Die Transfagaras - Ob Ceausescu Motorradfahrer war?


Seit wir in Rumänien sind verfolgt uns diese Strasse. Jeder dem wir begegnen fragt uns ob wir sie schon gefahren sind, wann wir sie fahren wollen. Motorradfahrer auf der ganzen Welt flüstern ihren Namen mit Ehrfurcht. Motor- & Automagazine auf der ganzen Welt zählen sie zu den Top10 Roads, 10 Roads to drive before you die oder Most Scenic Roads on Earth. Die DN7c, auch Transfagaras genannt.

Ceausescu hat sie in den 70iger Jahren in kürzester Zeit und ohne Rücksicht auf Verluste in die Fagaras Berge gesprengt. Aus Angst vor einer russischen Invasion oder um sich ein Denkmal zu setzen, darüber streiten sich die Historiker. Auf jedenfall gehört die Strecke seit kurzem auch zu meinen Top10 der Passstrassen.

Von Nord nach Süd geht es bei angenehmen Temperaturen (im Gegensatz zur Transalpina ist es hier viel wärmer) zum Pass hoch. Wir sind nicht ganz so früh unterwegs, trotzdem haben wir die Strasse fast für uns. Erstaunlich wenig Motorradfahrer begegnen uns. Heute gönnen wir uns den Luxus und übernachten auf dem Scheitelpunkt in einer Cabana. Zelten ginge zwar auch, aber wir trauen den Nachttemperaturen auf über 2.000m nicht ganz.

So hat Kerstin auch mal wieder Gelegenheit die Wanderschuhe auszupacken (und ich natürlich auch). Hier oben gibt es eine Menge Wanderwege, alle TipTop markiert. Wir besteigen einen der Gipfel auf 2.500m und genießen den traumhaften Ausblick über die Karpaten. Obwohl die Berge hier alle 'nur' so um die 2.000 - 2.500m hoch sind, hinterlassen sie einen rauheren und höheren Eindruck bei mir. Kein Wunder dass es hier noch Bären, Wölfe und Luchse gibt.

Tagsdarauf geht es auf der Südrampe nach unten. Weniger steil und mit weniger Serpentinen als die Nordrampe, aber genauso mit traumhaften Ausblicken.

Fotostopp

Vor kaum 2h sind wir hier hoch gefahren

Irgendwie sehen unsere Wander-Selfies immer gleich aus 
Blick über die Karpaten
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blogged by Phoney


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