Route de Grand Alps - 3. Tag am Meer

La Mer

La Mer

Die letzte Etappe nach Süden zum Meer bei Menton



Heute gibt es Fisch zum Mittagessen. Das steht schon fest als ich morgens aus dem Zelt krabbel. Denn heute ist mein Ziel Menton, das offizielle Ende der Tour de Grand Alps. Neben dem obligatorischen Fischmenü, Blick auf den Strand und Foto der BMW mit Meer, habe ich nicht viel vor - Meer und Strand sind nicht so mein Ding, lieber schnell zurück in die Berge.

Nur ein Ladegerät für meine Kameraakkus muss noch finden. Ich hab nämlich die falschen Ersatzakkus eingepackt und aus dem Grund kein Ladegerät dabei (blöd wenn man Kameras mit unterschiedlichen Akkus hat und sich die Akkus dann auch nicht einfach über USB laden lassen - aber dazu mehr in einem anderen Post).

Ich bin bei Zeit wieder auf dem Bock und schon kurz nach zehn am ersten Fotostopp: Col de la Cayolle. Das Wetter ist auch heute wieder perfekt und der Verkehr hält sich - wie auf der ganzen Route bisher - in Grenzen. Das erlaubt fahren wie es einem gefällt und ich rausche im Flow die Serpentinen zum Pass hoch. Auf 2.326m ist es aber dann doch auch frisch und so bleibt es bei einem Passfoto bevor es wieder runtergeht Richtung Col de la Couillole.

Der liegt dann schon nur noch auf 1.678m, man merkt das es Richtung Meer geht. Die Höhen nehmen ab, was aber dem Kurventraum hier keinen Abbruch tut. Und wärmer wird es: mit jedem KM steigt die Temperatur und aus dem Spätsommer wird wieder Hochsommer.

Es gibt hier unzählige Strässchen, eines sieht vielversprechender als das andere aus. Ich entscheide mich eher spontan für die eine oder andere Richtung, das Navi kalkuliert dann neu und schon bin ich wieder zum Meer unterwegs.

Wird dann doch ein spätes Mittagessen in Menton, als ich gegen 15:00 Uhr ankommen. Aber alles wie geplant: Restaurant an der Strandpromenade, Blick auf’s Meer, drei Gänge Fischmenü und Bild von der GS mit Meer. Damit wäre das Thema mal abgehakt.

Fehlt noch das Ladegerät. Leider ist die Auswahl an Foto- oder Elektronikläden nicht sehr groß. Google führt mich zum ersten, was sich als reines Fotoatelier entpuppt. Der nächste Laden hat gleich ganz zu beim dritten werde ich dann fündig: ein universalladegerät das Foto Akkus und AA Akkus gleichermaßen lädt. Nur leider nicht über USB. Aber immerhin. Damit gibt es auch Bilder von der Rückfahrt, die ich direkt im Anschluss antrete.

Ich nehme nicht die gleiche Strecke wie hin das ist ja klar. Unterschätze dann allerdings etwas die Entfernung. Grob wollte ich wieder Richtung Barcelonnette zurück. Aber da es schon nach vier ist, als ich in Menton aufbreche, ist klar das ich soweit nicht komme werde. Aber irgendwo unterwegs wird es schon einen schönen Campingplatz geben.

Tja - das ist dann auch schon die Sache. Als ich mich entschließe mich zum nächsten Campingplatz aufzumachen, stellt sich heraus das dieser schon geschlossen ist. Die nächste Pension ist ebenfalls zu. Ein Restaurant an dem ich was essen will - meine Campingvorräte sind erschöpft - auch zu. Es wird bereits dämmrig und mir reicht es wirklich für heute, aber die Gegend durch die ich gerade fahre ist wirklich einsam und verlassen.

Ich beschließe wieder zum ersten Campingplatz zurück zu fahren und notfalls dort wild zu campen. Als ich dort ankomme ist plötzlich auch der Betreiber da - er war wohl nur kurz was erledigen - ist ja nichts los. So bin ich der einzige der heute Abend bei ihm übernachtet. Leider gibt es bei ihm auch nichts zu essen oder zu trinken zu kaufen und so bleibt mir nur Wasser und ein Müsliriegel als Abendessen. So schnell kann es gehen - gerade noch 3-Gänge Menüs geschlemmt und im nächsten Moment nur noch Wasser und Brot. Naja - morgen geht es wieder Richtung Italien über den Bonette - da gibt es bestimmt was leckeres zu Essen unterwegs.

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