Dienstag, 19. November 2013

Manang ist eine richtige Stadt. Es gibt jede Menge Hotels, Geschäfte in denen man einfach alles kaufen kann. Außerdem gibt es noch eine Touristeninformation, ein Health Care Centre, jede Menge Cafe's mit Schwarzwälder Kirschtorte und gleich mehrere Kinos.

Nach unserer Ankunft beziehen wir unser Zimmer im Tilicho Hotel. Ein richtiges großes Hotel mit drei Stockwerken und Zimmern die sich um einen Innenhof herum gruppieren. Unser Zimmer ist sehr schön. Wir haben Blick auf den Annapurna II, genau nach Osten (Morgensonne). Außerdem gibt es noch einen Tisch und mal wieder ein Klo im Zimmer, nun ja, das Stehklo ist natürlich auch hier durch eine Tür vom Schlafraum getrennt...Desweiteren gibt es erstmalig zwei Decken im Zimmer, die wir als zusätzliche wärmende Schlaf-Unterlage nutzen.

Wie seit Chame üblich gibt es einen beheizten Gastraum in dem sich alles trifft sobald die Sonne untergegangen ist. Die Menükarte ist deutlich umfangreicher. So gibt es hier auch Burritos und Burger (Veggie, Yak) und sonstige Yak Spezialitäten, von denen wir jedoch die Finger lassen, da wir ohne gesundheitliche Beeinträchtigung über den Pass kommen wollen und von einigen den Tipp gekriegt haben: Finger weg vom Fleisch!

Die Häuser hier sind alle aus Stein gebaut, gibt es ja genug. Das hilft auch bei der Isolierung: In unserem Zimmer hat es morgens kuschelige 5,5 Grad. Der Wasserhahn in der Toilette ist trotzdem eingefroren.

In Manag machen wir einen Tag Pause zur Akklimatisierung. Weil man zur Vorbeugung von Höhenkrankheit immer höher gewesen sein soll als man schläft, machen wir am zweiten Tag eine kleine Wanderung zur Milarepa Höhle und Gompa. Der Legende nach hat in der Höhle ein berühmter Tibetischer Mönch gelebt. Die Höhle liegt auf 4.100m, also ein schöner Aufstieg für uns. Oben angekommen kann man leider von der Höhle nicht viel sehen, da sie geschlossen ist. Auch das dazugehörige Kloster ist unbewohnt. Aber es gibt jede Menge Schreine, Gebetsfahnen und einen schönen Platz in der Sonne um unser Picknick (Tee, Kekse und Studentenfutter) einzunehmen. Plötzlich hören wir über uns ein tiefes Rumpeln und sehen wie vom Gipfel des Annapurna 3 eine große Lawine abgeht. Wir sind aber weit genug weg, es besteht keine Gefahr.
Nach unserer Rückkehr zieht es uns in eines der vielen Cafes. Die Auslagen im Schaufenster lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Kerstin entscheidet sich für eine Zimtschnecke, ich für einen Brownie, beides sah viel leckerer aus als es dann tatsächlich ist.

Und dann ist Kino angesagt. Es gibt drei Kinos am Ort. Lustigerweise zeigen alle das gleiche Programm: Fünf Uhr - Sieben Jahre in Tibet mit Brad Pitt. Da weder Kerstin noch ich den Film gesehen haben ist das der perfekte Zeitvertreib bis zum Abendessen. Das Kino ist in einem Kellerraum eingerichtet. Die Holzbänke sind mit Yakfell bezogen und der Film kommt über einen Projektor von DVD. Die Qualität ist super. Aber es kommt noch besser. Das Kino ist beheizt (auch wenn der kleine Elektroheizer es bestimmt nicht über 8 Grad schafft, besser als draussen), es gibt Tee und Popcorn. Und das alles im Preis von 250 Rupie inklusive. Natürlich konnten wir es uns nicht verkneifen mit Bier ins Kino zu gehen; das war nicht ganz einfach da zwar jeder Laden Bier verkauft welches immer schön kalt ist ( Raumtemperatur halt), aber erst im 4. Laden finden wir Bier, das noch nicht abgelaufen ist!

In der Touristeninfo hängt auch der Wetterbericht für die nächsten Tage: Das Wetter soll weiter schön bleiben und es soll sogar wärmer werden. Wir lesen etwas von 18 Grad, was wir kaum glauben können. Schauen wir mal.



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