Kurvenparadies in Armenien


Von Meghri nehmen wir nicht die kürzeste, sondern die schönste Strecke nach Goris unserem nächsten Ziel.

Die Strasse führt östlich bis nach Kapan und trifft erst dort wieder auf die Hauptverkehrsader durch Armenien.

Was für eine paradiesische Strecke: Auf und ab geht es durch den Kaukasus. Hinter jeder Kurve (und daraus besteht eigentlich die ganze Strecke) tun sich neue Bergpanoramen auf. Mehrmals halten wir an und lassen die Ausblicke einfach nur auf uns wirken. Hinzu kommt die Einsamkeit. Auf den 50km nach Kapan begenen uns gerade mal 3 Autos. Kein Vergleich zum Iran, wo praktisch immer dichter (Laster-)Verkehr herrschte.

Habe ich gestern noch gesagt "Wer nur zum Motorradfahren in den Iran kommt, kann getrost im Norden bleiben" würde ich heute sagen "Wer nur zum Motorradfahren in den Iran kommt, kann in Armenien bleiben".

Unterwegs biegen wir auf einen kleinen Schotterweg ab, der uns laut Reiseführer zu einer kleinen Kirche führen soll. Tatsächlich endet der Pfad an der kleinen Kapelle, wo sich bereits eine armenische Familie mit ihrem Lada zum Picknick niedergelassen haben. Die Verständigungsschwierigkeiten sind zwar groß, aber dass man uns zu Essen, Wodka und Tee einlädt ist uns schnell klar. Als Papa dann noch die Mucke im Lada anmacht, gibt es kein zurück mehr: Kerstin muss mit Mama und Oma tanzen. Das ganze wird eifrig mit den Handys gefilmt und steht inzwischen wahrscheinlich schon auf YouTube.

In Goris findet Kerstin für uns ein nettes B&B, wo wir uns gleich mal für einige Tage niederlassen wollen.

Das letzte deutsche WM Gruppen-Spiel schauen wir uns mit Keith aus den USA an. Wie passend.


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