Weltkulturerbestadt Hoi An mit Legendärer Nacht

Pünktlich um 7 Uhr früh kommen wir in Danang am Busbahnhof an; von hier aus wollen wir (nach kurzer Morgentoilette!!!) gleich nach Hoi An weiterfahren. Es fahren regelmäßig gelbe Linienbusse und schnell ist unserer gefunden. Natürlich wollen auch alle die Taxi- und Motofahrer uns nach Hoi An bringen, aber das ist doch viel zu teuer.

Teurer als erwartet wird dann allerdings auch der Linienbus, dessen Schaffner (in Zusammenarbeit mit dem Fahrer) uns mehr als das Doppelte des normalen Preises abknüpft, wegen des Gepäckes und weil es halt so ist. Trotz heftigster Diskussion lässt er sich nicht erweichen, droht, uns aus dem Bus zu schmeißen, und wir übernächtigten Nachtbusfahrer haben bald keinen Nerv mehr und zahlen, es handelt sich ja nicht wirklich um viel Geld, aber dennoch isses unverschämt! (Wir sind 4 Ausländer, 2 weitere steigen später noch dazu).

Nachträgliche Recherche im Netz ergibt, dass tatsächlich dieses Strecke berühmt berüchtigt für diese Touri Abzocke ist. Wir beschliessen, dass wir das bei der Rückfahrt besser können, wenn wir ausgeschlafen in den Bus steigen werden.

Davon lassen wir uns aber nicht die Laune verderben, in Hoi An ist schnell eine hübsche Bleibe in einem alten traditionellen Haus gefunden; das Zimmer ist riesig, mit schönem Holzboden, und riesigem, neuen geschmackvollem Bad. Insgesamt werden nur 4 Zimmer vermietet. Ein echtes Schmuckstück das B'Lan House (Homestay), von 2 süßen Mädels geführt...

Nach leckerem Mittagessen am Markt ums Eck gucken wir uns die Altstadt an, mit ihrer besonderen Architektur, vielen historischen Holzhäusern und merken schnell, dass wir in einer Stadt der Schneider sind. Ein Schneider reiht sich an den anderen; viele Touristen scheinen sich hier neu einzukleiden. Am Fluss könnten wir eine Bootsfahrt machen, wenn uns sowas gefallen würde...Einfach schnuckelig, touristisch, nett.

Abends füllt sich das Ganze heftigst und irgendwann kriegen wir mit, dass tatsächlich just an dem Abend die 'Legendäre Nacht' ist, ein kleine Stadtfestchen, das jeweils an Vollmond stattfindet und das das übliche touristische Treiben in der Altstadt einfach potenziert. Einige Reisende planen regelrecht genau an dem Tag hier zu sein.

Auf dem Fluss schwimmen schon viele Laternen, die entlang des ganzen Ufers verkauft werden, wir könnten uns zu den Laternen rudern lassen, wenn uns sowas gefallen würde; in den Gassen gibt es immer wieder kleine Vorführungen, Spielchen (die wir nur teilweise kapieren) und so. Leider ist heute der Mond überhaupt nicht zu sehen, es ist stark bewölkt und teils sogar richtig stürmisch; viele der Verkäufer tun mir richtig leid. Wir hatten hier eigentlich wieder sonniges, warmes Wetter erwartet, aber man merkt halt doch, dass wir jetzt im Norden sind und dass Winter ist.

Anderntags radeln wir noch bei starkem Wind und unter den Wolken Richtung An Bang, wo der vermeintlich schönste Strand am erblühen ist. Der Strand ist in der Tat sehr schön, zumal bei dem schlechten Wetter kaum was los ist. An Baden ist sowieso nicht zu denken, die See ist viel zu unruhig dafür, wahrscheinlich auch zu kalt.

Und dann geht's morgens schon wieder zurück nach Danang. Den heftigen Streit mit dem Busfahrer und Schaffner gewinnen diesmal wir, zumal diesmal der offizielle Preis auf dem Bus angeschrieben ist. In Danang pflanzen wir uns endlich mal in den Zug, um die schönste Zug-Strecke in Vietnam von Danang nach Huè zu genießen.







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