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Montag, 5. Januar 2015

Abschied von Cuenca - Baños ist völlig überbewertet


Nach fast 3 Wochen in Cuenca heißt es endlich Abschied nehmen. Noch nicht ganz von Silvester erholt machen wir uns am Freitag früh auf nach Baños, auch wenn wir nicht vorhaben, in die dortigen Baños, d.h. Thermalbäder, zu gehen. Dazu hätten wir auch nach Baños bei Cuenca gehen können, was wir auch nicht gemacht haben...wir haben ja noch nicht mal Badehose und Bikini dabei.

Nein, wir wollen auch nicht an einer der vielen dort angebotenen Outdoor Aktivitäten wie Rafting, Ziplining, Canyoning, usw. teilnehmen. Das haben wir doch schon alles gemacht und grad keinen Bock drauf. Wir fahren da einfach aus dem Grund hin, weil es auf der klassischen Backpackerroute durch Ecuador liegt und es dort von der Natur so toll sein soll.

Wir kommen Freitag Abends an, stellen fest, dass hier Neujahr wohl noch lange nicht vorbei ist, so viel wie hier los ist und suchen uns leicht entnervt eine Unterkunft. Tatsächlich haben wahnsinnig viele der noch wahnsinnig mehr Hostels nix mehr frei, aber wir finden noch 2 Betten im netten 'Great Hostel Backpackers Los Pinos'. Ja, erstmalig schlafen wir im Schlafsaal; der hat allerdings nur 5 Betten mit eigenem Bad, ist also nicht so schlimm. Weil es so spät ist, gehen wir ins Zentrum zum Essen, nur um zu realisieren, dass natürlich alle anderen auch was essen wollen. Sowas habe ich noch nie erlebt: Dass in einem Ort mit völligem Überangebot an Unterkünften und Restaurants, weder das eine, noch das andere zu finden, weil alles völlig überfüllt ist. Verhungern müssen wir natürlich trotzdem nicht, aber ein gemütliches Abendessen sieht sicherlich anders aus. Auf die lange Kneipen- und Diskonacht verzichten wir lieber.

Samstag machen wir die nette Wanderung zu den Aussichtspunkten Bellavista und Mirador de la Virgen; von oben sollten wir eigentlich auch einen der Vulkane sehen, aber es ist sehr wolkig und nieselig...darum wird das nix. Was solls. So toll ist weder die Wanderung noch die Aussicht um Baños; wir chillen den Nachmittag einfach im Hostel und planen die Weiterreise am Folgetag nach Quito. Das ist auch gut, denn morgens liegt ein dicker Regen- und Wolkenschleier über Baños. Es sieht so aus, als hätten wir das Beste aus unserem kurzen Abstecher dorthin gemacht. Allerdings können wir uns kaum vorstellen, hier 1 Woche zu bleiben, aber mei, die Geschmäcker sind halt unterschiedlich. Und für alle, die noch nicht mit dem Quad oder Raft gefahren sind oder über eine Schlucht geflogen sind, ist dies sicherlich ein guter Startpunkt.





Route 2,878,232 - powered by www.wandermap.net

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blogged by Zenzi39

Dienstag, 30. Dezember 2014

Parque Nacional Cajas - 2 Wanderausflüge ins Hochmoor


Nachdem wir den 1. Weihnachtsfeiertag zur Erholung vom für uns anstrengenden hl. Abend nutzen (immerhin sehen wir bei unserem Spaziergang nachmittags einen zweiten Weihnachtsumzug am Fluss), fahren wir erst am 2. Weihnachtsfeiertag endlich in den Cajas Nationalpark. Dieser Park ist quasi DIE Attraktion in der Gegend um Cuenca herum, mit einer fantastischen Seenlandschaft auf ca. 4000m inmitten von grünen Hügeln...nun ja, abgesehen von den Inka Ruinen Ingapirca, die wir erst gar nicht besuchen wollen, und einigen netten Dörflein mit hübschen Märkten, z. B. Chordeleg und Paute.

Wir sitzen pünktlich wie die Deutschen 8.30 Uhr im Bus der Cooperativa Occidental am Terminal Terrestre (oder auch Terminal Norte), fahren aber nicht so pünktlich ab. Am Terminal Sur hält der Bus nochmal an, um voll geladen zu werden (mit Menschen und mit allem möglichen, das im Gepäckraum verstaut wird), so dass wir dort erst gegen 9.20 Uhr abfahren. Immerhin dauert die Fahrt zur Laguna Torreador nur knapp 1h. Dort wundern wir uns zunächst über die vorgeschlagenen Wege inkl. km und Zeitangaben: Wer braucht schon 4 Stunden für 4km? Wir werden sehen.

Wir entscheiden uns, zunächst den grünen Weg #2 zu gehen, da er auf einen kleinen Hügel am See raufführt. Am Gipfel wollen wir umdrehen, um unten am See wieder auf den rot markierten Weg #1 zu stossen, der uns relativ eben in einem großen Bogen zurück zur Strasse führen wird.

