Lima liegt in Peru ....


...und das liegt an und in den Anden. Da gibt es ein ganz doofes Lied dazu:
In Peru, in Peru in den Anden, fliegt ne Kuh, fliegt ne Kuh, kann nicht landen...wen's interessiert kann das einfach  mal bei YouTube suchen.

Wer hat denn den Schrott erfunden? Und vor allem: Wer will das denn hören? Aber YouTube verrät, dass auch hierzu Unmengen von angetrunkenen Partygängern abgehen als ob dies die letzte Erleuchtung vorm Weltuntergang wäre.

Nun ja, wir sind nicht mit 'ner Kuh hierhergeflogen, sondern mit 'ner Fliege namens Condor via Santo Domingo und Panama. Wie der Zufall es so will, ist der Anden Kondor auch der hiesige Nationalvogel. Es wurde zwar bei Landung applaudiert, aber zu unserer Überraschung waren an Bord nicht nur weibliche Kegelclubs oder sonstige Clubs mittelalter alleinstehender Damen, sondern auch deutsche Familien, Latinos und andere Backpacker; dieser Flug ist trotz Zwischenlandung und Umsteigen einfach die günstigste Option, wenn man ein einfaches Ticket nach Lima buchen will.

Weil wir Zeit haben bleiben wir erst mal 2 Nächte in Lima, bevor es weiter nach Cusco geht, wo wir ab Montag die Sprachschulbank drücken werden.

Lima ist eine 10-Millionenstadt und hat nicht viel zu bieten, außer gute und zum Teil sehr teure Küche. Dennoch fahren wir am Samstag mit dem Metro-Bus von Miraflores (wo wir wohnen) ins Zentrum/Altstadt, um zumindest die  hübschen, kolonialen Häuser mit ihren Erkern und Balkonen zu bewundern, die um den Plaza Mayor stehen; wir freuen uns auch über die Wachablösung um 12 Uhr am Regierungspalast inkl. Militärkapelle, Radetzky-Marsch und so etwas wie rhythmische Sportgymnastik mit Gewehr und Uniform. Nicht weit davon gibt es das alte Franziskanerkloster, wo immer noch ein paar Mönche leben. Interessant sind vor allem die Katakomben die man hier 1951 entdeckt hat. Die dienten als Friedhof im 15. und 16. Jahrhundert und sind voll von Gebeinen.

Nach so viel Knochen haben wir jetzt ordentlich Hungern und gehen zurück nach Miraflores, wo wir lecker Mittagessen werden. Wir warten im Punto Azul mit viiieeelen Einheimischen ca. 1 h auf einen Tisch, bevor wir endlich unsere touristische Pflicht erfüllen und ein leckeres Cebiche Mixto als Vorspeise verspeisen. Dazu gibt es den obligatorischen Pisco Sour. Auch der Hauptgang und Nachtisch ist einfach köstlich, jeden Tag können wir uns solche Schlemmerei sicher nicht leisten. Aber immerhin sparen wir uns durch die lange Warterei das Abendessen.

Abends hängen wir noch am Parque Kennedy ab, in dessen Nähe die Heavy Metal Kneipe Crypto ist. Cooler Schuppen mit (endlich!) südamerikanischen Getränkepreisen.

Überall in Lima viel Polizeipräsenz. Die waren aber nur zu Sicherung der Wachablösung da.
Und überall .....

... die hölzernen Balkone oder Erker

Kommentare

Beliebte Posts