Steine, nichts als alte Steine - und dann der Kalk


Von Bergama geht's flott gemütlich weiter nach Ephesos; auch dies ist eine uralte Stadt, die zu einzelnen Teilen schon wieder gut ausgegraben und rekonstruiert wurde. Es gibt deutlich mehr zu sehen, als in Bergama, was sich auch in den deutlich mehr Touristengruppen, die hier durchgeschleust werden, bemerkbar macht. Aber es ist dank Nebensaison noch sehr entspannt, und auch temperaturtechnisch noch sehr erträglich.

Auch Selçuk, die nächstgelegene Stadt, die den meisten als Ausgangsbasis dient, schien viel westlicher - touristischer geprägt, als Bergama schien. Hier gibt es sogar eine Strasse mit mehreren Bierkneipen nacheinander...hurra.

Leider oder zum Glück wird mir abends im T-Shirt zu schnell kalt, darum bleibt's bei einer Kneipe; Constantin geht noch schnell zum Berber (Frisör) gegenüber unseres netten 'Paris Hotel's. Jetzt trägt er - ganz türkisch - modischen Drei-Tage-Bart mit Anatolien-Schnauzer.

Anderntags geht's weiter nach Pamukkale, wo wir unser Zelt im etwas verwilderten Garten einer Pension aufstellen dürfen. Die Prioritäten werden bei der zur Zeit durchgeführten Renovierung klar gesetzt: morgens ist Wasser im zunächst noch leeren Schwimmbad, dafür aber keines mehr im Bad (nur noch an einem Wasserhahn in einer der Toiletten).

Spätnachmittags besuchen wir die hiesige Attraktion: Kalksinterterrassen. Oben am Hügel entspringt eine sehr kalkreiche Therme, die schon immer genutzt wurde und beim Weg ins Tal dieses Naturspektakel hinterlässt. Die touristische Ausbeutung war wohl bis ins Jahr 2000 so extrem, dass die Kalkterrassen stark abgenommen hatten und stark verschmutzt waren. Jetzt sind sie Unesco Weltkulturerbe und werden entsprechend gehegt und wieder aufbauend gepflegt. Wir fanden den Besuch arg toll (bei Sonnenuntergang) und können das nur empfehlen.

Der hiesigen alten Stadt Hierapolis, die über den Terrassen ausgegraben wurde und auch teils sehr schön wiederaufgebaut wurde, widmen wir nur ein paar Blicke, obwohl dies im Eintritt inklusive ist! So sehr sind wir nach nur 2 historischen Stät(d)ten schon gesättigt.

Im rein touristischen Ort Pamukkale wird schnell klar woher die meisten Touristen hierher kommen: viele Restaurants und Unterkünfte werben schon auf japanisch, koreanisch und chinesisch. Sehr lustig.

Barfuß geht's über die Kalkterassen nach oben

und wir sind nicht allein ....

sieht ein bisschen aus wie die Skigebiete bei uns (vor ein paar Jahren)

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blogged by Zenzi39



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