Cat Ba - warten auf die Sonne


Cat Ba empfängt uns mit dem gleichen Nieselwetter das wir in Hanoi hinter uns lassen wollten. Was soll's, ab Montag soll alles besser werden.

Gleich um 8 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Nationalpark, um den kurzen Aufstieg zum Ngu Lam Peak (225m) zu bewältigen und den fantastischen Blick auf die Insel und das Meer von dort zu genießen. 

Leider merken wir schnell, dass der Nebel sich eher dichtet als lichtet und am Peak angekommen gucken wir also auf eine gleichmäßig graue Wand. Aber immerhin sind wir allein zu zweit.

Wieder unten angekommen fängt es wieder an zu nieseln und uns kommt eine große Gruppe Wanderer entgegen, das sind die Leute, die eine Tour mit Führer gebucht haben. 

Wir marschieren an der Straße entlang zurück Richtung Cat Ba, um noch 2 Höhlen zu besichtigen. Die erst hat leider geschlossen, aber die Krankenhaushöhle ist ganz interessant. Dies war tatsächlich ein dreistöckiges Krankenhaus, das wärend des Vietnamkrieges in diese Riesenhöhle hineingebaut wurde. Inklusive Kino und Pool. Faszinierend.

Nachmittags suchen wir uns ein neues Hotel aus, in das wir am nächsten Morgen gleich einziehen. Die Wettervorhersage ist auch am Dienstag noch unverändert: heute noch wolking, neblig und Nieselregen, ab morgen soll es sonnig werden. Hahaha.....

Nachmittags gehen wir dennoch zum Cannon Fort hoch, von wo aus wir Traumblicke über die Insel und Richtung Lan-Ha-Bucht haben. 

Trotz sanfter Warnungen der Tourverkäufer wagen wir es am Mittwoch gleich wieder mit dem öffentlichen Bus zum Nationalpark zu fahren, um diesemal (wieder alleine) die lange Wanderung (18km) in stetem Auf und Ab zum Froschsee, zu einem Dorf und schließlich zu einer Bucht zu wagen. Spätestens dort müssen wir uns um ein Boot kümmern, das uns in die Stadt zurückbringt.
Mit uns im Bus sind weitere 5 Wanderer mit ihrem Tour-Guide, der uns gleich noch mit in die Gruppe aufnehmen will....aber es gibt ja diverse Gründe, warum wir uns für die individuelle Tour entschieden haben und wir marschiern einfach mal vorneweg, ohne Guide.

Der Weg ist ohne Probleme zu finden, anfangs ähnlich unserer ersten Wanderung sehr moderat und zu gut ausgebaut. Nach dem Froschsee allerdings wird's ganz schön felsig, und in steilem auf und ab nähern wir uns dem Dorf Viet Hai. Die Felsen und auch der Weg sind extrem glitschig, obwohl es heute tatsächlich nicht regnet!

Von hier geht's auf der Strasse zur Bucht und erst entlang dieser Strecke sehen wir interessante Vögel und Schmetterlinge. Und dann, endlich der erste Blick in die Bucht und es ist klar, warum so viele Leute in die Gegend kommen wollen.

Auf einem der Boote hier eine Mitfahrgelegenheit zu kriegen wäre hier gar kein Problem; wir haben aber schon mit dem Tour-Guide der Gruppe vereinbart, mit ihm zurück zu fahren und auch schon unseren Preis verhandelt, also warten wir hier und beobachten in der Sonne liegend (!!!!) die an- und abfahrenden Boote mit ihren Touristen an Bord, sowie einige Fischer (o.ä.), die durch das seichte Wasser waten und irgendwas (wir vermuten Muscheln) von den Steinen runterklopfen, oder Krabben aus dem Grund ziehen. So ganz genau können wir das nicht erkennen.

Die Rückfahrt durch die Lan-Ha-Bucht mit ihren ca. 300 Karstinseln ist wirklich traumhaft schön. 

Abends gibt es einen traumhaften Sonnenuntergangsblick von unserem Balkon.

Der nächste Tag empfängt uns wieder neblig trüb, nachmittags setzt der Niesel wieder ein; gut, dass wir heute keine Tour machen sondern einfach nur abhängen.

Am Freitag geht es zurück nach Hanoi, von wo aus wir am Samstag nach Jakarta fliegen werden.

Bilder aus dem Cat Ba National Park

Durch den Niesel zum Park
Der kleine hat sich vor uns versteckt
Der Aussichtsturm ist nicht mehr zu besteigen

Pfad durch den Dschungel


Bilder aus Cat Ba City & Cannon Fort

Munitionskisten im Fort

Im Mannschaftsraum gibts sogar noch Hängematten
Blick auf Cat Ba


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