Sonntag, 24. November 2013


Viele hören den Trek in Jomson auf, um von hier mit Flugzeug oder per Bus/ Jeep nach Pokhara zu gelangen. Es gibt Gerüchte, dass der Weg ab Jomson auf der Jeep Road verläuft, was durchaus äußerst unattraktiv wäre. Aber: dem ist nicht so!

Während unseres Treks in diesem Abschnitt ist ein 4- tägiger Generalstreik vor der Wahl am 19.11., weshalb so gut wie kein Verkehr ist, und uns selbst die kurzen Strecken auf der Strasse nix ausmachen.

Von Muktinath geht's schnell weg von der Strasse, die aber nie weit weg ist, stetig bergab in der rotbraunen Lehm-/Sandlandschaft bis wir am Flussbett ankommen und erst mal Tee trinken. Der Weiterweg von ca. 1,5 h nach Jomson verläuft noch auf der Strasse. In Jomson angekommen sieht man bald die rot/weiße Wegmarkierung Richtung Marpha nach links, während die Strasse zum Zentrum/Flughafen über eine Brücke auf die rechte Flussseite führt.

Wir folgen der Strasse, um im Zentrum mittag zu essen. Den Weiterweg von 1 h nach Marpha bewältigen wir entlang der Strasse bzw. im Flussbett daneben, immer gegen den starken Wind ankämpfend, der nachmittags durch's Tal weht. Dieser Wind ist der Grund, weshalb die Flieger von/nach Pokhara lediglich vormittags gehen. Wir zählen 4 Starts und Landungen an einem Vormittag.

Marpha ist sehr sehenswert und ab hier fängt eine ganz andere Bauweise an (tibetisch); der Weg durch den Ort ist mit Steinplatten ausgelegt und ein Kanal fliesst durch den ganzen Ort ( teils durch die Steinplatten verdeckt ). Leider kommen wir recht spät an und können das alles nicht mehr in der Sonne begutachten. Aber ein Abendspaziergang mit kurzem Aufstieg gibt schon einen guten Blick über das Dörflein.

Am nächsten Morgen gehen wir von Marpha ein Stück die Strasse entlang und wieder sehen wir die Wegmarkierung, die über eine Hängebrücke Richtung andere Flussseite führt. Ab hier fängt ein traumhafter Pfad durch den Wald an, immer dem Flusslauf folgend, mal direkt im Flußbett, mal auf abenteuerlichen Steigen hoch und wieder runter. Die Brücke Richtung Tukche ignorieren wir und folgen dem Pfad weiter Richtung Saura / Ghasa. Immer wieder kommen wir durch kleine Ansiedlungen, die noch sehr urtümlich wirken. Die Strasse am anderen Flussufer sehen wir ab und zu in der Sonne liegen, und wir genießen unseren schattigen Weg ( inzwischen ist es hier ganz schön warm geworden) mit Traumblicken auf den Dhaulagiri und andere Gipfel.


Kurz vor Kalopani wechseln wir die Flussseite um dort zu mittag zu essen. Den Weiterweg nach Ghasa gehen wir mal wieder die einsame Strasse entlang, was nach dem Offroad vormittag durchaus ok ist; allerdings gibt es auch hier einige halsbrecherische Abschneider, die für den nötigen Kick sorgen. (Es gibt aber auch einen Trekkingweg abseits der Strasse. )


Kurz nach Ghasa geht's am nächsten Morgen über eine 111m lange Hängebrücke wieder auf die andere Seite, um dort den Abstieg nach Tatopani (=heißes Wasser) zu bewältigen ( wobei Abstieg ein stetes bergauf, bergab bedeutet, mit mehr bergab, immer wieder über Steinstufen...). Wir kommen uns ein bisschen vor wie im Paradies-Urwald (wo wir wohl auch sind) mit dem ganzen Gezwitscher der Paradiesvögel und Gezirpe der Grillen (die dem Geräuschpegel nach riesig sein müssten) im dichten grün...einfach traumhaft. Die Landschaft hier ist soooo anders als vorm Pass, unbeschreiblich. Hier gibt es keine Äpfel mehr, wie vorm Pass, dafür immer mehr Orangen/ Mandarinen/ Zitronen und Bananen.

Nach knapp 5 h erreichen wir Tatopani, wo wir uns bei gefühlten 20 Grad nach dem Mittagessen in die Hot Springs stürzen. Anders als in Chame ist hier ein kleines Thermal-Freibad eingerichtet mit künstlichem Wasserbecken, das mit dem heißen Wasser gefüllt ist.. Eintritt 100NPR, einen Kiosk für Essen und Trinken gibt es auch, yippie!

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blogged by zenzi39

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