr morgens unterwegs, spätestens aber um sieben wieder im Kloster.
In Luang Prabang ist daraus eine Touristen Attraktion geworden. In der Stadt hängen Plakakte, die darüber informieren, auch über die Etikette beim Beobachten oder bei der Teilnahme:
- Die Gläubigen und Mönche nicht stören, also genügend Abstand halten
- Keinen Blitz beim Fotografieren verwenden, da das ebenfalls störend ist
- Nicht von erhöhter Position aus beobachten oder fotografieren. Man sollte nie höher stehen als die Mönche
- Beim Essen spenden nur mitmachen, wenn man damit auch etwas verbindet. Für die Gläubigen ist es ähnlich wie für Christen das Abendmahl.
- Wenn man mitmacht, sollte man die Speisen auf dem Markt kaufen und nicht bei den fliegenden Händlern, die der Prozession folgen
Interessant war wie viele Touristen mitmachten. An manchen Stellen saßen fast mehr Ausländer an der Strasse als Laoten. Offensichtlich kann man das komplette 'feed the monks' Set buchen: Bambusmatte, Sitzkissen und Essen inklusive, wahrscheinlich mit Abholservice von der Unterkunft.
Die Prozession zu beobachten war fanzinierend: Im Morgennebel tauchten die orange gekleideten Mönche auf, die in einer langen, schweigenden Prozession an den an der Strasse knienden Menschen vorbei gingen, jeder eine Art Topf umgehängt in dem die Speisen gesammelt werden. Das Ganze lief in völligem Schweigen ab, nur gestört von den Kamerageräuschen und Blitzlichtern; leider hielten sich nicht alle Beobachter an die Etikette. Einige stürmten regelrecht auf die Mönche zu, um diese von Nahem zu fotografieren, sehr peinlich.
Und genauso still und schnell wie es begonnen hat, war es auch wieder vorbei: um sieben waren alle Mönche (und es waren bestimmt über 100) wieder in ihren jeweiligen Klöstern, ohne ein Wort zu sprechen.
Aber das frühe Aufstehen lohnt sich nicht nur in Luang Prabang: in jeder Stadt mit einem Kloster sammeln die Mönche früh morgens die Essensspenden ein. Man muss nur den Wecker stellen bzw. auf den morgendlichen Gongschlag aus dem Kloster hören, der den Beginn ankündigt.
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blogged by Phoney
Dienstag, 7. Januar 2014
Warum Pastis der ideale Drink in Luang Prabang ist
Wir sitzen gerade in einem französischen Café in Luang Prabang und beobachten die vorbei flanierenden Touristen bei einem Pastis.
Überhaupt ist Pastis der ideale Drink in Luang Prabang:
- Man läßt die alte, französische Konionalzeit wieder aufleben, besonders wenn man dazu noch vor einer französischen Villa sitzt, die vor 100 Jahren von Vietnamesischen Gastarbeitern gebaut wurde.
- In den Posh-Cafés in Lunang Prabang kostet der Pastis auch nicht mehr als ein (dazu noch mitelmäßiger) Kaffee.
- Man kann den Pastis immer weiter mit Wasser verlängern und so locker eine Stunde am gleichen Drink nuckeln und hat trotzdem immer ein halbvolles Glas vor sich stehen.
Kurz: Mit einem Pastis vor sich kann man auch mit Backpacker Budget stundenlang das kostenlose WLAN in feinen Cafés stilvoll genießen.
Gegessen wird heute Abend dann wieder an den Marktständen.
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