Samstag, 16. Mai 2015


Auf unserer Reise haben wir uns ein strenges Budget gesetzt: €50 pro Tag für uns beide wollten wir nach Möglichkeit nicht überschreiten. Übernachtungskosten sind dabei immer einer der größten Batzen. Mit der Zeit haben wir einige Tricks gelernt, mit denen man in jedem Ort eine günstige Unterkunft finden kann.

1. Die elektronischen Helfer

Tripadvisor, Booking.com, Hostelworld.com und Wiki-Travel. Das sind die Webseiten und Apps, die wir zur Recherche für unsere Unterkünfte nutzen. Einige Tricks bei der Recherche helfen, die guten Hostels zu finden und dazu den günstigsten Preis:

Tripadvisor

Bei Tripadvisor gibt es praktisch zu jeder Unterkunft Bewertungen. Stutzig sollte man werden, wenn es gar keine gibt, oder nur sehr wenige. Das bedeutet entweder die Unterkunft ist noch sehr neu oder - was wir einige Male gesehen haben -  das Hostel hat sich vor kurzem umbenannt. Das ist ein beliebter Trick um die schlechten Bewertungen los zu werden. Grundsätzlich sind mehr Bewertungen immer besser als wenige und aktuellere besser als ältere, da sich Zustand, Komfort und Service bei Hostels schnell ändern kann.

Man sollte nicht nur auf die Punkte schauen, die ein Hostel erhält, weil die Bewertungen extrem subjektiv ausfallen. Jeder bewertet und vergibt Punkte nach anderen Kriterien als man selbst. Wir haben schon prima in relativ schlecht bewerteten Hostels geschlafen, einfach weil die Bewerter andere Ansprüche als wir hatten und waren genauso von Top-Bewerteten Hostels enttäuscht. Wir schauen uns immer die aktuellsten Bewertungen an, lesen was die Leute genau geschrieben haben. Dabei achten wir darauf immer einen Mix an Bewertungen zu lesen - also ein paar Top, eine paar Mittel und ein paar richtig Schlechte. Oft erfährt man dann so Dinge wie "War eigentlich alles Super, nur mein Handtuch hatte einen Fleck, deshalb nur 2 Sterne" - Tja, wir sind froh wenn's überhaupt ein Handtuch im Hostel gibt und haben eh immer ein eigenes Handtuch dabei. Ganz häufig wurden Hostels eher mittel bis schlecht bewertet weil die Zimmer nicht täglich gereinigt wurden...tja, dafür ist's halt ein billiges Hostel und kein Hotel. Manche Reisende scheinen das zu verwechseln.
Oder aber "Tolles Hostel, super Service, ganz leckeres Frühstück und das alles super billig und in toller Lage. Nur meine Freundin hatte ein Problem mit Bettwanzen. 5 Sterne" - Bettwanzen sind halt ein völliges No-Go für uns. Also Finger weg.

Bei Tripadvisor bekommt man auch schon einen Eindruck was das Hostel bei verschiedenen Anbietern kostet. Aber noch nicht buchen! Soweit sind wir noch nicht.

Hostelworld, Hostelbookers und Booking.com

Das sind die besten Seiten, um sich einen Überblick über die Preise zu verschaffen. Es kann sich lohnen ein Hostel oder Guesthouse auf mehreren Seiten zu checken. Teilweise sind die Preise unterschiedlich, oder ein Hostel das auf der einen Seite ausgebucht ist, hat auf einer anderen noch Betten/Zimmer. Wenn wir jetzt der Meinung sind, wir haben 2-3 Alternativen und wissen ungefähr wie die Preise in unserer Zielstadt liegen, dann war's das im Internet, der Rest wird vor Ort erledigt.

