Dienstag, 1. Juli 2014

Kodha Hafez Iran [Best Of #Iran]




Wir haben 26 unglaubliche Tag im Iran verbracht. Der Iran ist wirklich ein fantastisches Land. Da gibt es die unglaubliche Geschichte die uns Reisende an Orten wie Persepolis oder Takht-e-Solyeman tausende Jahre zurückführt, in die Geschichte als Persien die größte Weltmacht der Welt war.

Da gibt es die Städte aus 1000 und einer Nacht, wie Isfahan mit Palästen, Gärten und Moscheen oder Yazd mit seiner Altstadt aus Lehm und Ziegeln.

Das Ganze ist eingebettet in eine Landschaft aus Bergen und Wüsten. Haben wir im Norden in unserem Zelt nachts noch gefroren, sind wir im Süden bei über 40° durch die Wüste gefahren.

Am meisten beeindruckt haben uns aber die Menschen. Die Iraner sind ein herzliches, offenes Volk. Egal wo wir ankamen wurden wir freundlich und neugierig begrüßt. Wir und unsere Motorräder sind inzwischen auf unzähligen Fotos verewigt. Immer wieder haben wir die gleichen Fragen beantworten: Woher kommt Ihr? Warum seid Ihr im Iran? Wie gefällt es euch? Wie heißt Ihr?

Und stets wurde uns Hilfe angeboten. Während der 4 Wochen haben wir viele Telefonnummern ausgetauscht und wir konnten die Menschen tatsächlich anrufen und uns wurde geholfen: Durch Übersetzungen, Adressen der nächsten Werkstatt oder anderes. Man stelle sich vor wir würden jedem Touristen in München unsere Telefonnummer geben und sagen "Ruf an wenn du Hilfe brauchst".

Die unzähligen Tee-Einladungen zählen wir hier gar nicht auf. Dazu Essen in Takht-e-Solyeman, Suppe am Kaspischen Meer, Gurken und Brot in Sepid Dasht, Pfirsiche, Kirschen und Äpfel an jeder Ecke.

In guter Erinnerung bleibt besonders die Hilfsbereitschaft, als Ralf seine Panne in Isfahan hatte. Sofort war ein englisch sprechender Iraner parat der übersetzt hat, uns zum Hotel und dann zur Werkstatt gefahren hat und selbst am nächsten Tag wieder da war, um zu helfen und zu übersetzen.

Ein kleiner Schatten wirft der Diebstahl in Sepid Dasht, als Ralf seine Turnschuhe und Fahrradpumpe gestohlen wurden und mir mein kleines Werkzeugset - da fragt man sich, was machen Iraner (im Schnitt 1,70m groß) mit Schuhen Größe 48.

Unseren Begegnungen mit der Polizei waren immer freundlich. Oft wurden unsere Pässe kontrolliert und wichtige Dinge notiert. Meist wurden wir direkt nach der Kontrolle gefragt. "Where do you come from?"

Manchmal ist es auch ein wenig schizophren im Iran: Frauen dürfen nicht Motorradfahren, waren aber immer die ersten die auf unseren Bikes saßen (und Kerstin war natürlich der Hit unter den weiblichen Schaulustigen). Die Regierung Twitter fleissig, aber offiziell ist Twitter gesperrt. Trotzdem fragt jeder Iraner gleich nach der Facebookadresse. Es gibt kein Nachtleben, dafür wird überall gecampt und gepicknickt und am Lagerfeuer die Nacht zum Tag gemacht. "If my people live in your country ... they would rock!" - wie wahr.

Unsere Empfehlung lautet: Reist in den Iran. Lasst euch nicht durch die Medien abschrecken. Der Iran ist sicher und Reisende werden mit offenen Armen empfangen. Meine persönliche Buchempfehlung zum Iran: Eskandar - Eine Roman von der Entdeckung des Öls bis zur Machtübernahme von Khomeni.

Hier eine Auswahl meiner Liebingsbilder:



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blogged by Phoney

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