Route de Grand Apls - Tag 6 Galibier

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Runde zum Col de Galibier

Eine letzte Pässerunde auf der Route de Grand Alps.


Mein Ziel für heute ist der Col de Galibier. Mit 2.642 mal wieder was richtig hohes. Der liegt eigentlich um die Ecke von meinem Campingplatz - aber der Weg ist das Ziel, richtig. Ich mache also eine schöne große Runde, um die Nordauffahrt zu nehmen.

Ich folge der D1091 Richtung Nordwesten. Den Galibier lasse ich erstmal rechts liegen und bleibe auf der 1091 zum Lac Du Chambon. Dort auf die D25 nach Nord zum Col de Sarenne. In den Wintermonaten ist hier sicherlich mehr los, liegt doch auf der Strecke das Ski-Gebiet Alpe d’Huez und die Tour de France steigt hier auch regelmäßig ab. Heute aber habe ich die Strecke fast für mich allein und ich kann die schmale Strecke durch die karge Gebirgslandschaft in vollen Zügen genießen. Lediglich der Skiort - jetzt ein Geisterdorf - zeigt die ganze Hässlichkeit des Skibetriebes ohne Schnee.

Weiter gehts über Oz und den Stausee Lac de grand Maison zum Col du Glandon https://alpenrouten.de/Glandon-Col-du_point187.html. Der ist aber heute nur ein Abstecher für mich - rauf und gleich wieder runter. Es ist schon kurz vor Drei und ich will ja mein Tagesziel heute noch erreichen.


Also gleich weiter zum nächsten Pass - der Col de la Croix Fer - unschwer am Eisernen Kreuz auf der Passhöhe zu erkennen. Kurzer Fotostopp. Ein ordentlicher Schluck aus dem Camelbak und weiter gehts. Nächster Stopp = nächster Pass: Col du Telegraph mit dem beeindruckenden Tour de France Denkmal auf der Passhöhe.

Und dann schwinge ich mich im warmen Licht des späten Nachmittages den Col de Galibier hoch. Der fünf höchste Alpenpass hat einiges an Kurven zu bieten. Die Strasse ist aber Tip-Top in Schuss und so kann ich im Flow zum Gipfel fahren. Etliche Fahrradfahrer sind mit mir unterwegs. Motorräder weniger. Die Auffahrt war so schön, das ich nach kurzen Fotostopp gleich die Südrampe wieder runter zische, um dann von unten den Pass gleich nochmal in die andere Richtung zu fahren. Ein Traum. Das warme Herbstlicht tut ein übriges dazu.

Es ist schon nach sechs als ich mich vom Galibier verabschiede und wieder Richtung Telegraph fahre. Meine Tour geht langsam zu Ende. Morgen wird mein letzter Tag auf der Route de Grand Alps sein. Der Heimweg soll über Bozen führen, wo ich mit Kerstin verabredet bin.

Weil es schon spät ist und auch kühl, beschließe ich mir mal wieder ein Zimmer zu gönnen. Leider ist die Auswahl durchaus beschränkt, viele Häuser haben geschlossen - ist ja keine Skisaison. Aber ich find dann in der Nähe von Ruz eine Unterkunft die ein Zimmer hat, Internet und kühles Bier - das reicht.

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