Samstag, 5. Juli 2014

Von Tempeln, Klöstern und Seen in Armenien


Die Abfahrt in Yerevan verzögert sich um 1 Tag, weil Ralf mal wieder spontan entscheidet, an seinem Motorrad rumzuschrauben; böse Zungen würden sagen, das Motorrad hat entschieden, mal wieder befummelt zu werden. Der Anlasser, der schon länger Schwierigkeiten macht und auch schon einmal aus- und wieder eingebaut wurde, zickt rum; nicht mal per Kick-Starter lässt sich die Maschine mehr starten.

Ist nicht so schlimm, wir sind nach dem langen Deutschland Spiel am Vorabend eh spät dran und wären nicht wirklich weit gekommen.

Constantin und ich fahren nachmittags zum Garni Tempel und zum Geghard Kloster, beides nahe gelegen und insbesondere das Geghard Kloster sehr sehenswert. Abends nochmal ein schönes Abendessen mit Blick auf die sehr schön beleuchtete Cascade und mehr Fußball.

Der Garni Tempel könnte auch in Griechenland stehen

Wappen der Stifter in der Felsenkapelle des Geghard Klosters

Steinkreuze in der Felsenkapelle


Dann aber geht es erst zurück Richtung Goris, wobei wir noch das Khor Virap Kloster besichtigen, welches dem Ararat am nächsten liegt.

Bald biegen wir jedoch Richtung Sevan See ab, den wir über den Selim-Pass erreichen. Leider finden wir dort auf die Schnelle keinen Platz fürs erträumte Zelten am See, darum geben wir uns mit einer Wiese unweit davon zufrieden. Mücken gibt es hier auch genug, so dass dennoch See-Feeling aufkommen kann.

Nach kurzen Frustanfällen von Ralf wegen immer wieder neu auftretenden Problemchen an seiner KTM, fahren wir weiter gegen den Uhrzeigersinn um den See herum. Kurz nach unserem Aufbruch passieren wir hübsche Strände, wo wir sicher toll hätten campen können...wenn wir das mal eher gewusst hätten.  Wir sind mal wieder überrascht, als die gute Strasse auf der Ostseite urplötzlich in übelste Schlaglochpiste übergeht. Das ist anstrengend, sowohl für uns Fahrer als auch für die Motorräder, die lautklappernd protestieren. Jede ehrliche einigermassen ebene oder regelmäßig gewellte Schotterpiste ist besser zu fahren, als diese, der Natur überlassenen ehemaligen Strasse. Wer entscheidet denn überhaupt, von wo bis wo die Strasse nicht mehr weiter instand gehalten wird?

Nach einigen km ist plötzlich wieder Strasse da und wir fahren gemütlich weiter Richtung Dilijan. Diese Gegend wird auch als die 'Schweiz Armeniens' beschrieben....weit her geholt finden wir.
Wir fahren Richtung Parz Lich (Parz See), weil ich im Hinterkopf gespeichert habe, dass man dort gut campen kann.

Die Strasse hoch zum See ist ähnlich übel der Oststrasse am Sewan See, nur diesmal steil und serpentinig....Dennoch ist der See ein beliebtes Tages-Ausflugsziel, was wir schnell am Parkplatz sehen. Wie diese Busse und auch die nicht geländegängigen Autos, die hier stehen, die Strecke geschafft haben, bleibt uns ein Rätsel. Offensichtlich wird hier gerne Kindergeburtstag gefeiert oder einfach so gepicknickt....zum Campen nicht optimal, wir bleiben dennoch und hängen den Rest des Nachmittags hier ab. Erst Abends können wir unser Zelt aufbauen, um morgens um 6.30 Uhr vom ersten Auto, das ankommt geweckt zu werden: lautstark wird Bob Marley gehört und rumgegrölt. Ob die Jungs wohl durchgemacht haben?

Blick auf den Ararat mit Khor Virap Kloster

Auf dem Selim Pass

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