Donnerstag, 3. Juli 2014


Der Iran ist ein faszinierendes Reiseland, besonders wohl auch, weil das Land seit der Revolution 1979 mehr oder weniger isoliert ist. Was wir über den Iran vor unserer Reise wussten beschränkte sich auf Medienberichte (Atomstreit, Internetzensur, etc.) und auf einige Blogs. Wenig wussten wir aber über Menschen und Geschichte. Während unserer Reise haben wir einige Bücher zum Thema Iran gelesen, die uns geholfen haben den Iran und seine Geschichte besser zu verstehen. Hier sind unsere Leseempfehlungen:


Ein Reiseführer macht immer Sinn. Leider gibt es zum Iran nur wenig Auswahl. Neben Lonely Planet gibt es den Führer von Reise Know-How, für den wir uns entschieden haben. Leider ist der Reiseführer nicht mehr ganz aktuell, die Preisangaben zu Hotels und Restaurants kann man getrost vergessen (das gilt aber für den LP in gleicher Weise). Aber die Beschreibungen zu den Städten und Archäologischen Stätten sind großartig. Auch das Kartenmaterial und die Stadtpläne sind hilfreich und brauchbar.

Trotz Navi sind wir nie ohne Karte unterwegs. Die beste Iran-Karte ist die von Reise Know-How . Vor allem für uns Motorradfahrer ist die Karte ideal: laminiert, wasserabweisend, beschreibbar. Und auch kleine Strässchen sind verzeichnet.
Siba Shakib erzählt die Geschichte des Jungen Eskandar von der Zeit als das erste Öl (Nafta) im Iran gefunden wurde bis zu dessen Tod nach der Machtergreifung von Khomeini und dem ersten Irak Krieg. Die Erzählweise ist poetisch, wie aus 1000 und 1 Nacht. Trotzdem erfährt man viel über die Kultur des Irans, die Ausbeutung durch Franzosen, Russen, Engländer, Deutsche und Amerikaner und warum die Demokratie immer wieder gescheitert ist. 
Helene Henneken war selbst 59 Tage im Iran als Backpackerin unterwegs, hat viele Iraner getroffen (noch mehr als wir), hat mit ihnen gelebt, gefeiert und gibt einen tollen Einblick in das Iran von heute, mit all den Widersprüchen die die religiöse Rechtsprechung gerade für junge Menschen so mitbringt (Stichwort illegale Parties, Alkoholschmuggel aus Armenien, Facebook, YouTube, Rockmusik). Flott und lustig zu lesen.
Ken Follet hat sich in "Auf den Schwingen des Adlers " einer wahren Geschichte angenommen: 1979 - noch vor der Geiselnahme in der US Botschaft - wurden zwei Mitarbeiter von EDS im Iran festgenommen. Ross Perrot - CEO von EDS - hat daraufhin eine Befreiungsaktion organisiert. Spannend zu lesen und ein toller Einblick in die letzten Wochen des Schahs und der Revolution.
Wer wissen möchte, wie der Iran bzw. Persien vor hundert Jahren ausgesehen hat, dem sei Pierre Loti's Reisebericht ans Herz gelegt. Um 19hundert ist Pierre noch auf Pferden und Kamelen als Teil einer Karawane durch Persien gereist. Das schöne ist, dass Städte wie Isfahan oder Yazd nichts von der Schönheit und Faszination von damals eingebüßt haben. Das beste - das Buch gibt es für 0,00 Euro als Kindle eBook.

Argo: Kein Buch aber ein Klasse Film über die Geiselnahme in der US-Botschaft und über die 'filmreife' Befreiung von fünf Amerikanern, die sich beim Kanadischen Botschafter verstecken konnten. Beruht ebenfalls auf Tatsachen.

Zum Lesen auf Reisen nutzen wir übrigens den Kindle eBook Reader von Amazon. Ist einfach hinsichtlich Gewicht und Platzbedarf nicht zu schlagen und man kann sich auch überall unterwegs neuen Lesestoff besorgen. Inzwischen funktionieren auch Reiseführer wie Lonely Planet oder Reise Know-How (als PDF) auf dem Kindle. Und der Akku hält auch eine Fernreise (4-6 Wochen) ohne Aufladung durch.

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blogged by Phoney


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