Montag, 12. Januar 2015


Buenos Aires - die schönste Hauptstadt Lateinamerikas. Sagt man. Und wir sind der Meinung: Ist auch so. 

Leider verplempern wir den Donnerstag fast komplett mit zwei Aktivitäten:

Unser Umzug ins Herz von San Telmos, ins schon erwähnte Hotel Bolivar. Das tolle Haus mit 2 Innenhöfen, Dachterrasse und hübschen Zimmern war sicherlich auch mal eines der hier so üblichen Conventillos (nach Gebrauch als Herrschaftsresidenz). Aber genug geschwärmt, unsere Bewertung steht auf Tripadvisor.

Nein, der Umzug war nicht wirklich verplemperte Zeit, die haben wir anschliessend beim Geldabheben verplempert. Constantin hat sich Geld aus Deutschland angewiesen, da man da einen recht guten Kurs kriegt. Leider ist bei der von uns ausgewählten und bestätigten Ausgabestelle am Bahnhof Constitución (wo es spätestens Nachts so üble Gestalten geben soll) nicht genügend Bargeld da (ätzend!). Wir schaffen es nach einigem Suchen endlich ein U-Bahn Ticket zu kaufen (von unseren letzten Pesos!) und machen uns auf den Weg zur Zentrale. Die sieht nicht viel besser aus, aber nach ewigem Warten (ihr glaubt ja nicht, was da los ist....die Leute schicken wirklich jeden Peso ins Ausland, wohl an Angehörige ohne Inflationsängste) und einigem Bibbern kriegen wir endlich Bargeld.

Völlig entnervt, ausgehungert und verschwitzt machen wir uns in der Nachmittagshitze erstmal Richtung Hotel.

Erst spätnachmittags tigern wir wieder los Richtung Plaza de Mayo, stolpern etwas die Calle Florida (auch Cambio Strasse genannt, weil an jeder Ecke 'Cambio Cambio' ertönt, der Lockruf der geduldeten Schwarz- bzw. Blaumarktwechsler), bevor wir uns in die After-Work Barszene und die nächste Parrilla stürzen. Und immer wieder gibt es tolle alte Häuser zu bewundern, man erkennt wohl die unterschiedlichen Einflüsse aus Italien, dann Frankreich und Spanien....und in der Ferne am Puerto Madero (der Speicherstadt Buenos Aires) sieht man die modernen Wolkenkratzer im teuersten Barrio der Stadt stehen.



Die folgenden Tage sind touristisch aktiver: Wir besuchen die Wasserwerke/ehemaliges Trinkwasserreservoir im Palacio Aguas Corrientes mit 'kuriosem' Museum in dem u.a. viele Klosschüsseln ausgestellt sind (extrem interessant!), spazieren durch das Reichenviertel Recoleta zum dazugehörigen Friedhof wo wir von Evitas Grab enttäuscht und über den Zustand vieler Gruften entsetzt sind (bei uns wär das sicher verboten, die Särge einfach so frei zugänglich rumstehen zu lassen); wir machen einen fantastischen geführten Stadtspaziergang mit Adam von Demasiado Free Tours (ca. 4h), fahren zum bunten 'Touristenzirkus' Caminito im ansonsten als sehr unsicher geltenden Barrio La Boca. In die Schlange für eine Tour durch das Casa Rosada (Amtsräume der Regierung) und für einen Blick ins Café Tortoni reihen wir uns nicht. Dafür verpassen wir in San Telmo nicht den Sonntagsmarkt, die Markthallen und die dortigen Open Air Tangotänzer. Abends erkunden wir die Parrillas, nie vor 22 Uhr; wir erproben insgesamt 3 verschiedene.

Unsere Parrilla Rangliste:

1. Gran Parrilla del Plata (Peru y Chile) - obwohl's im LP steht! Lecker, super Service, super Wechselkurs für USD und EUR (1:14, bzw. 18)
2. Nuevo Gogy (San Juan y Salta) - sehr authentisch, und saunett, nix etepetete usw., wenn hier Touristen sind, dann vom Garden House Hostel nebendran
3. Manolo - Bolivar 1266 y Cochabamba - keine Ahnung, was der Kellner gegen uns Deutsche hatte, aber Essen i.O. und guter Wechselkurs USD (1:14)

Auch die Kneipenszene kann sich zeigen lassen. In den ChiChi Kneipen in Palermo waren wir nicht, aber wir empfehlen wärmstens Calle Defensa y Chile, wo sich eine Kneipe mit Aussenbestuhlung an die andere reiht (teils einfacher Kiosk, teils etwas Chichi Kneipe).

Wir sind einfach nur begeistert von dieser Stadt. Hier könnten wir es gut und gerne länger aushalten, auch wenn die Temperatur die letzten Tage definitv gestiegen ist.






Zu guter letzt machen wir am letzten Tag (Montag) vor unserer 19stündigen Busfahrt nach Puerto Madryn noch den süssen Paseo de la Historieta inkl. Besuch des Mueso del Humor. Ganz klar was für Comic Fans!      

Hoffentlich ist es in Puerto Madryn zumindest nachts nicht mehr so heiß....Hoffnung auf Walsichtungen haben wir bei der Hitze eh kaum mehr (Walsaison leider nur bis Mitte Dezember).



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blogged by Zenzi39


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