Tag 4: Durch die Sahara, Sand und Geröll ins Berber Zelt

Heute brechen wir erst spät auf. Das erste mal, das ich richtig ausschlafen kann und nicht von Ben's Wecker mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen werde. Unsere Strecke ist heute eine kurze, aber da der letzte Teil, ca. 15km Offroad durch die Sahara führt, wollen wir nicht zu zeitig ankommen wegen der Hitze.

Das Wetter meint es aber gut mit uns. es ist bewölkt und deshalb gleich 5 Grad kühler, also nur 33 Grad als wir gegen 11:30 aufbrechen. Pat hat für die die wollen eine kleine Offroad Sektion (10km) eingeplant, der Rest kann der Strasse folgen. Ich bin bei den Offroadern dabei, hat gestern ja erstaunlich gut geklappt.

Unser Weg führt uns über schmale Strassen, kaum breit genug für ein Auto und so müssen wir bei Gegenverkehr immer mal wieder auf den unbefestigten Teil ausweichen.

Nach ein paar freiwilligen (Mittagessen, Kaffee, Tanken) und ein paar unfreiweiligen Stops (die 800er machen immer noch Probleme), erreichen wir den einstiegspunkt zur Offroad Piste. Wobei es wirklich keine Piste ode Dirt-Road ist, sondern einfach die Wüste, wo ab und an ein paar 4WD Spuren zeigen, das wir nicht die ersten sind. Pat hat den Geo-Point unseres Zeltlagers für die Nacht, mehr nicht. Jetzt gilt es die best Route zu finden, möglichst hart, ohne weichen Sand. Aber wir sind in der Sahra, also geht es kaum ohne Sand. Bei der ersten sandigen Stelle, die wir nicht umfahren können ist dann Vertrauen zu Pat's Tipps gefragt: "The throttle is your friend, go straight and weight to the back. If your wheels go wowiwowiwo, give more gas". Gesagt getan. Joe auf der 1200er machts vor: Rein in den Sand, wenn es wacklig wird Gas geben und raus aus dem Sand. Sind ja nur ca. 15m. John geht als nächster mit Offroad Erfahrung und liegt keine 5 Sec. später neben seinem Bike. Pete kommt fast durch, im letzen Moment verlässt ihn aber der Mut und damit seine Gashand und er macht einen hübschen Salto über seine 800er. Dann ich. Die GS fängt kaum ist sie im Sand bedrohlich an zu schlingern, aber ich beherzige Patricks Ratschlag, gebe Gas und hab fest mein Ziel im Blick und komme zwar schlingernd und mit etwas zu viel Speed, aber doch heil und ohne Sturz auf der anderen Seite an. Das sollte nicht die einzige Sandige Stelle bleiben. Fast alle machen ihren Abgang im Sand, Joe Vergräbt seine 1200er zweimal bis zur Achse und Ben und. Scott überlassen es nach dem ersten Versuch Pat die Maschinen über Sand zu bringen. Ich komme immer, nicht elegant aber irgendwie, durch. Patrick. unser Guide, muss dafür arbeiten wie ein Pferd: Immer wieder muss er zurückfahren und fest gefahrene GS aus dem Sand fahren oder die Maschinen anderer sicher hinüber bringen. Und das bei 40 Grad (ja, es ist immer noch bewölkt, sonst wären es wohl 45).

Joe's 1200er bis zur Nabe vergraben
Ich habe meinen Showdown dann bei einer einfachen Geröll Pasage, direkt an der Stelle wo wir die Bikes für die Nach lassen wollen, in Sichtweite unseres Zeltlagers: Mit mal wieder zuviel Speed komme ich eine kleine Anhöhe hinauf, Bremse um Colin nicht umzufahren und liege auch schon unter meiner Fatima (so hab ich meine 800er getauft). Der ahauptständer hat meinen Fuss erwischt, aber es scheint nichts gebrochen zu sein und gehen kann ich auch noch. Also erstmal alles gut. Meine Motorradstiefel haben einiges abgehalten, mit Endurostiefeln wäre wohl gar nichts passiert.


Da hat's mich hingelegt

Das Zeltlager entschädigt für die Strapazen (wie haben 2 Stunden für die 15km gebraucht) mit absoluter Einsamkeit und Stille, kühlen Bier und einem Sonnenuntergang den wir von den Dünen betrachen. Einfach Wüste.


Pat muss eine festgefahre Maschine nach der anderen rausfahren

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