Montag, 12. Mai 2014


Camping ist teurer als gedacht. In Alexandroupolis zahlen wir ca 19 EUR für die Nacht....Hallo, geht's noch? Dann doch wieder wild! Wer braucht schon Klo und Dusche?

In die Türkei geht's weiter auf der tollen Griechen-Autobahn. Bald geben wir uns den Grenzformalitäten an dieser EU Aussengrenze hin: harmlose Ausweiskontrolle der Griechen, Vor-Zollkontrolle der Türken inkl. Fahrzeugschein, Einreise in die Türkei mit Personalausweis, 1 h Schlange stehen bei den türkischen Zöllnern. Hier werden die Motorradpapiere genauer geprüft, noch irgend ein Kontrollposten und endlich freie Fahrt in der Türkei. Unser Ziel: die Region um Alexandria Troas südl. von Troja, wo es einige Campingplätze geben soll.

Alles paletti, erst mal auf einer gut ausgebauten Strasse (Autobahn?), die sich nicht richtig entscheiden kann, wie schnell wir fahren dürfen (Stichwort: Schilderwald, -chaos, -irre) Richtung Çanakkale, wofür wir irgendwann auf 'ne Fähre müssen um die Dardanellen zu überqueren und damit auch von Europa nach (Klein)Asien.

Hier treffen wir eine Reisegruppe von Bikern hauptsächlich aus Australien. Deren Bikes waren zu erkennen an dem fetten roten Pfeil nach rechts auf dem Windschild mit Aufschrift: Ride on right side. Sehr lustig. Kaum einer hatte ne Motorradhose mit Prorektoren an, kaum einer Motorradstiefel. Dabei sind alle am Vortag 400 km durch Regen gefahren....ätzend.

Ab Çanakkale halten wir uns an die Schilder Richtung Troja und irgendwann verlassen wir tatsächlich die ausgebaute Strasse und sind auf einem kleineren, grobasphaltigem Flickenteppich, der die Strasse ist. Kein Problem, nur leicht gewöhnungsbedürftig. Wir passieren das trojanische Holzpferd (wahrscheinlich ein Nachbau), mehrere kleine Ortschaften, mehrere verlassen aussehende Campingplätze, bis wir an einem Laden dann doch mal nach ner Camping Möglichkeit fragen. Und siehe da, der Mann, den ich anspreche kommt aus Frankfurt, Constantin wird gleich von einer netten Dame mit 2 Töchtern angesprochen: sie kommt aus Ottobrunn. Die schicken uns noch ein wenig weiter und tatsächlich ist da ein Mini-Laden mit Tischen über einem verwilderten Strand der ein Campingplatz sein soll.

Gut genug für uns, wir sind eh alleine hier, der Preis gering (aufgrund der quasi fehlenden sanitären Infrastruktur hätten wir auch nicht mehr als 10 TL bezahlt); wir decken uns im Laden mit dem Nötigsten zum selber kochen ein und verbringen mal wieder einen romantischen Abend zu zweit am Strand.

Anderntags satteln wir wieder die Bikes, fahren weiter nach Bergama. Ein schönes Strässchen (auf unserer Karte eine 'other road') bringt uns etwas holprig, aber dafür mit tollen Kurven und Ausblicken durch Pinienwälder ans Ziel. Unterwegs kommen wir immer wieder an Familien-Pickniks vorbei und Brunnen, an denen kräfitig Wasser abgefüllt wird. Ist ja auch Sonntag.

Beim kurzen Zwischenstopp an eine Café neben der Tankstelle gibt's noch einen kurzen Tratsch mit dem Besitzer, der vor 3 Jahren aus Kreuzlingen, CH, zurückgekehrt ist. Ja spricht denn hier jeder Deutsch?

In Bergama ist der leicht ausserhalb liegende Campingplatz trotz Verhandelns entschieden zu teuer (50TL), für 40 TL mieten wir uns 2 Nächte im herrlich charmanten alten Odyssey Guesthouse in der Altstadt ein, wo wir uns dank Küche und Dachterrasse auch hervorragend selbst versorgen und mit Blick auf den Akropolis Burgberg und die Roten Hallen entspannen können.

Natürlich besichtigen wir auch die Akropolis, was von hier aus gut zu Fuß geht.

Fährfahrt über die Dardanellen

Mal wieder ganz allein am Strand

Canasta nach dem Essen (Aktueller Stand 5:6 für Constantin)
Blick auf den Burgberg von Pergamon von Bergama

Die Akropolis von Pergamon

Das Theater hatte Platz  für 10.000 Zuschauer

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blogged by Zenzi39


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