Pack die Badehose ein ... ab zum Vansee


Die Fahrt von Mardin zum Vansee ist landschaftlich wieder aufregender. Bald sehen wir wieder satte grüne Wıesen und Berglandschaft. Leider schaffen wir es nicht bis nach Van (das liegt wohl an der recht spaeten Abfahrt nach unserem ausgiebigen Frühstück in unserem Butik Hotel). In Tatvan am anderen Ende des Vansees entscheiden wir, ein Quartier für die Nacht zu suchen und wollen mal wieder wild campen.

Wir fahren von der Hauptstrasse ab auf ein winziges Straesschen, kommen in ein winzıges Dörflein wo Ralf beschliesst einen winzıgen Feldweg bergab Richtung See zu fahren um nach einem winzıgen Stückchen ebenem Wiesengrund zu suchen. Das fındet er auch und so mache ich meine erste winzıge Offroad Erfahrung unter winzigen Schweissausbrüchen.

Aber Ralf ist ein guter und geduldiger Anleiter und steht auch immer parat bevor es zu spaet ist.

Pünktlich zum Kochen faengt es ein winziges bisschen an zu regnen und die regelmaessigen winzigen Schauer bleiben uns auch bis zur Nachtruhe erhalten. Erst dann koennen wir den traumhaften Sternenhimmel geniessen.

Wild Zelten am Van-See

Von hier geht es weiter bis kurz vor Van, wo wir uns auf dem Dogan Camping niederlassen, um auf unseren Einreisetag in den Iran (1. Juni) zu warten und uns mal naeher mit der Route durch den Iran zu beschaeftigen.

Wir werden hier den ganzen Tag von meist kurdischen (melancholischen) Volksliedern (oder Durchhalteparolen) beschallt, nur ab und an kommt mal aktuelle Diskomukke oder gar Edith Piaf dazwıschen. Nach inzwischen 3 Tagen finden wir die Musik richtıg toll, ob das sowas wie das Stockholm Syndrom ist?

Lustig war die Einladung einer Grillgesellschaft (offensichtlich mit dem Betreiber/Angestellten des Camping Platzes befreundet), die erst kam, als unser Essen schon fast fertig war. Aber dennoch setzen wir uns dazu  (mit unseren Toepfchen) und stellen fest dass wir in einem Haufen Nıcht-Englischsprechender überzeugter Kurden gelandet sind...wir essen kurdisches Huhn (na ja, ich nicht), trinken kurdischen Tee und beantworten die bizarrsten kurdischen Fragen (mittels Google Translate gestellt). Das geistespoliıtische Spektrum der Herren scheint sehr einseitig beschraenkt zu sein. Ganz begeistert sind die Jungs von einer Andrea Wolf (nach unseren kurzen Recherchen ehemalige RAF und danachige PKK Kämpferin)...Wir witzeln schon über das Thema Henkersmahlzeit und wähnen uns schon in den deutschen Nachrichten aber natürlich sind das alles ganz nette Herren. Dennoch verabschieden wir uns zeitig, nicht zuletzt weil auf uns ja noch ein Bierchen wartet.

Unser Lager bei Dogan Camping

Die Alemani sind immer ein beliebtes Fotomotiv

___________________ blogged by Zenzi39


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