Relaxen in Bukarest



Die Gegend kommt uns ungewohnt vor: Gated Communities, wie zuletzt in Istanbul. Riesige Shopping Malls und der Flughafen gleich um die Ecke. Hier soll unser Campingplatz sein? Ich bin bereits fest der Meinung, dass unsere Information zum Stadtcampingplatz Casa Alba in Bukarest veraltet ist und dieser inzwischen einem Luxusneubau zum Opfer gefallen ist, als (genau wie das Navi anzeigt) ein Schild rechts zum Campingplatz weist. Leider ist dieser wenig romantisch. Hauptsächlich für Campervans gebaut (die dann auch gleich dutzendweise rumstehen). Für Zelter gibt es nur einen kleinen Streifen am Ende. Mehr Moos und Steine als Gras. Zudem macht alles einen leicht modrigen Eindruck. Schon beim Zeltaufbau sucht Kerstin deshalb nach Alternativen. Die sind auch schnell gefunden in Form eines schönen AirBnB Zimmers in der Stadt.

Aber eines muss man dem Platz lassen: zwar liegt er ausserhalb ist aber sehr gut and das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.
Und so gehen wir an unserm ersten Abend in Bukarest erstmal ins Kino (Sin City 2) in dem nahe liegenden Baneasa Einkaufszentrum (Spazierweite vom Campingplatz) und anschliessend noch mit dem Bus ins Zentrum Bukarests was Essen und Trinken. Zurück geht es wieder bequem und billig mit dem letzten Bus, der leider schon um 23 Uhr fährt.

Nachts und auch noch morgens überrascht uns tatsächlich leichter Regen, der nirgendwo vorhergesagt war. Und so packen wir zum ersten Mal auf dieser Reise unser Zelt nass ein, um in unsere tolle Unterkunft zu ziehen.
Marinela ist unser AirBnB Host und lässt uns schon kurz vor 11 Uhr in ihre Wohung. Wir haben ein eigenes Zimmer und Marinela und ihr Freund sind so leise, das wir meistens gar nicht sicher sind ob wir jetzt alleine sind oder nicht. Die Bikes parken derweil sicher und vor neugierigen Blicken geschützt im Hinterhof.

Unser erster abend in Bukarest führt uns in die Altstadt, wo sich Pub an Pub reiht. Nach ein paar Happy-Hour Hoppings, lassen wir uns zum Burger-Dinner im Fire Club nieder. Zum Absacker geht es zur nächsten Indie-Rock-Bar, die es hier gibt wie bei uns uns Augustiner Boizen. Aber in diesem Gassengewirr in dem sich ein Resto/Bar/Pub ans andere reiht gibt es auch für Mainstream- Geschmäcker was. 

Tag 3 in Bukarest ist Geschichte angesagt: wir besichtigen das zweitgrösste Gebäude der Welt. Causescus Parlaments-Palast (in Bukarest auch das People House genannt). Mal wieder so ein grössenwahnsinniger Bau, der verdeutlicht was passiert, wenn Diktatoren sich der Nachwelt verewigen wollen. Über 1.000 Zimmer (Sääle trifft es in den meisten Fällen besser). Alles voller Marmor, Bergkristalllüster und Teppiche. Der einzige Weg ins Gebäude führt über eine Führung und so erfahren wir einge Interessante Details zum Gebäude. Zum Beispiel, dass alle Materialien aus Rumänien kommen. Selbst die Seide wurde hier gesponnen (nur die Technik der Aufzüge ist made in Germany). Wir nehmen die Tour mit Balkon und Terasse und erhalten so einen schönen Blick über Bukarest.

Tag 4 in Bukarest ist Stadtführung. Wir nehmen an der kostenlosen Walkingtour teil, die uns nochmal durch die Altstadt führt (zum Glück haben die Pubs noch zu) aber auch zu anderen tollen Sehenswürdigkeiten. Darunter das Revolutionsdenkmal (Potatoe on a Stick),  zum Justice Court mit Vlad Teped Büste oder das Ateneul Roman. Unser Guide ist gut und hat jede Menge Anektdoten auf Lager, zum Beispiel wie Rumänien zum Plastikgeld (die Geldscheine sind hier nicht aus Papier, sondern aus Plastik) gekommen ist (ratet mal in den Kommentaren zum Post).

Abends gibt es tollen veganen Burrito von unseren AirBnB Gastgebern zum Abschied.

Camping in Bukarest

Vlad Tepes oder auch Dracula

Das Wappen von Bukarest mit dem Stadtheiligen Basrabov - war während des Kommunisten natürlich verboten

Alt trifft Neu: Hier das ehemalige Securitate Gebäude

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blogged by Phoney

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