Nie wieder Schotter! - Endlich in Batumi


Nie wieder Schotter! - Das höre ich mich hier inzwischen fast täglich schimpfen, und Leute ehrlich, ich hab keine Lust mehr auf diese Strassen. Constantin gibt ja zu, dass er und besonders seine BMW das Rumgeholpere so toll auch nicht findet, einzig Ralf meckert nicht.

Das fing am Tag nach Weltmeister an, als wir das nur sehr kurze 15km Stück nach Juta, Endstation im schönen Sno Valley, bewältigen mussten. Zugegebenermassen hätten wir als frischgebackene Weltmeister an dem Tag auch keine längere Strecke bewältigt. Den Kuhsteig zu unserem reizenden B&B haben wir den BMWs (und vor allem uns) erst gar nicht zugetraut; Ralf lässt es sich natürlich nicht nehmen seine KTM da hoch zu jagen und quasi im Salatbeet von Maja, unserere Guesthouse Mutter, zu parken. Für unsere BMWs wäre hier eh kein Platz mehr gewesen. Selbst wenn wir sie bis ins Beet geschafft hätten, wie hätten wir die jemals hier wieder raus und runterfahren können? Hier lässt es sich schön zum Chaukhi Pass wandern (leider etwas neblig). Abends können wir uns über die zwei sowas von Nicht-Outdoor Dänen wundern (beide ganz in Schwarz mit Lederschühchen, Hosenträgern und Hut), die versucht haben mit ihrem Allrad Geländewagen bis ins B&B zu fahren und sich festgefahren haben. Na logisch, sieht doch jeder, dass der Weg lediglich breit genug für 2-Räder, 2-Beiner oder 4-Beiner ist.

Das wächst ne KTM im Salat Beet ....
Die Fahrt in den Borjomi Nationalpark, wo wir 2 Nächte campen und wieder mal wandern (hurra), ist super entspannt, weil entlang Military Road und dann Quasi Autobahn. Lustig ist es nur als wir auf der Suche nach einem Mittagsrastplatz mal kurz die Autobahn verlassen und tatsächlich nach 10m wieder im Schotter fahren. Klar ist auch, dass das letzte Stück in den Nationalpark und das Stückchen zum Campingplatz auch wieder Piste ist; hier über ich meine erste Wasserdurchfahrt.

Anmerkung: Die Wasserdurchfahrt war gar nicht ohne, ca. 5-6m durch knöcheltiefes, fliesendes Gewässer und Kerstin hat das SUPER gemacht, ohne Zucken, einfach durch.

Von hier aus ist es nur noch einen Katzensprung nach Vardzia mit der tollen Höhlenklosteranlage. Den Abstecher zum Sapera Kloster, den wir machen wollen, brechen Constantin und ich wegen SCHOTTER ab; Ralf fährt natürlich hin, obwohl ihn die Klöster hier am wenigstern interessieren.

Und weil wir irgendwie lustig sind, entscheiden wir, doch ein paar Tage in Batumi zu verbringen. Der Goderdzi Pass sollte laut Lonely Planet schon im Jahr 2012 gut ausgebaut sein, es gibt ja einen Masterplan Goderdzi für ein Skiresort dort oben. Leider haben wir in Vardzia kein Internet, um dies vor  der Weiterfahrt gegenzuprüfen.

Nun ja, mein Gefluche entlang der 60km Piste höre hautpsächlich ich, von Skiresort noch keine Spur; obwohl, Constantin meint am Pass inmitten der Holzhütten der dortigen Anwohner, die Anfänge eines Skiliftes gesehen zu haben.

In Batumi beweine ich die Schwielen an meinen Händen und gebe nun endgültig kund:

NIE WIEDER SCHOTTER!

Fortsetzung folgt.

Aufstieg zum Chaukhi Pass

Vardzia: Wie Bienenwaben sind die Mönchszellen in den Fels gehauen

Vardzia Kloster

Gruppenfoto mit der Dorfjugend

Biker Treffen auf dem Goderdzi Pass


Posted by Zenzi39

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