Montag, 6. Juli 2015


Am Ende einer Reise kommt man mit vielen Erinnerungen heim und noch mehr Fotos. Gut wer schon während der Reise seine Aufnahmen sortiert, tagged und vor allem auch AUSsortiert. Aber immer klappt das natürlich nicht. Dann steht man vor dem riesigen Berg digitaler Fotodateien, die es zu organisieren gilt.

Wenn man dann wenigstens noch wüsste wo die einzelnen Bilder aufgenommen wurden. Manchmal kann man das über das Bild selbst rausfinden (Angkor Wat gibt's nun mal nur einmal) oder über das Aufnahmedatum. Aber selbst dann ist das meist nur eine grobe Lokalisierung (um beim Beispiel Angkor zu bleiben: welcher Tempel??).

Wie gut dass man Digitale Bilder auch mit einem GeoTag versehen kann, also den GPS Koordinaten der Aufnahme. Manche Kameras haben bereits einen GPS Empfänger eingebaut, der die Aufnahmen automatisch mit den Koordinaten versieht. Smartphones machen das zum Beispiel auch immer (es sei denn man hat die Option abgestellt). Die meisten Kameras verfügen aber über keinen GPS Chip und die Zubehör GPS Empfänger sind in der Regel sehr teuer.

Aber nachdem heute jeder im Besitz eines GPS-fähigen Smartphones ist, lässt sich das Problem auch ohne große Investition in Zubehör lösen: Mit der entsprechenden App. Die App zeichnet dabei in regelmäßigen Abständen die Position des Fotografen auf (d.h. das Handy sollte beim Fotografen sein und nicht im Hotelzimmer). Später können die so aufgezeichneten GPS Daten dann mit den Bildern synchronisiert werden. Dabei dient Aufnahmedatum & -zeit als Referenz - die App schaut sich also die Aufnahmezeit an und schreibt die GPS Daten für diesen Zeitpunkt aus der Aufzeichnung in die Datei.

Und so geht's:
1.) Passende App aufs Smartphone laden
2.) Evtl. zugehörige Desktop App laden
3.) Kamerazeit mit Smartphone synchronisieren
4.) Beim Fotografieren App laufen lassen
5.) Mit Desktop App Bilder & GPS Daten synchronisieren und GPS Tags in EFIX Daten schreiben.

Ich bin am Ende bei GeoTagPhotos gelandet (iPhone, gibt es aber auch für Android). Für diese App sprechen nach meiner Erfahrung folgende Dinge:
  • Es gibt eine kostenlose LIGHT Version zum Ausprobieren
  • Die Pro Version enthält viele Einstellmöglichkeiten, wann aufgezeichnet werden soll, z.B. alle 2, 5 oder 10 Minuten, bei Positionsänderung, bei Positionsänderung von mind. XX Metern -das optimiert den Stromverbrauch
  • Die aufgezeichneten Daten stehen als GPX Datei zum Download oder in der Dropbox zur Verfügung und können so auch für andere Zwecke verwendet werden
  • Die zugehörige Desktop App ist sehr einfach und funktioniert immer


Besonders wenn man mit mehreren Kameras unterwegs ist, macht das Geotagging über Smartphone und App Sinn, weil man mit einer Aufzeichnung Bilder sämtlicher Kameras taggen kann, z.B. auch die einer ActionCam, etc.

Wichtiger Tipp zum Schluss:
Immer erst geotaggen und erst dann Bilder in das Fotoverwaltungsprogramm importieren. Manche Programme erkennen nachträglich hinzugefügte Tags nicht.
 
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blogged by Phoney




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