Freitag, 7. März 2014

Auch in Indonesien gibt es Tempel ...


...und der bedeutendste buddhistische ist in Borobudur, ca. 40 km nördlich von Yogyakarta.
Also auf mit dem öffentlichen Bus ins hügelige Binnenland und erstmal zu Fuss den Ort erkunden. Viel gibt's hier nicht ausser der Tempelanlage, was wohl der Grund ist, warum die meisten Touristen lediglich einen Tagesausflug von Yogya hierhin machen.

Aber es gibt auch einige Unterkünfte. Unser Lotus 1 ist gar nicht so schrecklich schmutzig wie LP und Tripadvisor suggerieren, vielmehr sieht das Zimmer sogar gefegt und gewischt aus, wo grad keine Möbel stehen. Und das Bad... ist halt einfach alt. Aus Jux und Dollerei setze ich dennoch endlich mal das bis hierher mitgeschleppte und kaum genutzte Desinfektionsspray ein...wir wollen ja nicht alles wieder mit nach Hause schleppen. A propos: das von mir vor Abreise erstmalig erworbene Päckchen mit 10 antibakteriellen Hygienetüchern liegt auch noch irgendwo unberührt im Gepäck rum...und dieses unsägliche Hygienegel kommt bei uns eh nicht in die Taschen.

Zurück nach Borobudur: wir fühlen uns mal wieder gut aufgehoben, und die paar Riesenameisen, die sich abends im Zimmer Tummeln sind schnell plattgemacht...das ist quasi das erste mal, dass was im Zimmer rumkrabbelt (bis auf 2 x eine halbtote Kakerlake in Phnom Penh, eine fidele Kakerlake im Zimmer und eine Riesenschnecke & Frosch im Bad in der Hütte auf Rabbit Island). Insgesamt eine recht schlechte Ausbeute wenn man bedenkt wo und wie wir reisen.

Nochmal zurück nach Borobudur: Alle, die es eksekutif mögen können ohne weiteres für 850 USD / Nacht im Amanyiwo absteigen, in dessen Nähe wir nicht mal kommen. Das soll eines der besten Hotels Asiens sein, kein Wunder dass da 1 Nacht unser Monatsbudget sprengen würde, und dabei hätten wir noch gar nix gegessen...

Wie gesagt, viel los ist nicht nebst den Busladungen voller Tagesausflügler (darunter viele Schulklassen), darum haben wir reichlich Zeit zum Schreiben und Ruhen, schliesslich wollen wir morgens mit Öffnung der Tore um 6 Uhr parat stehen; gut dass Lotus 1 ganz Nahe am Eingang liegt.

Punkt 5.50 Uhr stehen wir also vor den geschlossenen Toren. Die überteuerte Sonnenaufgangstour, die uns schon um 5 Uhr hierhergelockt hätte, haben wir eh nicht gebucht. Ich finde Sonnenaufgänge eh völlig überbewertet, aber das Morgenlicht schmeichelt dem Fotomotiv ungemein.

Und tatsächlich ist es eine gute Zeit, weil:

  • bis auf die Sonnenaufgangstourengänger kaum was los ist; die Schulklassen kommen erst gegen 7.30 Uhr an und sind wiedermal ganz begeistert von Constantin
  • die Temperatur extrem angenehm ist
  • der Blick vom Tempel in die von Nebelschwaden bedeckte Landschaft und auf die nahe liegenden Vulkane extrem schön ist.

Um 8.30 Uhr sitzen wir wieder im Lotus beim Frühstück, um gleich danach noch mit dem Rad die Umgebung zu entdecken.

Hügelauf, hügelab geht's durch die umliegenden Dörfer und dazugehörige Reis-, Chilli- und andere Gemüsefelder.

Die Kinder schreien uns wie gewohnt begeistert 'hello' 'what is your name' usw. nach und wir gucken eine Tofuproduktionsstätte an, die mir leicht zu denken gibt, was ich ab jetzt essen soll. Jedem fanatischen Veganer sei davon abgeraten so eine 'Fabrik' zu besichtigen, weil es sonst echt eng wird mit dem Speiseplan.

Spätnachmittags geht's zurück zum Tempel (wegen des schmeichelhaften Lichtes!) und damit war Borobudur toll.

Sonnenaufgang Borobudur
Mann mit Hut ist immer ein gutes Motiv
Kindergarten auf dem Dorf

Tofu Produktion

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blogged by Zenzi39

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