Es ist die ganze Zeit eine schöne moorig neblige Stimmung und wir sind froh, dass wir Wanderstiefel anhaben, so moorig matschig wie das hier ist. Nach dem Abzweig unseres Weges vom Weg #1 geht es teils recht steil und rutschig nach oben. Einige Kletterstellen müssen überwunden werden, immer alles gut rutschig. Nach knapp 1,5h oben angekommen entscheiden wir, dass wir diesen Weg auf gar keinen Fall runter gehen wollen, erst recht nicht im jetzt einsetzenden Nieselregen, der uns eh schon das Mittagspicknick verwässert. In der Hoffnung auf einen nicht ganz so steilen Abstieg folgen wir also dem Weg #2, der auf der anderen Hangseite tatsächlich nicht ganz so steil, aber immer noch matschig und rutschig runterführt. Teils müssen wir den Weg ganz schön suchen, aber im Grund genommen ist es klar, wo es lang geht, die Strasse ist immer in Sicht.

An einem kleinen See unten angekommen verlassen wir den grünen Weg und folgen einem kleinen abfliessenden Flüsschen Richtung Laguna Torreador; hier stossen wir auf den Rundweg um den See und kommen tatsächlich nach 4 sehr gemütlichen Stunden wieder am Ausgangspunkt an.

Und weil wir doch auch noch Weg#1 gehen wollen fahren wir 2 Tage später gleich wieder in den Park und rutschen Weg#1 entlang. Ja, auch dieser Weg ist sehr rutschig, aber landschaftlich fast noch schöner als Weg#2. Es geht immer wieder etwas rauf und runter, so dass wir schnell die Strasse gar nicht mehr sehen, nur noch hügelige Seenlandschaft vor, unter und um uns herum. Heute regnet es von Anfang an immer wieder, aber dieser Niesel passt hervorragend in diese Landschaft und stört uns nicht wirklich.

Irgendwann kommen wir an einen Abzweig, von dem aus wir die Strasse sehen und an dem ein Schild uns zum Checkpoint Quinoa führt. Da wollten wir eigentlich nicht hin, aber mei, die Richtung passt.

Nach insgesamt knapp 2.5h sitzen wir an einem Bushäusschen am Checkpoint und denken, dass der nächste der vielen Busse, die hier vorbeifahren uns mitnehmen wird....Pustekuchen, der hält noch nicht mal an. Beim nächsten Bus sind wir immerhin schon zu viert, aber auch dieser will nicht halten. Und nochmal einer fährt einfach durch.....jetzt werde ich aber langsam sauer. Wir erfahren, dass die Langstreckenbusse von Guayaquil hier nicht anhalten (dürfen/sollen), lediglich die von Occidental, aber so einer kam ja noch nicht.

Die inzwischen 4 anderen Wartenden teilen sich ein Taxi zurück nach Cuenca aber kurz später fährt der nächste Bus immerhin langsamer, öffnet die Tür und erklärt, er sei voll. Zum Glück haben der Cobrador und der Fahrer dann doch Mitleid mit uns nassen Hascherln, nachdem ich ihnen unsere Misere erkläre, und auch wir kommen wieder zurück nach Cuenca.







Die GPS Routen gibt es wie immer bein Wandermap.net
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blogged by Zenzi39

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wanderung zum Wasserfall von Vilcabamba - Wegbeschreibung


Ausgangspunkt für diese Wanderung ist eine kleine Kapelle am Ende des Camino de Servidumbre. Von hier aus folgt man für ca. 20-30 Minuten der Strasse, bis man zur Betonbrücke kommt die über den rechter Hand fliessenden Fluss führt (Achtung, nicht die Holzbrücke nehmen die ein paar Meter weiter vorne kommt). Nach der Brücke geht es einige Meter Flussabwärts bis der Weg zum Wasserfall links weggeht.

Der Pfad geht stetig bergauf. Nach ein paar Minuten kommen linkerhand einige Cabanas, hier rechts halten. An manchen Stellen erkennt man rote Markierungen, die den weiteren Wegverlauf kennzeichnen.

Weiter oben beginnt Weideland und es folgen vier eiserne Gatter durch die der Weg führt. Durch das erste Gatter geht man nach links durch. Mit dem dritten Tor hat man den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Ab hier geht es sanft bergab bis zum letzten Gatter, wo der Fluss überquert wird.

Jetzt folgt ein steiler Abstieg zum Wasserfall.

Zurück folgt man demselben Weg. Die Wanderung dauert ca. 4h (2h hin, 1,5h zurück und Pause beim Wasserfall). Je nachdem wo man in Vilcabamba wohnt muss man noch mit 30 - 45 Minuten zum Ausgangspunkt rechnen (ganz faule nehmen sich ein Taxi dahin).

Die Route ist auch eine beliebte Reitstrecke (Stichwort "Werde eins mit der Natur auf dem Rücken eines Pferdes - $49, conditions apply).

Bei der Kapelle geht's los 
Am ersten Tor rechts dem breiten Pfad folgen

Am Ziel: Cascada de Vilcabamba



Route 2,866,705 - powered by www.wandermap.net
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Aktuelles

Schwedens Schätze und Stürme: Ein Tag in Mora und Karlstadt

Ein neuer Tag in Schweden begrüßt uns, und nach einem herzhaften Frühstück in unserem gemütlichen Bed and Breakfast in Mora sind wir bereit ...