Donnerstag, 23. Juli 2015


Nachdem mein alter Tagesrucksack nach dem ersten Teil unserer Reise endgültig den Geist des Zeitlichen gesegnet hat, war es Zeit einen neuen zu suchen. Folgende Merkmale waren für mich wichtig:

  • Genügend Platz: >20L muss schon sein, das Teil soll auch mal als alleiniger Rucksack bei einer Wanderung mit Übernachtung taugen
  • Platz für meinen 2L Camelbak - das Trinksystem finde ich nicht nur bei Wanderungen super, auch beim Motorradfahren versorgt es mich mit Wasser
  • Bequem zu tragen, mit guter Polsterung, Hüft- und Brustgurt
  • Eingebaute Regenhülle
  • Befestigungsmöglichkeiten für Wanderstöcke
Nun gibt es in dem Segment der Tagesrucksäcke, also alles zwischen 20 und 30L ein großes Angebot. Kerstin hat ja einen schicken Deuter und auch mein grosser Trekkingrucksack ist von denen. Allerdings sind mir manche Deuter einfach zu sehr auf Wandern ausgelegt: Die sehr starre Rückenkonstruktion ist zwar toll beim Wandern, aber leider gar nichts wenn man denn Rucksack als Gepäck in Bus, Bahn oder Flugzeug dabei hat - das nimmt einfach zuviel Platz weg. 

Auch das Beladen ist bei den 'Toplader' Rucksäcken nicht leicht, man muss sich oft durch den ganzen Rucksack wühlen, wenn man mal was von ganz unten braucht.

Beim Bummel durch Decathlon bin ich auf den Forclaz 30L Air gestossen. Von der Grösse hat der mich sofort angesprochen. Und auch das Ausprobieren hat sich dann gleich gut angefühlt. Dazu erfüllt er auch alle meine Anforderungen und liegt mit 39,90€ noch im mittleren bis unteren Preissegment.

Auf gut 23.000km auf dem Motorrad und anschliessend noch 6 Monate durch Südamerika konnte der Forclaz dann richtig zeigen was er kann. Und das ist einiges in meinen Augen:
  1. Die Trageeigenschaften sind wirklich klasse. Da hat nichts gedrückt, gescheuert oder gepikst. Auch die Belüftung am Rücken funktioniert besser als bei andern Rucksäcken die ich kenne, obwohl (oder gerade deshalb?) sie einen ziemlich simplen Eindruck macht.
  2. Der Rucksack ist voll auf ein Trinksystem vorbereitet: Extra Fach, Öffnung für den Schlauch und Schlaufen am Träger für den Schlauch. Gerade letzteres fehlt bei anderen Modellen oft.
  3. Der Rucksack hat ein grosses Hauptfach das über zwei umlaufende Zipper leicht zugänglich ist. Dazu gibt es noch ein Fach aussen, das den ganzen Kleinkram aufnimmt. Am Hüftgurt gibt es ebenfalls eine kleine Tasche - Ideal für meine Fotofilter und Ersatzakkus.
  4. Links und Rechts gibt es noch zwei Netztaschen für Trinkflaschen, oder in meinem Fall Teleobjektiv und Stativ. War also auch ein toller Kamerarucksack.
  5. Innen gibt es noch eine Schlüssel- oder Geldtasche mit Reisverschluss.
  6. Eine Regenhülle in freundlichem Grün ist auch integriert. In die Regenhüllentasche hat auch noch mein kleines Regencape gepasst, sodass ich beim Wandern an nix mehr denken musste.
Klasse finde ich die 'Geheimtasche': Man kann das Innenfutter über einen Klettverschluss lösen. So kann man auf Wunsch das Drahtgerüst - das Stabilität verleiht - und den Formgebenden Plastikschild rausnehmen. Man kann aber in den Zwischenraum auch Wertsachen, wie Pass, Kreditkarten und Bargeld verstecken. So reise ich stets sicher. Auch grosse Dokumente, wie das Carnet de Passage sind da gut aufgehoben. Nicht mal der Zoll in Bolivien hat das Versteck entdeckt.

Einziges Manko: Nach gefühlten 150 Sonnentage war die Farbe schon ganz schön ausgebleicht, aber das hat mich nicht gestört. Eher schon, dass sich irgendwo in Peru ein Riss im Material gezeigt hat. Ging zwar mit doppelt Duckttape, aber schön ist sowas nicht.

Schön wiederum ist aber dass Decathlon da nicht lange fackelt und die 10 Jahre Garantie auf Material auch ernst nimmt: Umtausch oder Geld zurück? Beides kein Problem. Ich hab mir gleich einen neuen bestellt, jetzt wieder in schönen Schwarz/Rot statt Grau/Irgendwas. Mal sehen was ich für Abenteuer mit dem erlebe. 



Regenhülle inklusive

Tasche am Hüftgurt

Etwas ausgebleicht nach 12 Monaten

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blogged by Phoney



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