Montag, 20. Januar 2014

Laos ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das liegt zum einen an den Folgen des Vietnamkrieges und der darauf folgenden Abkapselung des Landes. Zum anderen aber auch an der bergigen Landschaft, voller Höhlen und Dschungel sowie massig UXOs, die Anbau und Transport von Lebensmittel schwierig machen. Die Landschaft und die großteils unberührte Natur, machen Laos aber für den Reisenden interessant. Seit den 90igern öffnet sich Laos Besuchern und Touristen und heute lässt sich Laos völlig problemlos bereisen, auch individuell und ohne lange Planung. Hier einige Tipps für eure Reise durch Laos:

1. Unterkunft
Ähnlich wie in Thailand gibt es überall Guesthouses, die Zimmer, seltener auch Betten in Dorms, zu günstigen Preisen vermieten. Wir hatten nie ein Problem ein Zimmer zu finden. Selbst an den touristischen 'Hotspots' wie Luang Prabang, gab es genügend Zimmer in unserer Preisklasse (bis 10 USD). Insgesamt sind die Zimmer etwas teurer als in Thailand, haben dafür aber meistens auch ein eigens Bad, Handtücher, etc. Es lohnt sich einige Guesthouses anzuschauen und auch etwas zu verhandeln. Gerade wenn man länger bleibt (3 Nächte und mehr) bekommt man oft Rabatt.

2. Von A nach B kommen, Bus fahren
In Laos gibt es (noch) kein Schienennetz. Größere Städte verfügen meist über einen Flughafen. Das Reisemittel der Laoten (und der Backpacker) sind aber Busse. Da die Strassen meist in keinem guten Zustand sind, teilweise immer noch nicht asphaltiert und sich dazu noch kurvig durch die Berge kämpfen müssen, dauern die Busfahrten aber deutlich länger, als man das aufgrund der Entfernung erwarten würde. Also genügend Zeit einplanen.
Die Busbahnhöfe sind leider immer etwas ausserhalb, was entweder einen Fussmarsch oder extra Kosten für ein Tuk-Tuk bedeutet.

Tipp für Phonsavan: Der Sleeper Bus nach Vientiane fährt um 19.30 Uhr an einer Bus Station im Zentrum los, um dann am Busbahnhof ausserhalb nochmal anzuhalten. Die Bus Station ist Nahe Khon Keo Guesthouse, im "ShoppingCenter" am Ende der Strasse in der auch die Falang Lao und Nirvana Bar sind.

Für verschiedene Routen kann man mit dem Boot über die Flüsse Laos fahren. Meist teurer und auch länger als die Busfahrten, aber man sieht natürlich das Land aus einer anderen Perspektive. Vorsicht: In der Trockenzeit (Nov. bis April) haben einige Flüsse nicht genug Wasser und nicht alle Routen können durchgängig befahren werden. So war eine Bootsfahrt von Nong Kiao nach Luang Prabang im Januar 2014 nicht möglich ( nicht, dass wir das gemacht hätten...)

3. Vor Ort unterwegs
Ist man in einer Stadt gibt es immer eine große Auswahl an Vermietern für Fahrräder, Roller oder Mopeds. Die sind auch eine gute Idee, um die Umgebung zu erkunden. Bei Fahrrädern nach Möglichkeit Moutainbikes nehmen. Die sind zwar etwas teurer, passen dafür aber von der Größe besser und kommen mit den Strassen und Wegen besser zurecht. Die meisten Städte sind aber so klein, das man auch zu Fuß alles machen kann.

4. Roller faahn

Für ein Motorrad wie die GS wären Laos Strassen und Pisten wie geschaffen. Leider hat das aber nicht ins Handgepäck gepasst. Aber die kleinen Roller aus China oder Korea kommen auch überall hin. Achtung: Die Bremsen würden den deutschen TÜV nicht passieren, also mit buddhistischer Gelassenheit unterwegs sein. Die Roller werden teilweise mit leerem Tank vermietet und der Vermieter macht dann ein paar KIP zusätzlich, wenn man volltankt und nicht alles verfährt. In den Tank passen 2-3 Liter und damit kommt man locker 150-200km weit.

5. Geld
Inzwischen gibt es fast überall Geldautomaten. Egal was für eine Karte man hat, die Banken in Laos erheben immer eine Gebühr, in der Regel um die 2%, mind. 20.000 KIP. Meist kann man nicht mehr als 1M KIP pro Tag abheben. Oft kann man aber auch mit Baht bezahlen. Euro und USD werden auch überall gewechselt, oft aber zu schlechten Kursen. Abheben am Automat, auch mit Gebühr, ist die beste und billigste Methode an Geld zu kommen.

6. Trekking
Wenn man schon in der unberührten Natur von Laos ist, sollte man auch eine Trekking Tour machen. Da die Wege aber, bis auf wenige Ausnahmen, nicht markiert sind und es zudem jede Menge Blindgänger (UXOs) in Laos gibt, empfiehlt es sich eine der vielen Trekking Agenturen zu besuchen und sich einen Tripp organisieren zu lassen. Am besten mit einer Übernachtung in Dschungel oder in einem Hilltribe Dorf.

7. Sticky Rice
Sticky Rice ist das National Gericht in Laos. Man bekommt ihn als Beilage, als Nachtisch oder - unser Tipp - als Reiseproviant auf den langen Busfahrten.

8. Temperaturen
Wie schon im Norden von Thailand, wird es im Winter (Dezember, Januar) empfindlich kalt in Laos. In den nördlichen Bergregionen kann das Thermometer auch schon mal auf unter 0 Grad sinken. Gerade dort sind dann aber die Unterkünfte meist nur aus Holz oder Bambus, Fenster bestehen meist nur aus Fliegengitter und alles - Restaurants, Cafes, Bars, etc. - ist im Freien. Wir waren mal wieder echt froh über unsere Wollpullover, Fleece und Softshelljacken. Und die langen Unterhosen.
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blogged by Phoney

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