2. Realität schlägt Internet

Am besten ist es unserer Erfahrung nach immer noch, sich vor Ort umzuschauen. Durch die Internetrecherche haben wir bereits eine 'Short List' an möglichen Unterkünften, wissen wo diese sind und was wir an Preis zu erwarten haben. Sich die Sachen vor Ort anzuschauen bringt folgende Vorteile:

  • Statt auf die Bewertung anderer, kann man sich auf sein eigenes Urteil verlassen und das Hostel, Zimmer und Dorms anschauen, Küche inspizieren, die Lage checken
  • Persönlich bekommt man oft einen besseren Preis als im Internet. Zum Teil weil die Hostelbesitzer die Buchungsgebühren von Booking.com & Co auf den Internetpreis schlagen (bei Booking.com sind das z.B. 15%) oder weil der Preis in lokaler Währung besser ist, als der US$ Preis auf den meisten Plattformen.
  • Last but not least kann man natürlich auch noch verhandeln. Das klappt in manchen Regionen besser (z.B. in Asien, aber auch in Peru) in anderen weniger (Zentral Europa, Argentinien, Chile). Trotzdem, wenn man etwas anzubieten hat - z.B. ein längerer Aufenthalt von mehr als 3 Tagen - sollte man es probieren. Wir haben so auch ohne harte Verhandlungen, nur mit einem netten Nachfragen, ob's auch billiger geht schon so manchen $ gespart.
  • Manchmal entdeckt man aber auch ein Hostel oder Guesthouse das man im Internet übersehen hat oder das einfach keinen Onlineafutritt hat. Das sind oft die günstigsten Alternativen.

3. Online Buchung

Ab und an wird man um eine Online Buchung aber nicht herumkommen. Sei es weil das Traumziel laut Booking.com und Hostelworld schon fast komplett ausgebucht ist (obwohl wir dazu auch sagen müssen, dass es immer noch ein Bett gibt, auch wenn es im Internet zunächst anders aussieht) oder weil man sehr spät ankommt und keine Lust hat um 23:00 Uhr noch durch die dunkle Stadt zu ziehen auf der Suche nach einer Unterkunft. Oder weil man unbedingt in eine bestimmte Unterkunft möchte.

Wir empfehlen aus unserer Erfahrung Booking.com. Bisher lagen die Preise von Booking.com bei uns immer unter oder gleichauf mit anderen Buchungsplattformen, wie Hostelbookers oder Hostelworld. Zum anderen bieten die meisten Anbieter auf Booking.com inzwischen die Möglichkeit ohne Vorauszahlung zu buchen. Das ist uns persönlich lieber, als die 10%-15% Anzahlung, die man bei Hostelbookers und Hostelworld mit der Buchung sofort per Kreditkarte bezahlen muss. Auch die Storno Bedingungen sind oft besser bei Booking.com als bei anderen Anbietern. Trotzdem sollte man immer das 'Kleingedruckte' lesen, da jede Unterkunft ihre eigenen Bedingungen hat. Man muss beim Preisvergleich auch darauf achten was inkl. ist. Bei Booking.com ist oft das Frühstück inklusive, dafür teilweise bestimmte Steuern oder Gebühren nicht. Aber auch dann war Booking.com bisher immer die beste Option, wenn wir was buchen wollten. Und wir hatten noch nie ein Problem mit einer Überbuchung oder ähnlichem.

Manchmal wird man aber auch bei Booking.com nicht die Hostels finden, die es in Hostelworld gibt. Dann heisst es richtig suchen. Booking.com zeigt nämlich nach unserer Erfahrung nicht immer alles an, was es anzubieten hat, sondern bevorzugt teurere Hotels. Ein Trick ist bei der Sortierung "Bester Preis für 1 Person (inkl. Dorm Betten)" auszuwählen, dann tauchen plötzlich auch alle Hostels auf, die keine Zimmer haben. Findet man dann immer noch nicht das gesuchte Hostel, hilft Google: Hostelname + Ort + Booking.com eingeben und in 99% der Fälle listet Google an erster Stelle den richtigen Booking.com Eintrag.

4. Sprecht mit anderen Reisenden

Die besten Tipps und tollsten Unterkünfte bekommt man aber immer noch von seinen Mitreisenden, die man unterwegs trifft. Deshalb lohnt es sich immer mit anderen Backpackern Tipps und Preise für gute Hostels und Guesthouses auszutauschen.


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blogged by Phoney


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